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Amazon hat im September 2016 die sprachgesteuerten WLAN-Lautsprecher Echo* und Echo Dot* mit der digitalen Assistentin Alexa für Deutschland vorgestellt. In unserer Übersicht haben wir die Smart Home-Systeme zusammengestellt, die mit Amazon Echo / Alexa kompatibel sind.

In den USA sind die Echo-Lautsprecher bereits seit dem Jahr 2014 erhältlich. Echo und Echo Dot waren hierzulande zunächst nur auf Einladung verfügbar, seit Februar 2017 werden die Geräte aber regulär verkauft.

Der integrierte Sprachdienst Alexa kann beispielsweise Musik abspielen, Nachrichten und die Wetterprognose vorlesen, Timer und Wecker stellen, die aktuelle Verkehrslage und den Zugfahrplan checken oder  Sportergebnisse abrufen.

Amazon Alexa: Hoher Funktionsumfang auf Kosten der Privatsphäre?

Das System beantwortet zudem Fragen, beispielsweise nach berühmten Personen, Daten, Orten, Rechenaufgaben, Rechtschreibung oder Umrechnungen. Wenig überraschend lassen sich mit Amazon Alexa auch Produkte zu der Einkaufsliste auf Amazon hinzufügen. Der Funktionsumfang ist also durchaus verlockend. Interessenten sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sämtliche Befehle grundsätzlich von der Amazon Cloud verarbeitet werden – ein lokaler Betrieb des Sprachdienstes ist nicht möglich. Mit anderen Worten: Amazon hört mit. Es bedarf wenig Fantasie um sich vorzustellen, welchen Wert die über Alexa gewonnen Daten für ein Unternehmen wie Amazon haben. Spiegel Online hat den damit einhergehenden Eingriff in die Privatsphäre bereits 2014 beschrieben:

„Wer das Ding in seine Wohnung stellt, holt sich eine riesige Wanze ins Haus.“

Diese grundsätzliche Datenschutzproblematik ergibt sich freilich auch bei Systemen wie Google Now/Google Assistant oder Apples Assistentin Siri (lesenswert hierzu: „The Privacy Problem with Digital Assistants“). Apple betont zuletzt zwar den Schutz der Daten seiner Kunden („Apples Sicherheitslösung „Differential Privacy“ erklärt“), die Frage, ob und wenn ja welchem Unternehmen ihr eure Daten anvertraut,  muss aber jeder für sich beantworten.

Echo und Echo Dot: Lautsprecher und Erweiterung für die Musikanlage

Der rund 180 Euro teure Amazon Echo* verfügt über sieben Mikrofone, die mit Richtstrahl-Technologie ausgestattet sind, so dass er den Nutzer von überall im Raum klar hören können soll. Amazon Echo gibt es in schwarz oder weiß. Die integrierten „dualen Downfire-Lautsprecher“ sollen einen „360°-Sound“ liefern. Wir bezweifeln, dass die kleine Röhre in großen Räumen einen zufriedenstellenden Klang liefert, für die Beschallung des Badezimmers oder der Küche dürfte es aber vermutlich reichen.

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Der Amazon Echo soll einen „360°-Sound“ produzieren.

Der mit rund 60 Euro wesentlich günstigere Echo Dot* bietet die gleichen Funktionen wie der große Bruder, ist aber primär für den Anschluss an vorhandene Lautsprecher mittels Bluetooth oder Audiokabel gedacht. Der Dot besitzt zwar auch einen kleinen integrierten Lautsprecher, der sich allerdings höchstens für die Sprachausgabe und nicht für die Wiedergabe von Musik eignet. Der Dot kann also als „smarte“ Erweiterung der vorhandenen Lautsprecher eingesetzt werden.

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Der Echo Dot erweitert vorhandene Lautsprecher um die Sprachassistentin Alexa.

Erster Eindruck: Amazon Echo und Echo Dot im Test – wie gut funktioniert Alexa?

Wir testen aktuell sowohl den Amazon Echo und Echo Dot, insbesondere mit Blick auf die Kompatibilität zu Smart Home-Geräten. Über die detaillierten Ergebnisse werden wir zeitnah berichten, bislang konnten uns die Geräte aber im Alltag überzeugen. Die Spracherkennung funktioniert erstaunlich gut – insbesondere im direkten Vergleich zu Apples Siri schneidet Alexa wesentlich besser ab und die Sprachbefehle werden selbst dann noch erkannt, wenn man sich mehrere Meter von dem Lautsprecher entfernt befindet.

