Testbericht: Staubsauger-Roboter iRobot Roomba 630 in der Praxis

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Beim Staubsauger-Roboter „Roomba 630“ handelt es sich um eines der günstigeren „Einstiegsmodelle“ von iRobot. Wir haben das Gerät nun seit zwei Wochen im Test und wollen prüfen, wie sich der Roboter im Alltag schlägt.

iRobot Roomba 630

iRobot Roomba 630 mit Ladestation

Funktionen & Ausstattung

Der Roomba wird im Paket mit einer „Virtual Wall“ (betrieben durch Batterien) geliefert, mit der man den Roboter daran hindern kann, bestimmte Bereiche zu befahren – z.B. raus aus dem Zimmer in den Flur, oder jetzt zur Weihnachtszeit in die gerade aufgebaute Krippe unter dem Weihnachtsbaum. Die Begrenzung funktioniert dabei durch einen Infrarot-Strahl, den der Roboter nicht durchfährt. Im Paket befindet sich außerdem natürlich die Ladestation, ein Netzteil, ein Ersatz-Luftfilter, sowie ein kleines „Reiningungstool“, das eine einfache Reinigung der Bürsten ermöglichen soll.

 

iRobot Roomba 630

iRobot Roomba 630 – Ansicht von unten mit gefülltem Schmutzbehälter

Reinigungssystem des Staubsauger-Roboters

Der Roomba 630 besitzt zur eigentlichen Reinigung an der Unterseite zwei sich drehende Bürsten-Rollen, die den Schmutz vom Boden aufnehmen und Richtung Behälter wirbeln. Dabei arbeitet eine der Bürsten (mit Gummilippen) gegenläufig, so dass diese alles auffängt, was die erste Bürste verpasst oder verliert und wieder Richtung Haupt-Bürste wirft. Klingt kompliziert, funktioniert aber in der Praxis tatsächlich besser als zunächst erwartet.

Zusätzlich arbeitet im Gerät ein Staubsauger, der den Schmutz dann letztlich in den Auffangbehälter saugt. An der rechten Seite befindet sich zusätzlich eine kleine Bürste, die ähnlich einer Kehrmaschine alles Richtung Hauptbürste unter das Gerät schleudert und so auch gut an Fußleisten vorbei und in den Zimmerecken reinigen kann. Der Roomba nimmt dabei nicht nur Staub und Krümel auf, sondern kam in unserem Test auch gut mit Katzenhaaren zurecht. Unterschiedliche Böden (glatte Böden oder Teppich) werden erkannt und dann entsprechend die seitliche rotierende Bürste z.B. auf Teppich gestoppt.

Reinigungsvorgang

Durch einen Druck auf die Taste „Clean“ startet man den Reinigungsvorgang. Der Staubsauger-Roboter fährt dann im Rückwärtsgang mit original „LKW-Rückwärtsgang-Warnsignal“ von der Ladestation und dreht sich anschließend. Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Welche erste Richtung er sich dabei aussucht, war für uns nicht zu erschließen – vermutlich fährt er einfach zufällig in eine Richtung, bis er an ein Hindernis stößt. Dann fährt er Wände entlang, umkreist Stuhlbeine und arbeitet sich durch den Raum.

Die „Orientierung“ scheint recht gut zu klappen, auch wenn das teilweise etwas chaotisch wirkt – am Ende erwischt er doch den ganzen Raum. Das er dabei Bereiche mehrfach abfährt ist erwünscht. Findet der Roomba nämlich eine besonders schmutzige Stelle, fährt er langsamer oder überfährt diese mehrfach hintereinander. Hindernisse werden während der Fahrt zum einen durch Abstandssensoren erkannt, zum anderen durch Stoß-Sensoren spätestens dann, wenn er dagegen stößt – das allerdings recht sanft. Selbst die gefüllte Wasserschale für die Katzen wurde in unseren Tests nicht so hart erwischt, dass sie übergeschwappt wäre. Sehr leichte Teppiche oder Fußmatten schiebt, bzw. zieht er jedoch schon mal durch den Raum – auch Kabel sollte man besser in Sicherheit bringen, auch wenn er sich ganz gut selbst befreien kann („Anti-Tangle-Technologie“)

Gleich bei unserem ersten Test gab es eine kleine Überraschung, was die Reinigungsleistung angeht: Der Roomba durfte nämlich seinen ersten Auftrag im Erdgeschoss erledigen, dass gerade frisch gesaugt und gewischt war – und trotzdem hat er noch einiges an Staub und Krümeln „gefunden“, die entweder bei der eigenen Reinigung übersehen oder nicht erreicht werden konnten.

Damit man sich eine bessere Vorstellung davon machen kann, wie das in der Praxis aussieht, haben wir den Roomba in Aktion gefilmt:

Preis

Der Roomba 630 liegt im Handel bei aktuell 299.-. Die größeren Modelle (mehr Funktionen, mehr Zubehör) enden preislich bei ca. 700.-. Bei Amazon und auf der Webseite vom Hersteller iRobot findet man eine praktische Übersichtskarte mit allen Modellen, Funktionen und Zubehörteilen.

Fazit unseres Roomba 630 Tests

Der Roomba 630 kann einen normalen Staubsauger nicht vollständig ersetzen. An besonders schwierige Stellen kommt er nun mal nicht alleine – auch auf etwas höhere Teppiche schafft er es nicht. Aber als Hilfe für „zwischendurch“ bzw. als Ergänzung ist das Gerät tatsächlich sehr nützlich und reinigt sehr viel besser als wir erwartet haben.

Weitere Informationen gibt’s direkt auf der Seite des Herstellers iRobot.

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9 Kommentare

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  6. Ich habe mittlerweile auch einen Roomba bei mir zu Hause, obwohl ich nie gedacht hätte, mir mal einen für die Wohnung zu kaufen. Im Grunde kann man ja alles auch mit dem Bodenstaubsauger erledigen und im Zweifelsfalle auch noch schneller, aber die Anschaffungskosten haben sich für mich inzwischen definitiv gelohnt. Wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und nicht noch extra selbst Staub saugen muss, ist das schon ein Zugewinn an Lebensqualität, gerade auch wenn man Haustiere hat, die stark haaren und dann täglich sauber gemacht werden muss.

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