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Mesh-Systeme bringen schnelles und zuverlässiges WLAN ins Haus. Die Erweiterung Orbi Voice für das Mesh-System von Netgear ist gleichzeitig ein schicker Smart Speaker mit Alexa. In unserem Test erfahrt ihr, ob uns der Netgear Orbi Voice im Alltag überzeugen konnte.

Das Mesh-System von Netgear haben wir im vergangenen Jahr ausführlich vorgestellt (Netgear Orbi RBK20 im Test) und auch die Outdoor-Erweiterung für den Garten war in unserem Magazin bereits zu Gast (Netgear Orbi Outdoor Test). Das System hat in unserem Test die Erwartungen erfüllt und konnte das gesamte Haus (sowie mit dem Orbi Outdoor auch den Garten) mit einem schnellen WLAN versorgen. Mit dem Orbi Voice gibt es eine interessante Erweiterung, mit der die Abdeckung des Mesh-Systems weiter vergrößert wird. Zusätzlich dient das Gerät als Smart Speaker, den ihr über Alexa steuern könnt.

Erster Eindruck

Während Netzwerkgeräte meistens irgendwo in einer Ecke versteckt werden, bildet der Orbi Voice eine Ausnahme von dieser Regel: Der Mesh-Satellit macht mit seinem Stoffbezug und dem schlanken Design einen hochwertigen Eindruck und im Wohnbereich eine gute Figur.

Orbi Voice im Test: Der Mesh-Satellite muss nicht versteckt werden.
Der Mesh Satellit macht optisch auch im Wohnzimmer eine gute Figur.

Einrichtung und Funktionsumfang

Genau wie die Einrichtung des Orbi-Systems ist auch das Hinzufügen des Orbi Voice unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt: In der App wählt ihr aus dem Menü den Punkt „Satellite hinzufügen“ und werdet anschließend in wenigen Schritten durch den Einrichtungsvorgang geführt: Orbi Voice einschalten, Sync-Taste auf der Rückseite des Geräts drücken und kurz warten bis der Satellit gefunden wurde. Im letzten Schritt könnt ihr noch Amazon Alexa mit dem Orbi Voice verbinden und bei Bedarf die Klangeigenschaften des Lautsprechers anpassen.

Praktisch: Auf der Rückseite des Geräts befinden sich zwei Ethernetanschlüsse, die ihr beispielsweise für den Anschluss einer Spielekonsole, eines Druckers oder ähnlichen Geräten verwenden könnt.

Orbi Voice: Auf der Rückseite befinden sich zwei Ethernet-Anschlussmöglichkeiten.

Bedient wird der Orbi Voice entweder über Sprachbefehle oder über ein Touch-Bedienfeld, das sich auf der Oberseite des Geräts befindet. Mit den Bedienelementen könnt ihr die Lautstärke verändern, die Musik stumm schalten und Alexa deaktivieren.

Orbi Voice: Touch-Bedienfeld für die Musiksteuerung.

WLAN-Geschwindigkeit

Der Hersteller verspricht, dass der Orbi Voice eine Fläche von 125 m² mit WLAN abdecken kann. Die tatsächliche Reichweite hängt natürlich stark von dem Aufstellungsort, dem Material und der Dicke der Wände und weiteren Faktoren ab.

In unserem Haus konnten wir mit dem Satelliten das vollständige Erdgeschoss und Teile des Gartens zuverlässig mit WLAN versorgen. Der Datendurchsatz lag in dem Raum, in dem wir den Orbi Voice platziert hatten, bei rund 250 Mbit/s (gemessen mit der WLAN-App von AVM). Im Nebenraum konnten wir rund 220 Mbit/s messen und selbst im Außenbereich auf der Terrasse lag der Durchsatz noch bei 160 Mbit/s. Anwendungen wie das Streaming von 4K-Videos oder hochauflösende Videotelefonate sind mit diesen Geschwindigkeiten problemlos möglich.

Orbi Voice: WLAN-Geschwindigkeit in der Nähe des Satelliten

Klangqualität

Die Klangeigenschaften des Orbi Voice konnten uns in unserem Test nicht so recht überzeugen. Der Klang des 3,5-Zoll-Tieftöners und des 1-Zoll-Hochtöners wirkt etwas dumpf und „muffig“. Zwar bietet die Smartphone-App eine Equalizer-Funktion, aber auch mit manuellen Anpassungen der Klangeigenschaften konnten wir kein wirklich ausgewogenes Klangbild herstellen.

