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Wer ein Smart Home-System kaufen möchte, verliert aufgrund der großen Anzahl an Systemen und Standards schnell die Orientierung. Die Fragen auf dieser Checkliste können dabei helfen, das Smart Home zu planen und ein passendes System auszuwählen.

Frage 1: Welche Funktionen sind mir wichtig?

Zu Beginn steht die Planungsphase: Überlegt euch im Vorfeld möglichst detailliert, welche Funktionen euer Smart Home-System unterstützen soll. Im Alltag können sich Features, die zunächst sinnvoll erscheinen, als überflüssig oder sogar nervig herausstellen. So ist beispielsweise ein Heizsystem, das zu einer bestimmten Uhrzeit die Temperatur reduziert, wenig sinnvoll, wenn das Haus etwa aufgrund von Schichtarbeit zu unterschiedlichen Zeiten verlassen wird.

Die typischen Anwendungsszenarien eines Smart Homes Systems

  • Steuerung der Beleuchtung: Mit Systemen wie Philips Hue kann die Beleuchtung „intelligent“ gesteuert werden.
  • Sicherheit & Überwachung: Tür- und Fenstersensoren, Alarmsirenen und Überwachungskameras (z.B. Netgear Arlo Pro, Reolink Argus oder das neue Security eufyCam E-System) können die Sicherheit in den eigenen vier Wänden erhöhen.
  • Klima & Beschattung: Smarte Heizsysteme wie Tado können durch eine „intelligente“ Heizungssteuerung die Heizkosten reduzieren. Wer Jalousien und Rollläden in sein Smart Home-System einbindet, muss sich nicht mehr um die Verdunklung oder Beschattung kümmern.
  • Unterhaltungselektronik: Mit Systemen wie Logitech Harmony (Amazon*) lässt sich das Heimkino in das Smart Home einbinden: Mit einem Tastendruck auf der Fernbedienung wird nicht nur der Fernseher, sondern auch das Surround System und eine für den Filmabend passende Beleuchtung eingeschaltet. Mit einem Multiroom-Lautsprechersystem wie Sonos kann die Musikauswahl bequem über ein Smartphone oder einem Sprachassistenten erfolgen und die Musik synchron in mehreren Räumen abgespielt werden.
Philips Hue: Mit dem Beleuchtungssystem könnt ihr per App unterschiedliche Lichstimmungen schaffen.

Berücksichtigt bei der Planung auch, dass die Haustechnik möglicherweise auch von Personen bedient werden muss, die kein Smartphone verwenden oder ältere Geräte nutzen, auf dem die Smart Home-App nicht installiert werden kann. Sämtliche Kernfunktionen, wie beispielsweise die Steuerung der Beleuchtung oder des Alarmsystems, sollten auch über klassische Wandschalter (beziehungsweise Displays) möglich sein, damit beispielsweise auch der Babysitter mit dem System zurecht kommt.

In einem Ratgeber haben wir ausführliche Tipps für den Smart Home Einstieg zusammengestellt.

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Frage 2: Wieviel Budget steht zur Verfügung?

Bei der Planung des Smart Home-Systems sollte natürlich auch geprüft werden, was das Smart Home letztendlich kosten darf. Je nach Funktionsumfang, Größe des Hauses etc. ist die Spannweite der Kosten sehr groß: Funkbasierte „Do it Yourself-Lösungen“ Smart-Home Systeme wie Magenta SmartHome oder Homematic sind ab einigen hundert Euro erhältlich, während kabelbasierte Systeme wie KNX schnell mit 10.000 Euro oder mehr zu Buche schlagen (siehe hierzu auch Frage 4: Funk oder Kabel).

Zur groben Orientierung: In einer nicht repräsentativen Umfrage in unserer Smart Home Gruppe auf Facebook gaben 42 Prozent der Befragten an, bis zu 3.000 Euro für ihr Smart Home-System ausgegeben zu haben. 24 Prozent investierten bis zu 1.000 Euro und 13 Prozent haben lediglich einen Betrag bis zu 500 Euro ausgegeben. Mehr Informationen und eine exemplarische Kalkulation findet ihr in unserem Ratgeber zum Thema Smart Home Kosten. Außerdem haben wir Tipps zusammengestellt, mit denen ihr beim Kauf eines Smart Home Systems Geld sparen könnt: Smart Home, aber günstig: Diese Tipps schonen die Haushaltskasse.

