Wer eine Wärmepumpe kaufen möchte, muss sich auch im kommenden Jahr auf lange Lieferfirsten einstellen: Die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot.

Rund 350 000 neue Wärmepumpen sollen 2023 laut dem Bundesverband Wärmepumpe gebaut und montiert werden. Bei den prognostizierten 230.000 neuen Geräten im laufenden Hahr wäre das ein Plus von beeindruckenden 52 Prozent. Treiber der Entwicklung sind wenig überraschend die massiv gestiegenen Gas- und Ölkosten in Folge des Kriegs in der Ukraine.

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Der Fachkräftemangel bei Handwerkern und anhaltender Materialmangel dürften nach Einschätzung des Branchenverbands den Hochlauf allerdings ausbremsen. Aktuell liegt die Wartezeit auf neue Geräte zwischen einem halben und einem Jahr. Die Lieferschwierigkeiten dürften auch im kommenden Jahr anhalten: Laut dem Branchenverband waren die bisherigen Produktionskapazitäten auf rund 150 000 Geräte im Jahr ausgelegt, die Nachfrage liege allerdings schon jetzt im Bereich von 500 000 Geräten.

Die Hersteller bauen zwar ihre Kapazitäten für den Bau von Wärmepumpen deutlich aus, mit Blick auf den Materialmangel geht der Verband aber davon aus, dass es weiterhin so längeren Wartezeiten kommen wird.

Wärmepumpe: Jetzt kaufen oder Entwicklung abwarten?

Die Entscheidung für den Kauf einer Wärmepumpe sollte mit Blick auf die hohe Investitisionssumme nicht überstürzt getroffen werden. Wir empfehlen, zunächst gründlich prüfen zu lassen, ob die eigene Immobilie für den Umstieg auf eine Wärmepumpe überhaupt geeignet ist.

Relevante Faktoren sind etwa die Größe und Art der Heizkörper (siehe dazu unseren Ratgeber Wärmepumpe: Diese Heizkörper sind geeignet), das Baujahr des Hauses und die Frage, wie gut das Objekt gedämmt ist. Eine gute Nachricht für Besitzer von älteren Immobilien: In vielen Fällen können Wärmepumpen auch im Altbau effizient betrieben werden – eine Sanierung ist nicht unbedingt notwendig.

Zudem sollte vor dem Wechsel des Heizsystems geprüft werden, welche staatlichen Förderprogramme anbeoten werden, um die Kosten zu senken. Auch hier gibt es eine gute Nachrichten: Auch im kommenden Jahr gibt es für die Anschaffugn einer Wärmepumpe staaatliche Zuschüsse, siehe dazu unseren Beitrag Wärmepumpen-Förderung 2023: Was ändert sich?

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Bildnachweis Titelgrafik: Bundesverband Wärmepumpe e.V.

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Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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