Honeywell HR25-Energy: Zeitgesteuertes Heizkörperthermostat im Test

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Mittlerweile sind verschiedene Lösungen erhältlich, mit denen Ihr Eure Heizung via WLAN und Smartphone-App fernsteuern könnt. Exemplarisch kann hier beispielsweise das System MAX! des Herstellers Xavax aufgeführt werden. Diese Systeme sind sicherlich praktisch und bieten sich insbesondere für Personen an, die häufig zu unterschiedlichen Uhrzeiten nach Hause kommen – unterwegs kann dann bequem die Heizung eingeschaltet werden, damit es zu Hause schön warm ist.

Der Haken bei diesen vernetzten Lösungen ist nach wie vor der Preis: Das Starterset MAX! kostet beispielsweise rund 170 Euro. Im Paket sind zwei Heizkörperthermostate enthalten, was in den meisten Fällen nicht ausreichen dürfte. Für jedes weitere Thermostat werden weitere 30 Euro fällig.

Günstiger sind zeitgesteuerte Heizkörperthermostate. Bei dieser Variante wird jedes Thermostat mit einem Zeitprofil hinterlegt (z.B.: Diese Heizung zwischen 18:00 und 22:30 Uhr aufdrehen, danach wieder absenken). Steuerungsmöglichkeiten via Smartphone / Internet fehlen zwar, dafür werden aber nur die jeweiligen Thermostate und keine teure Steuerungseinheit benötigt.

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Honeywell HR25-Energy: Das zeitgesteuerte / programmierbare Heizkörperthermostat im Test (Foto: Honeywell)

Wir haben uns das Produkt Honeywell HR25-Energy in einem kurzen Test einmal genauer angesehen. Das programmierbare Heizkörperthermostat ist aktuell für rund 28 Euro im Handel erhätlich und soll eine Heizkostenersparnis von bis zu 30% ermöglichen.

Erster Eindruck / Verarbeitung und Montage

Das Thermostat besitzt ein großes Display und drei große Bedienungstasten. Das HR25-Energy ist natürlich etwas größer als ein „normales“ Thermostat, es wirkt allerdings nicht klobig. Das silberne Drehrad, mit dem die Tastatur geregelt wird, ist allerdings Geschmackssache: Wirklich dezent sieht es nicht unbedingt aus.

heizkoerperthermostat

Das HR25-Energy besitzt ein großes Display, auf dem die Temperatur gut abgelesen werden kann. Auch die großen Bedientasten überzeugen, während das silberne Bedienungsrad Geschmackssache ist.

Tipp: Der Hersteller bietet mit dem HR20-Style ein Produkt mit einem fast identischen Funktionsumfang an, das ein dezenteres weißes Steuerrungsrad besitzt. Diese Variante ist mit rund 25 Euro sogar günstiger, hat allerdings auch ein kleines Display.

Die Montage ist schnell erledigt: Einfach das vorhandene Thermostat von der Heizung abschrauben und das Honeywell HR25-Energy anbringen. Ihr soltet Euch jedoch vorher informieren, ob Eure Heizkörper mit dem HR25-Energy kompatibel sind. Unterstützt werden u.a. Heizungen der Hersteller Honeywell, Braukmann, MNG, Heimeier, Danfoss und Oventrop. Zusätzliche Adapter sind optional erhältlich.

Einrichtung und Funktionsumfang

Die Heiz-, beziehungsweise „Sparzeiten“ (abgesenkte Temperatur) können für jeden Tag individuell eingerichtet werden. So kann mit dem Thermostat beispielsweise automatisch morgens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr sowie Abends zwischen 18:00 und 23:00 Uhr geheizt werden. Dabei kann für jeden einzelnen Wochentag ein eigener Tagesablauf hinterlegt werden, damit es beispielsweise am Wochenende auch dann im Badezimmer warm ist, wenn man später aufgestanden ist. Dabei werden bis zu sechs Schaltzeiten für jeden Wochentag unterstützt.

Die Programmierung, beziehungsweise Einrichtung der Zeitsteuerung ist relativ simpel, allerdings nicht völlig selbsterklärend – ein kurzer Blick in die beiligende Anleitung ist also notwendig.

Natürlich kann die Temperatur auch jederzeit manuell gesteuert werden. Zusätzlich steht eine ECO-Taste zur Verfügung, mit der die Temperatur nochmals um 3°C abgesenkt wird. Für die Stromversorgung werden übrigens zwei Mignon-Batterien (AA) benötigt, die leider nicht im Lieferumfang enthalten sind.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Gerät spart Energie und senkt damit Heizkosten
  • einfache Montage
  • großes Display und große Bedientasten
  • einfache Einrichtung
  • Thermostat ist mit vielen Heizkörpern kompatibel

Nachteile

  • keine Steuerung über Smartphone / PC möglich (nur zeitgesteuert und direkt am Gerät)
  • keine Batterien im Lieferumfang
  • Design könnte etwas dezenter sein

Fazit

Das Honeywell HR25-Energy bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Der Einspareffekt hängt natürlich davon ab, ob sämtliche Heizkörperthermostate bislang immer manuell im Haushalt bedient wurden, oder ob beispielsweise häufiger die Heizkörper tagsüber voll aufgedreht bleiben, obwohl sich keine Personen im Haushalt befinden – in diesem Fall würde das HR25-Energy zuverlässig dafür sorgen, dass die Temperatur um einige Grad abgesenkt wird.

Übrigens ist es nicht empfehlenswert, die Heizkörper in der „Sparzeit“ ganz auskühlen zu lassen – für die Aufwärmphase würde dann zu viel Energie verbraucht, was die Einsparung wieder zunichte macht.

Alternativen zum Honeywell HR25-Energy

Wer seine Heizkörper nicht nur zeitgesteuert, sondern auch mit seinem Smartphone bedienen mächte, kann zu der oben bereits erwähnten Lösung MAX! von Xavax greifen (170 Euro für das Starterset).

Für Besitzer einer Buderus Heizung gibt es das Gateway Logamatic web KM200 (rund 230 Euro), das ebenfalls die Steuerung via Smartphone (aktuell nur iPhone / iOS) ermöglicht (siehe auch: Buderus-Heizung mit dem iPhone fernsteuern).

Wer auf die Hausautomatisierungsplattform RWE SmartHome setzt, kann sein System mit Heizkörperthermostaten erweitern (das RWE SmartHome Heizkörperthermostat RST kostet rund 45 Euro), die anschließend drahtlos gesteuert und mit weiteren SmartHome-Komponenten verbunden werden können.

Eure Meinung

Was ist Eure Meinung zu programmierbaren Heizkörperthermostaten? Lohnt sich der Kauf? Konntet Ihr mit diesem oder ähnlichen Produkten Eure Heizkosten reduzieren? Wer von Euch hat Erfahrungen mit dem Honeywell HR25-Energy? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

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4 Kommentare

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