Hausautomatisierung 2014: Trends, Erwartungen und Entwicklungen

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2014 steht unmittelbar vor der Tür und wir wagen den obligatorischen Blick in die Kristallkugel: Welche Trends und Entwicklungen werden im kommenden Jahr die Hausautomatisierung prägen? Welche Erwartungen haben wir als Anwender an die künftigen Produkte und Lösungen? Illustration: Smarthome Trends 2014

Trend 1: Smart Homes werden endlich smart

Die Steuerung von Lampen, Heizungen oder Garagentoren via Smartphone macht anfangs sicherlich Spaß, aber intelligent sind die meisten bislang erhältlichen Lösungen dann doch noch nicht: Die Konfiguration und Einrichtung von Lösungen wie Homematic oder RWE Smart Home ist relativ zeitaufwendig und erfordert eine intensive Beschäftigung mit den Systemen. Im Ergebnis wird die Heizung dann beispielsweise zeitbasiert geregelt, wer aber oft zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommt und unterwegs vergisst die Heizung einzuschalten, sitzt im Kalten – wirklich „smart“ ist das nicht.

Wir erwarten, dass künftige Systeme nicht mehr umständlich konfiguriert werden müssen sondern automatisch lernen, wann sich Bewohner im Haus aufhalten und welche Temperatur und Lichtverhältnisse bevorzugt werden. Grundlage dafür können die Smartphones der Bewohner sein, die mittels Geofencing automatisch die Hausautomatisierung steuern. Angekündigte Lösungen wie Ninja Sphere oder die bereits erhältliche Heizungssteuerung Tado zeigen, wo die Reise hingeht.

Wearable Computer wie Google Glass, die Smartwatch Pebble oder Fitnessarmbänder wie das Jawbone Up werden langfristig weitere Möglichkeiten für eine smarte Steuerung schaffen. Ein Beispiel: Das Fitnessarmband registriert, dass man gerade wach geworden ist und kann automatisch das Licht und den Wasserkocher einschalten.

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Fitnessarmband Jawbone Up (Foto: Jawbone)

Trend 2: Offene Smarthome-Systeme ermöglichen umfassende Vernetzung

Viele Hersteller setzen noch immer auf proprietäre, in sich geschlossene Hausautomatisierungs-Lösungen, die untereinander nicht kompatibel sind. Das Ergebnis: Eine App um die Lampen zu schalten, eine weitere App um die Heizung zu steuern und noch eine App um die Alarmanalage zu aktivieren? Komfortabel ist das wirklich nicht.

Zudem schränken die Insellösungen die Nutzungsmöglichkeiten stark ein, während Systeme mit offenen Schnittstellen die Kreativität der Anwender und Entwickler beflügeln – wie die Entwicklung des Lichtsystems Philips Hue exemplarisch aufzeigt. Seitdem Philips die Schnittstellen zu seinen WLAN-Lampen geöffnet hat, gibt es zahlreiche Apps und neue Anwendungsmöglichkeiten, wie beispielsweise die Nutzung der Webplattform IFTTT in Kombination mit den Hue Lampen.

Wir erwarten (oder hoffen), dass im kommenden Jahr weitere Hersteller dem Beispiel von Philips folgen und offene Schnittstellen für ihre Systeme schaffen.

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Philips Hue: WLAN-Lampen mit offener Programmierschnittstelle

Trend 3: Kleiner, schicker und intuitiv zu bedienen

Design scheint bei vielen Herstellern von Hausautomatisierungslösungen noch eine untergeordnete Rolle zu spielen: Die Steuerungszentralen sehen oft nicht sonderlich ansprechend aus und auch die Bedienoberflächen wirken zum Teil relativ altbacken und wenig durchdacht. Dabei kann ein ansprechendes Design sicherlich ein zentrales Kaufargument sein, zumal die Produkte meist mehr oder weniger gut sichtbar in den eigenen vier Wänden angebracht werden (müssen). Auch die dazugehörigen Smartphone-Apps und Desktop-Anwendungen werden für einem großen Teil der potenziellen Käufer erst dann interessant, wenn sie wirklich intuitiv zu bedienen sind.

Die oben bereits erwähnten Produkte von Ninja Sphere zeigen, dass sich Produkte für die Hausautomatisierung nicht verstecken müssen, sondern sogar zum Bestandteil der Einrichtung werden können.

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Ninja Sphere: Smart Home Produkte können auch schön aussehen.

…und Eure Smart Home Trends?

Auf welche angekündigten Smart Home Produkte freut Ihr Euch? Wie sieht für Euch in ideales System für die Hausautomatisierung aus? Was nervt Euch an den bereits erhältlichen Systemen? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

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1 Kommentar

  1. Das ideale System ist für mich, wenn es vor allem kompatibel zu anderen Systemen und benutzerfreundlich ist! Aber der Trend geht ja in diese Richtung

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