Die Bedienung ist absolut simpel, wenngleich die Alexa-App (unter iOS) einen noch nicht ganz ausgereiften Eindruck macht und auf Eingaben häufig sehr träge reagiert. Wirklich tragisch ist das jedoch nicht, da die App primär für die Erstkonfiguration und für das Aktivieren von neuen Skills benötigt wird, während die Lautsprecher selber vollständig mit Sprachbefehlen bedient werden.

Mehr über unsere Erfahrungen mit dem Gerät erfahrt ihr in unserem ausführlichen Amazon Echo Erfahrungsbericht.

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Amazon Alexa: Kompatible Smart Home Systeme

Zahlreiche Hersteller von Smart Home-Lösungen haben mittlerweile Alexa Skills (Erweiterungen, die in der Alexa Smartphone-App aktiviert werden können), für ihre Systeme und Geräte veröffentlicht.

Beleuchtung

  • Philips Hue*: Das Lichtsystem kann künftig auch mittels Amazon Alexa gesteuert werden. Dabei lassen sich auch Ambienteszenen und Lichtrezepte per Sprachbefehl steuern („Alexa, schalte die Szene Sonnenuntergang im Wohnzimmer ein“). Mehr über das Lichtsystem erfahrt ihr in unserem Philips Hue Testbericht.
    Zum Philips Hue Skill
  • Osram Lightify*: Das Konkurrenzsystem zu Philips Hue unterstützt ebenfalls Alexa. Lampen können mit der Sprachsteuerung ein- und ausgeschaltet und gedimmt werden („Alexa, dimme die Küche“). Mehr über das System erfahrt ihr in unserem Osram Lightify Test.
    Zum Osram Lightify Skill

Heizung und Klima

  • Netatmo Smart Thermostat*: Mit Amazon Echo kann der Nutzer Alexa dazu auffordern, die Haustemperatur zu erhöhen, beziehungsweise zu senken („Alexa, erhöhe die Haustemperatur um 2°C“).
    Zum Netatmo Energy Skill
  • Netatmo Wetterstation*: Sämtliche Daten der Netatmo Wetterstation, wie beispielsweise die Temperatur, der Druck oder die Luftqualität, lassen sich nach der Aktivierung der Netatmo Skill mit Sprachkommandos abrufen („„Alexa, frage Netatmo nach der Temperatur im Wohnzimmer.“). Über die Vor- und Nachteile der smarten Wetterstation informieren wir euch in unserem Netatmo Wetterstation Testbericht.
    Zum Netatmo Skill
  • Tado: Die Heizungssteuerung wird Alexa unterstützen. Kunden werden die Temperatur einstellen oder um eine bestimmte Gradzahl verringern beziehungsweise erhöhen können: „Alexa, setze die Temperatur im Wohnzimmer auf 22 Grad” oder “Alexa, erhöhe die Temperatur im Schlafzimmer um zwei Grad.“ Mehr über das System erfahrt ihr in unserem Tado-Testbericht.
    Zum Tado Skill

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Türschlösser

  • Nuki: Besitzer des smarten Türschloss Nuki können selbiges per Sprachbefehl auf- und zuschließen. Aus Sicherheitsgründen muss der Sprachbefehl („Alexa, sag Nuki, es soll die Tür aufsperren“) mit einer PIN bestätigt werden.
    Zum Nuki Skill

Lautsprecher

  • Denon Heos: Das Multiroom-System Heos by Denon wird ab dem Frühjahr 2017 Amazon Alexa unterstützen. Nutzer können  beispielsweise die Musik starten, pausieren, einen bestimmten Song abspielen oder die Lautstärke verändern. Mehr über die Integration von Amazon Alexa in das Lautsprechersystem erfahrt ihr auf modernhifi.de.
  • Sonos: Die Multiroom-Lautsprecher sollen sich künftig per Sprachbefehle über Amazon Alexa steuern lassen. Die Integration des Sprachdienstes wird allerdings erst gegen Ende 2017 bereitstehen. Mehr über die Lautsprecher erfahrt ihr in unseren Testberichten über den Sonos Play:1 und dem Sonos Play:5.