Voreinstellungen oder Benutzerdefiniert: Mit der Smartphone-App könnt ihr das Klangbild anpassen

Wer wert auf einen satten Sound legt, dürfte sich zudem mit der Einschränkung konfrontiert sehen, dass zwei Orbi Voice-Lautsprecher nicht zu einem Stereopaar kombiniert werden können, wie es etwa bei den Sonos-Lautsprechern oder bei den Echo-Lautsprechern von Amazon funktioniert. Für den täglichen Musikgenuss im Wohnzimmer dürfte der Orbi Voice dementsprechend eher nicht zum Einsatz kommen.

„Audio by harmon/kardon“: Klanglich hat uns der Orbi Voice nicht so recht überzeugt.

Andererseits kann der WLAN-Satellit schnell und unkompliziert Musik in einen Raum bringen, in dem bislang noch kein Lautsprecher vorhanden ist – etwa in das Badezimmer, Schlafzimmer oder das Homeoffice. In diesen Räumen ist der mittelmäßige Klang für die meisten Nutzer sicherlich zu verschmerzen, denn um ab und zu ein paar Songs zu hören eignet sich der Lautsprecher allemal.

Alexa-Unterstützung

Der Orbi Voice ist mit vier Mikrofonen für die Sprachsteuerung ausgestattet und besitzt hierfür vier kleine Löcher auf der Oberseite des Geräts, die aber nur beim genaueren Hinsehen zu erkennen sind und optisch keineswegs stören. Sobald Alexa mit dem Aktivierungswort angesprochen wird, leuchtet ein LED-Ring auf der Oberseite blau um zu signalisieren, dass die Sprachassistentin zuhört. Zum Schutz der Privatsphäre kann Alexa auch jederzeit deaktiviert werden, indem das Mikrofonsymbol auf dem Touch-Bedienfeld berührt wird.

Sprachbefehle wurden in der Regel zuverlässig erkannt – auch in größeren Räumen und selbst dann, wenn gleichzeitig Musik gespielt wurde. Im direkten Vergleich zu einem Echo Lautsprecher kann der Orbi Voice hinsichtlich der Erkennungsrate problemlos mithalten, zumindest konnten wir in unserem Test keinen signifikanten Unterschied feststellen. Natürlich ist auch die Steuerung von Smart Home-Geräten über Alexa problemlos möglich.

Praktisch fanden wir in unserem Test den Netgear Alexa Skill, mit dem ihr beispielsweise über Alexa ein Gastnetzwerk aktivieren oder das Orbi-System neu starten könnt.

Der blaue LED-Ring signalisiert, dass Alexa gerade zuhört.

Kleinere Einschränkungen gibt es allerdings hinsichtlich des Funktionsumfangs von Alexa. So ist es beispielsweise nicht mögliche, hausinterne Telefonate mit der „Drop In“-Funktion zu führen und auch der „Aufmerksamkeitsmodus„, mit dem Alexa nach einem Sprachbefehl noch etwas länger zuhört (bei dem Folgebefehl muss dann nicht erneut das Aktivierungswort vorangestellt werden), wird nicht unterstützt.

Fairerweise gibt es diese Einschränkungen nicht nur beim Orbi Voice, sondern bei sämtlichen Alexa-kompatiblen Lautsprechern von Drittherstellern – also beispielsweise auch beim Sonos One oder dem Sonos Beam. Bleibt zu hoffen, dass Amazon die noch fehlenden Alexa-Funktionen bald auch für die Lautsprecher von Drittherstellern freigibt.

Netgear Orbi Voice im Test: Unser Fazit

Wer die Reichweite seines Orbi Mesh-Systems erweitern möchte, erhält mit dem Orbi Voice einen Satelliten, der zusätzlich als „Alexa-Lautsprecher“ eingesetzt werden kann. Bedienung und Verarbeitung sind tadellos, angesichts des relativ hohen Preises haben wir allerdings eine bessere Klangqualität erwartet. Dennoch ist der integrierte Lautsprecher mitsamt Alexa eine sinnvolle Zusatzfunktion für den Mesh-Satelliten – die allerdings ihren Preis hat.

Preis und Verfügbarkeit

Der Netgear Orbi Voice Satellit ((RBS40V) ist für rund 300 Euro im Handel (Amazon*) erhältlich. Für den Betrieb wird das Orbi Mesh-System benötigt, das ab rund 120 Euro verfügbar ist.

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Netgear Orbi Voice (RBS40V)

8

Einrichtung & Bedienung

9.0/10

Verarbeitung & Design

9.0/10

Funktionsumfang

9.0/10

Klangqualität

6.0/10

Preis-Leistung

7.0/10

Vorteile

  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • schnelles und zuverlässiges WLAN
  • ansprechendes Design

Nachteile

  • hoher Preis
  • mäßige Klangqualität
  • setzt Orbi Mesh-System voraus
Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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