Der Mähroboter Compact 400RiS von Yard Force bietet sich für Gartenflächen bis zu 400 Quadratmeter an, lässt sich mit einer App steuern und soll mit seinen Ultraschallsensoren zuverlässig Hindernisse erkennen. Wir haben den Roboter für euch getestet.

Lieferumfang und Inbetriebnahme

Neben dem Mähroboter findet ihr die Ladestation, Ersatzmesser und den 100 Meter langen Begrenzungsdraht mitsamt der Erdspieße im Lieferumfang. Der Roboter macht einen robusten Eindruck und ist sauber verarbeitet. Der rot-orange Farbton ist sicherlich Geschmackssache – wir finden die Signalfarbe mit Blick auf die Sicherheit gut gewählt.

Bevor uns der Roboter Arbeit abnehmen kann, müssen wir erstmal selbst Hand anlegen und den Begrenzungsdraht verlegen, damit der Yard Force versteht, wo die Wiese aufhört und ein Weg oder ein Blumenbeet beginnt. Das ist recht aufwendig, lässt sich aber auch bei den meisten Konkurrenzprodukten nicht vermeiden: Mähroboter, die ohne Begrenzungsdraht auskommen, gehören nach wie vor zu den Exoten.

Die Konfiguration des Mähroboters mit der CloudHawk-App des Herstellers gestaltete sich etwas komplizierter: Es musste neben der E-Mail-Adresse auch zwingend eine Telefonnummer hinterlegt werden – ein Umstand, auf den in der App leider nicht verständlich hingewiesen wurde. Nachdem wir diese Hürde genommen hatten, konnten wir problemlos die gewünschten Wochentage und Zeiten hinterlegen, an denen der Yard Force seine Arbeit verrichten soll.

Bedienung und Funktionsumfang

Der Mähvorgang kann sowohl über die App, als auch über Tasten auf dem Gerät gestartet oder gestoppt werden. Zusätzlich befindet sich für den Fall der Fälle eine große, rote Stop-Taste auf dem Gerät – ein klarer Pluspunkt mit Blick auf die Sicherheit. Wer Zeitpläne einrichten oder verändern möchte, muss allerdings zwingend zum Smartphone greifen.

Die aktuelle Version der App konnte uns in unserem Test noch nicht vollständig überzeugen. Hier stehen zwar alle wichtigen Funktionen zur Verfügung, allerdings brach trotz ausreichender WLAN-Abdeckung immer mal wieder die Verbindung zum Mähroboter ab. Die Übersetzung der App wirkt stellenweise wie mit der heißen Nadel gestrickt. Wirklich dramatisch sind diese Punkte aus unserer Sicht aber nicht, da die meisten Anwenderinnen und Anwender die App primär zur Einrichtung verwenden werden – eine regelmäßige oder gar tägliche Nutzung dürfte eher die Ausnahme sein.

Die App wirkt etwas überladen und ist teilweise nicht intuitiv aufgebaut.

Pluspunkte gibt es für die Ultraschallsensoren, die Hindernisse erstaunlich zuverlässig erkennen. Etwas größeres Spielzeug, wie beispielsweise ein auf der Wiese liegendes Kuscheltier, wurde erkannt und umfahren.

Der Mähroboter ist mit seinen Signalfarben kaum zu übersehen. Auf der Oberseite befinden sich das Tastenfeld für die Bedienung, die große Stopp-Taste und das Rad, mit dem die Schnitthöhe eingestellt wird.

Ein Regensensor gehört bei Mährobotern mittlerweile fast schon zum Standard und ist auch bei dem Yard Force Compact 400RiS verbaut. Sobald der Roboter Regen registriert, kehrt er zur Ladestation zurück. In unserem Test hat das gut funktioniert. Im Alltag sorgt der Sensor für einen geringeren Reinigungsaufwand: Nasses Gras würde auf der Unterseite des Geräts verkleben und verklumpen und müsste dann manuell entfernt werden.