Steckdosen/Zwischenstecker

Smart Home-Plattformen

  • Digitalstrom: Das Smart Home System Digitalstrom steuert mit der Integration von Alexa nicht nur die üblichen Geräte (Heizung, Licht), sondern beispielsweise auch Küchengeräte wie einen Toaster oder den Wasserhahn. Mehr dazu erfahrt ihr auf Golem.de.
    Zum Digitalstrom Skill
  • Homematic IP: Homematic IP ist ebenfalls Alexa-kompatibel: Wer ein Homematic IP System mit Homematic IP Access Point besitzt, kann sein System komfortabel per Sprache steuern.
    Zum Homematic IP Skill
  • Logitech Harmony*: Die Hub-basierten Versionen der Universalfernbedienungen werden Amazon Echo unterstützen. Anwender können somit Geräte wie den Fernseher, Receiver oder Blu-Ray Player mit Sprachbefehlen steuern. Auch die Aktivierung von Befehlsabfolgen ist möglich. Mit dem Befehl „Alexa, Film wiedergeben“ könnten beispielsweise automatisch der Fernseher eingeschaltet, das Licht gedimmt und die Netflix App auf dem TV gestartet werden.
    (Skill noch nicht verfügbar)
  • Innogy SmartHome: Das Innogy SmartHome (ehemals RWE Smarthome) wurde ebenfalls an die Sprachsteuerung von Amazon Echo angebunden. Neben einzelnen Geräten wie Steckern, Schaltern oder Thermostaten lassen sich auch ganze Gruppen zusammenfassen und für Alexa zu Szenarien verknüpfen. „Alexa, schalte Zustand Urlaub an“ etwa würde das Haus in den zuvor gewählten Abwesenheitsmodus versetzen.
    Zum Innogy SmartHome Skill
  • Qivicon/Magenta SmartHome: Qivicon kommuniziert mit Alexa und kann beispielsweise die Beleuchtung, Jalousien, das Alarmsystem und weitere Geräte mittels Sprachbefehlen steuern. Bislang unterstützt die Skill aber lediglich die Aktivierung und Deaktivierung von Szenen, während einzelne Geräte noch nicht direkt gesteuert werden können. Mehr über das System in unserem Magenta SmartHome Testbericht.
    Zum Magenta SmartHome Skill

Über weitere Updates rund um Amazon Alexa und weitere Smart Home-News halten wir euch in unserem Smart Home Newsletter auf dem Laufenden.

Update 29.07.2017: Wir haben die Übersicht mit weiteren Alexa-kompatiblen Systemen ergänzt. 

Video: Amazon Echo ausprobiert – Alexa spricht Deutsch

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

3 Kommentare

  1. Auch wenn hier gleich der Nächste mit dem Facebookmodewort „Whataboutism“ um die Ecke kommt: Die „Wanze“ trägt mittlerweile jeder Dritte (oder mehr) mit sich herum, meint ihr nicht? Ein Smartphone bietet neben der Funktion „Mikrofon“ und „Touch-Aufzeichnung“ noch das lustige Feature „Kamera“. Ich frage mich echt, weshalb die Menschen wegen eines smarten Lautsprechers und Stimmaufzeichnungen so ein Theater machen. Begebt euch mal in die Neuzeit und fangt an, den Komfort zu genießen, der uns aufgrund technischer Innovationen zuteil wird.

    • nico Antworten

      Danke für Deinen Kommentar, Mario.

      „Begebt euch mal in die Neuzeit und fangt an, den Komfort zu genießen, der uns aufgrund technischer Innovationen zuteil wird.“

      Ich bin mir nicht sicher ob Du damit den Autor des Artikels ansprichst ;-) Falls ja darf ich Dir versichern, dass wir als Redaktion dutzende vernetzte Geräte in unseren Häusern haben, allein schon um die Systeme zu testen und hier darüber zu schreiben :-)

      Ansonsten haben wir im Artikel ja nicht von dem Kauf des Amazon Echos abgeraten, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass sämtliche Befehle von der Amazon Cloud verarbeitet werden und dieser Umstand möglicherweise für den ein oder anderen ein kritischer Faktor sein kann. Wir werden immer wieder von Lesern angesprochen, die nach Systemen suchen die autark ohne Cloud funktionieren. Hintergrund der Frage können Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit sein, oder aber der Umstand, dass die Hardware faktisch nutzlos wird sobald die Cloud nicht mehr zur Verfügung steht (lesenswert hierzu: https://www.wired.com/2016/04/nests-hub-shutdown-proves-youre-crazy-buy-internet-things/ )

    • Und das soll ein Argument sein um sich noch mehr Wanzen zu kaufen? Meine Herren, mal einfach anfangen etwas nachzudenken…

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