Elgato Eve Aqua: HomeKit Bewässerungssteuerung im Test

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Seit Wochen regnet es in Deutschland kaum und die Hitze macht den Pflanzen im Garten richtig zu schaffen – eine gute Gelegenheit sich mit einer automatischen Bewässerung für den Garten zu beschäftigen. Wir haben die Bewässerungssteuerung Eve Aqua von Elgato getestet, die Apple HomeKit-kompatibel ist und so auch per App gesteuert werden kann.

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Elgato bietet unter der Bezeichnung „Eve“ verschiedene Geräte an, die sich in das Smart Home System HomeKit von Apple integrieren lassen. Neben der Bewässerungssteuerung „Eve Aqua“ gibt es z.B. auch den Rauchmelder „Eve Smoke“ (-> unser Test), Heizkörper-Thermostate und eine Lampe, die wir ebenfalls getestet haben.

Installation und Einrichtung

Typisch für HomeKit-Geräte ist die sehr einfache Installation und Einrichtung, was auch für den Eve Aqua gilt. Im Lieferumfang des Gerätes befinden sich die zwei benötigten AA-Batterien, ein Adapter mit einem 3/4″-Gewinde (Kunststoff) zum Anschluss an den Schlauch und eine Kurzanleitung.

Um die Batterien einzulegen, zieht man das Gehäuse etwas auseinander und legt die Batterien in das dann sichtbare Fach ein und schiebt das Gehäuse wieder zu. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, wirkt aber recht stabil und ist laut Herstellerangaben wetterfest und UV-beständig.

Gehäuse zum Einlegen der Batterien geöffnet

Gehäuse zum Einlegen der Batterien geöffnet

Nachdem die Batterien eingelegt wurden, geht es an die Verbindung per App. Zur Einrichtung und Steuerung von Elgato Eve Aqua kann entweder die App „Eve“ des Herstellers genutzt werden, oder die Home-App von Apple. Wir haben die Einrichtung über die Eve-App vorgenommen.

Um das Gerät verbinden zu können, muss man sich in Bluetooth-Reichweite befinden. In unserem Test wurde das Gerät innerhalb von wenigen Sekunden angezeigt und konnte anschließend problemlos und schnell mit Hilfe des HomeKit-QR-Codes (Scan des Codes über die Smartphone-Kamera) hinzugefügt werden. Nach der Auswahl (oder Neuanlage) eines „Raumes“, kann man die Bezeichnung für die Sprachsteuerung über Apple’s Siri festlegen. Hier haben wir „Eve Aqua“ gewählt und die Einrichtung damit abgeschlossen.

 

Die Montage des Gerätes am Wasseranschluss im Garten war ebenfalls sehr schnell erledigt: Das Gerät wird einfach an das 3/4″-Gewinde am Wasserhahn geschraubt und der Schlauch unten am Gerät eingesteckt – entweder mit Hilfe des Mitgelieferten „Adapters“, oder durch den eventuell (wie bei uns) schon vorhandenen Schlauchverbinder von Gardena.

Funktionen der Eve Aqua Bewässerungssteuerung

Die Bewässerung kann entweder durch einen Knopfdruck direkt am Gerät, manuell per App, über den Sprachassistenten Siri oder per Zeitplan gestartet werden. Es kann eine „Standarddauer“ für die Bewässerung angegeben werden, nach derer das Ventil automatisch wieder geschlossen wird, wenn die Bewässerung manuell gestartet wurde.

Die Eve-App zeigt in der Detailansicht des Gerätes verschiedene Informationen an. So wird der aktuelle Status der Bewässerung (ein/aus) angezeigt, einen eventuell vorhandenen Zeitplan, die eingestellte Standarddauer, als auch der geschätzte Wasserverbrauch. Der Wasserverbrauch wird anhand der gemessenen Laufzeit der Bewässerung und der einstellbaren Durchflussmenge berechnet.

 

Es können unterschiedliche Programme zur Bewässerung eingerichtet werden, wobei jedes Programm bis zu 4 Bewässerungen (jeweils Uhrzeit und Dauer) enthalten kann. Jedes Programm lässt sich dann an einzelnen Wochentagen oder an allen Tagen ausführen.
Man kann also z.B. ein Programm einrichten, das jeden Mittwoch und Samstag um 19:30 Uhr die Bewässerung für 20 Minuten einschaltet und um 05:30 Uhr für 45 Minuten.

