Sicherheit im Smart Home: Router soll das vernetzte Zuhause schützen

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Mit F-Secure Sense stellt der finnische Sicherheitsanbieter F- Secure eine neue Lösung, die Geräte mit Internetanschluss zu Hause schützen soll.

Gegen Ende 2017 werden privaten Anwender mehr als 5,2 Milliarden vernetzte Geräte (IoT-Systeme) betreiben, so eine Studie von Gartner. Bis 2020 wird sich diese Zahl mit mehr als 12,8 Milliarden vernetzten Systemen sogar mehr als verdoppeln.

Regelmäßig werden Attacken gegen IoT-Systeme gemeldet – so waren erst im letzten Monat etwa die Überwachungskameras des Unternehmens Foscam betroffen. Angreifer konnten die Schwachstellen nutzen, um die Kontrolle über die Kamera zu übernehmen, auf das Videobild zuzugreifen und DDoS-Attacken auf andere Geräte durchzuführen. Nicht zuletzt die Attacken der Ransomeware WannaCry und Petya haben in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt, dass das Thema IT-Sicherheit ganz oben auf der Agenda der Hersteller stehen sollte – was aber in vielen Unternehmen ganz offensichtlich nicht der Fall ist.

Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure, fürchtet, dass die Hersteller heutiger vernetzter Produkte die gleichen Fehler machen, die im PC-Umfeld „schon vor 20 Jahren behoben wurden“. Sicherheit wird vielfach zu gering priorisiert, gleichzeitig steigt die Anzahl von verwundbaren Geräten mit Internetanschluss exponentiell. In seinen Vorträgen warnt Hyppönen vor dem Risiko, das vom Internet of Things ausgeht. „Wann immer ein Gerät als ‚smart‘ bezeichnet wird, ist es wahrscheinlich verwundbar“, so Hyppönen.

F-Secure Sense: Dieser WLAN-Router soll das Smart Home absichern

Der WLAN-Router Sense soll nun das vernetzte Zuhause absichern und setzt dafür auf drei Sicherheitsansätze:

  • Der SENSE Router ergänzt bisherigen Schutzprodukte und schirmt die Geräte im Haushalt, vom Desktop-PC über Smart TVs bis hin zu Babyphones, vor digitalen Angriffen und Schadsoftware ab.
  • Die SENSE Cloud nutzt künstliche Intelligenz für die Analyse des Datenverkehrs ins vernetzte Zuhause und soll so gegen IoT-Bedrohungen und Hacking-Angriffe schützen
  • Mit einer Smartphone-App lässt sich das eigene Netzwerk auch von unterwegs verwalten.

F-Secure Sense im Test

Die Kollegen von Golem.de haben sich den WLAN-Router genauer angesehen und in ihrem Testbericht ein – eingeschränkt – positives Fazit gezogen, wenngleich die unzureichenden Konfigurationsmöglichkeiten kritisiert wurden:

Uns gefällt der Ansatz, eine möglichst einfache Nutzererfahrung zu gewährleisten. Für Experten fehlt jedoch der erweiterte Modus in der App oder eine detailliertere Konfigurationsoberfläche als Webinterface. […]

Grundsätzlich ist das Gerät aber ein interessanter Ansatz, um mangelhaft konfigurierte IoT-Geräte in den Griff zu bekommen. Sense ist daher so etwas wie ein Kindergärtner für das Internet of Things, der aber auch den Nutzer an die Hand nimmt – der sich allerdings noch in der Ausbildungsphase befindet und mit mehr Berufserfahrung sicherlich noch nützlicher wird. F-Secure will das Gerät in Zukunft mit weiteren Funktionen ausstatten. Wir sind gespannt.

Golem.de: Router Sense von F-Secure im Test

Preis und Verfügbarkeit

F-Secure SENSE ist seit Juni über die Website von F-Secure zu einem Preis von 200 Euro erhältlich. Das Paket beinhaltet die Hardware sowie die zwölfmonatige Servicepauschale für die Sicherheitssoftware. Nach Ablauf dieses Zeitraums fallen rund 10 Euro pro Monat für die Nutzung des Cloud-Dienstes an.

Herstellervide: F-Secure Sense

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