Mähergebnis und Mähverhalten

Der Roboter mäht euren Rasen nach dem Chaosprinzip. Die Fläche wird also nicht Bahn für Bahn abgefahren, stattdessen fährt der Roboter wie die Konkurrenzprodukte auch die Fläche mehr oder weniger nach dem Zufallsprinzip ab. Das sieht recht unkoordiniert aus (ist es ja auch), dennoch war die Wiese nach einigen Einsätzen des Yard Force vollständig und gründlich gemäht.

Der bürstenlose Motor sorgte für ein einwandfreies Schnittbild, wobei sich die Schnitthöhe am Gerät zwischen 20 – 55 Millimeter frei einstellen lässt. Der integrierte Akku hält ca. 80 Minuten lang durch, danach geht es für 60 Minuten zurück an die Ladestation.

Die Rückkehr zur Ladestation hat in unserem mehrtägigen Test reibungslos funktioniert.

Dank des guten Reifenprofils der vier Räder schafft der Roboter recht mühelos Steigungen von bis zu 30 Prozent. Auch bei der Rückkehr zur Ladestation gab es in unserem Test keine Probleme: Der Roboter machte sich rechtzeitig auf den Weg und dockte zuverlässig zum Aufladen an. Der Motor des Geräts ist in unmittelbarer Nähe zum Gerät deutlich zu hören, Nachbarn sollten sich aber von dem Betriebsgeräusch nicht gestört fühlen – zumal der Geräuschpegel im Vergleich zu einem klassischen Rasenmäher natürlich deutlich geringer ist.

Yard Force Compact 400RiS: Ein “Kamm” auf der Unterseite (vorne und hinten) sorgt für ein gutes Mährergebnis.

Sicherheit des Mähroboters

In unserem Test hat der Yard Force zuverlässig vor Hindernissen, wie etwa Schuhen, gestoppt. Sobald wir das Gerät während des Betriebs anhoben, stoppte das Gerät den Motor – genau so soll es sein. Lobenswert ist die weiter oben bereits erwähnte große rote Stop-Taste, die im Fall der Fälle schnell gedrückt werden kann.

Ob die Sicherheitsvorkehrungen in jedem Fall greifen, können wir aber abschließend nicht beurteilen. Deshalb an dieser Stelle die ausdrückliche Empfehlung, den Mähroboter nur dann einzuschalten, wenn sich keine kleinen Kinder oder Tiere auf der Rasenfläche befinden. Außerdem sollte ein Mähroboter nur tagsüber seine Arbeit verrichten, da nachts möglicherweise Igel auf dem Rasen unterwegs sind, die unter Umständen verletzt werden können.

Grundsätzlich solltet ihr immer im Hinterkopf behalten, dass sich auf der Unterseite des Geräts scharfe, schnell rotierende Messer befinden und Verletzungen trotz Sicherheitsfeatures nie gänzlich ausgeschlossen werden können. In einem Ratgeber haben wir weitere Tipps und Hinweise zur Sicherheit von Mährobotern zusammengestellt.

Yard Force Compact 400RiS im Test: Fazit

Der Yard Force Compact 400RiS mäht zuverlässig den Garten und bietet mit seinen Ultraschallsensoren und der großen Stopptaste ein Plus an Sicherheit. Das Schnittbild ist einwandfrei und der Regensensor sorgt dafür, dass das Gerät seltener gereinigt werden muss. Punktabzug gibt es für die App, die teilweise nicht intuitiv aufgebaut ist und gelegentlich die Verbindung zum Mähroboter verliert.

Der Yard Force Compact 400RiS ist für rund 500 Euro im Handel erhältlich. Bei dem Händler Geek Buying, der uns freundlicherweise das Gerät für den Test zur Verfügung gestellt hat, ist der Mähroboter aktuell für rund 528 Euro erhältlich.

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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