Erfahrungen in der Praxis

„Eve Aqua“ hatte direkt nach der Einrichtung bei uns zunächst Probleme mit dem eingerichteten Programm zur automatischen Bewässerung. Laut Zeitplan sollte das Gerät Samstags um 19:30 Uhr eigentlich die Bewässerung starten. In der Statusanzeige der App wurde jedoch am Samstag die nächste Bewässerung laut Zeitplan für “ Morgen“ angezeigt – also für den Sonntag. Als dann am Samstag um 19:30 Uhr tatsächlich die Bewässerung nicht gestartet wurde, haben wir das Programm noch einmal entfernt und neu eingerichtet. Anschließend wurde der Zeitplan korrekt angezeigt,  pünktlich gestartet und wieder gestoppt.

Wir vermuten, dass sich das Gerät direkt nach der Inbetriebnahme noch nicht auf das aktuelle Datum/Uhrzeit eingestellt hatte und somit dann im eingestellten Zeitplan durcheinander gekommen ist. Beim zweiten Versuch den Zeitplan einzustellen hatte sich das Gerät vermutlich zwischenzeitlich  aktualisiert.

Abgesehen von diesem kleinen Problem beim ersten Test der Zeitpläne hat die Eve Aqua-Steuerung problemlos und zuverlässig funktioniert, auch über Siri („Schalte Eve Aqua ein“).

Elgato Eve Aqua angeschlossen

Elgato Eve Aqua angeschlossen

 

Da wir über kein aktuelles Apple TV, Apple Home und kein geeignetes iPad verfügen, konnten wir den Remote-Zugriff nicht testen. Wer ein solches Gerät besitzt und als Zentrale für Apple HomeKit eingerichtet hat, kann Eve Aqua auch aus der Ferne per App steuern. Hier ist zu beachten, das die Blutooth-Reichweite von Eve Aqua laut einigen Rezensionen bei Amazon möglicherweise nicht ausreicht, um sich mit der HomeKit-Zentrale zu verbinden. Die HomeKit-Zentrale sollte sich also möglichst in der Nähe des Wasseranschlusses befinden, an dem Eve Aqua montiert wurde. In unseren Tests hat die Verbindung zum Gerät an der Außenwand im Erdgeschoss jedoch fast im gesamten Erdgeschoss funktioniert (bis zu ~10 Meter) – in der 2. Etage dann jedoch nicht mehr.

Als reines HomeKit-Gerät gibt es für die Bewässerrungssteuerung Eve Aqua keine Android-App.

Fazit: Elgato Eve Aqua Bewässerungssteuerung im Test

„Eve Aqua“ funktionierte in unseren Tests zuverlässig, nachdem das einmalig aufgetretene Problem mit dem Zeitplan behoben wurde. Wer schon HomeKit-Geräte einsetzt und keine Steuerung vom Android-Smartphone aus benötigt, kann Eve Aqua problemlos in Apple HomeKit integrieren und die Bewässerung im Garten zuverlässig steuern.

Da es für Apple HomeKit aber noch keine Sensoren zur Messung der Bodenfeuchtigkeit gibt, würde Eve Aqua derzeit die Bewässerung auch dann starten, wenn es gerade regnet. Auch eine Berücksichtigung der lokalen Wettervorhersage, die ja automatisch online abgerufen werden könnte, gibt es aktuell noch nicht.

Der Preis von aktuell knapp 100€ ist aus unserer Sicht recht hoch angesetzt. Einen einfachen Bewässerungscomputer mit Zeitplan-Funktion gibt es z.B. von Gardena ab ca. 40€ bei Amazon* – dann natürlich ohne Bluetooth/HomeKit und App aber mit Anschlussmöglichkeit für einen Bodefeuchte- und Regensensor.

Elgato Eve Aqua ist für rund 100 Euro, z.B. bei Amazon* erhältlich.

Letzte Aktualisierung am 17.11.2018 um 23:44 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Elgato Eve Aqua im Test

8.2 Empfehlenswert

Eve Aqua lässt sich einfach und schnell einrichten und steuert die Bewässerung zuverlässig. Es fehlt derzeit an HomeKit Bodefeuchte- oder Regensensoren, um Eve Aqua wirklich "smart" einzusetzen. Der Preis von aktuell ca. 100€ ist zu hoch angesetzt.

  • Einrichtung 10
  • Bedienung 9
  • Design & Verarbeitung 9
  • Funktionsumfang 7
  • Preis-Leistung 6
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1 Kommentar

  1. Pingback: Smart Week gestartet: Bosch Außenkamera, HomeKit-Produkte, Netatmo Wetterstation und mehr im Angebot - Housecontrollers

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