Frage 3: Welche Geräte sind bereits vorhanden?

Nicht nur mit Blick auf die Kosten solltet ihr vor dem Kauf eines Smart Home-Systems prüfen, welche Geräte bereits im Haushalt vorhanden sind:

  • Habt ihr bereits vernetzte Geräte, wie beispielsweise Saug- oder Rasenmähroboter im Einsatz? Falls ja, sollen diese Geräte in das Smart Home-System eingebunden werden?
  • Verwendet ihr eine Fritzbox von AVM? Aktuelle Generationen des WLAN-Routers können als Smart Home-Zentrale eingesetzt werden und entsprechend kompatible Heizkörperthermostate oder Zwischenstecker steuern. Ein komplexes Smart Home lässt sich mit den Produkten von AVM zwar bislang noch nicht realisieren, andererseits spart ihr bei dieser Variante die Kosten für eine zusätzliche Smart Home-Zentrale. Falls ihr die Streamingbox Apple TV besitzt, kann dieses Gerät als Zentrale für ein Smart Home basierend auf Apples HomeKit-Plattform verwendet werden (siehe hierzu auch unseren Ratgeber Smart Home mit HomeKit aufbauen)

Diese Geräte könnt ihr auch als Smart Home-Zentrale verwenden

  • AVM Fritzbox
  • Amazon Echo Plus und Echo Show
  • Apple TV
  • Telekom Speedport Smart
AVM Fritzbox: Der WLAN-Router kann auch als Smart Home-Zentrale eingesetzt werden.

Frage 4: Funk oder Kabel?

Die Frage, ob ein Smart Home-System basierend auf einer Funktechnologie aufgebaut oder ein kabelbasiertes System verwendet werden sollte, wird unter Experten immer wieder kontrovers diskutiert. Beide Varianten haben ihre Stärken und Schwächen: Funkbasierte Systeme sind einfach zu installieren und können bei einem Auszug aus der Immobilie mitgenommen werden.

Kabelbasierte Smart Home-Systeme wie KNX oder Digitalstrom können auch größere Immobilien zuverlässig abdecken und sind besser vor Störungen geschützt. Allerdings müssen extra Kabel verlegt werden, was meistens nur bei einem Neubau oder einer Sanierung in Frage kommt. Hinzu kommt, dass diese Aufgabe in der Regel ein Elektriker übernehmen wird, was zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Kurzum: Für denjenigen, der zur Miete wohnt oder eine Bestandsimmobilie smart „nachrüsten“ möchte, dürfte in der Regel ein funkbasiertes System wie Homematic, Homee oder Magenta SmartHome in Frage kommen. Wer gerade einen Neubau oder eine Sanierung plant und ein höheres Budget zur Verfügung hat, sollte auch einen Blick auf kabelbasierte Systeme werfen und entsprechende Angebote einholen.

Frage 5: Mit welchem Sprachassistenten möchte ich das Smart Home-System steuern?

Die Sprachsteuerung von Smart Home-Systemen kann im Alltag wesentlich praktischer sein, als zum Smartphone zu greifen oder sämtliche Räume mit Wanddisplays auszustatten. Mit Blick auf die Sprachsteuerung solltet ihr bei der Planung bedenken, dass das Smart Home-System von Apple (Apple HomeKit) nur mit Siri über ein iPhone, iPad, Mac OS oder der Apple Watch gesteuert werden, während die Sprachsteuerung mit Alexa oder dem Google Assistant bei HomeKit nicht möglich ist.

Zur Zeit bietet Amazons Sprachassistentin Alexa die Größte Unterstützung von Smart Home-Systemen und vernetzten Geräten. Hinzu kommt, dass Amazon eine große Auswahl an Smart Speakern zu vergleichsweise günstigen Kosten anbietet: Der kleine Echo Dot ist bereits für 60 Euro zu haben. Wie ihr euer Smart Home mit Alexa steuern könnt, erläutern wir in unserem Ratgeber Smart Home mit Alexa steuern.

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Bildnachweis Titelgrafik: Stanisic Vladimir / Shutterstock

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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