Eine Heizung, die sich von selbst einschaltet, oder vernetzte Beleuchtungssysteme, die den Eindruck erwecken, jemand sei zu Hause: Ein Smart Home macht das Wohnen sicher und komfortabel. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen ihr Zuhause entsprechend umgestalten möchten. Aber wie gelingt die Finanzierung des vernetzten Zuhauses?

Die Digitalisierung und intelligente Steuerung des Zuhauses wird immer beliebter. Laut einer Studie der PSD Bank Nord eG haben elf Prozent der Befragten innerhalb der letzten zwölf Monate in Smart-Home-Technik investiert, 17 Prozent wollen auf- oder umrüsten. Wer sein Heim smarter gestaltet, profitiert jedoch nicht nur in Hinblick auf Sicherheit, Energieeffizienz oder Komfort, sondern kann den Wert seiner Immobilie steigern.

Die Kosten eines Smart Homes können sehr unterschiedlich ausfallen und hängen vom Umfang des Systems ab. Die Basisausstattung beinhaltet in der Regel eine Zentrale sowie Zusatzgeräte wie Zwischenstecker, Tür- und Fenstersensoren, Heizungsthermostate oder Überwachungskameras. Funkbasierte Systeme sind in der Regel günstiger als Systeme, bei denen die Verkabelung fest im Haus installiert ist. Kabelbasierte Systeme bieten jedoch eine höhere Zuverlässigkeit und kämpfen nicht mit einer eingeschränkten Funkreichweite, die in größeren Häusern schnell ein Problem darstellen kann.

Für komplexere Smart Homes mit Zuschaltung einer Solar- oder Photovoltaikanlage sowie einer smarten Wallbox können die Kosten schnell bei 50.000 Euro oder mehr liegen. Das wirkt sich laut der KVB Finanz auch auf die Finanzierungswünsche von Hausbesitzern aus.

Wer sein Eigenheim in ein Smart Home verwandeln möchte, kann seine Ersparnisse anbrechen oder einen Immobilienkredit in Anspruch nehmen. In der Regel empfiehlt es sich, die Planung eines Smart Homes sowie Anschaffungs- und Installationskosten bereits so früh wie möglich beim Hausbau einzubeziehen, um einen späteren Mehraufwand zu vermeiden. In der Regel kann alles, was zum Bereich Haustechnik gehört, über eine Baufinanzierung abgedeckt werden. Das gilt sowohl für einen Neubau, der von vornherein eine solche Ausstattung vorsieht, als auch für den Kauf eines älteren Hauses, bei dem sich solche Wünsche erst nach der Fertigstellung ergeben.

Doch selbst für die Nachrüstung einer Smart-Home-Lösung kann sich ein Baudarlehen anbieten, das sich aufgrund seiner geringen Zinssätze und der langen Laufzeiten lohnen kann. Eigenheimbesitzer, die noch einen laufenden Hauskredit bedienen, müssen nicht auf ihr Smart Home verzichten, sondern können die Kosten für die Nachrüstung mit einer Nachfinanzierung abfangen. Dabei handelt es sich um einen weiteren Kredit zur bestehenden Immobilienfinanzierung, der mit einigen Besonderheiten verbunden ist, durch die sich die Kreditgeber zusätzlich absichern. Zudem sind die Zinskonditionen bei einer Nachrangfinanzierung möglicherweise anders.

Zu beachten ist in jedem Fall, dass eine Baufinanzierung erst ab Summen von 50.000 Euro bewilligt wird. Für Umbaumaßnahmen, die unter diesem Wert liegen, ist dagegen ein Modernisierungskredit empfehlenswert, der günstigere Zinsen als ein Ratenkredit hat. Zusätzlich sollten Eigenheimbesitzer prüfen, ob das Vorhaben mit staatlichen Fördergeldern unterstützt werden kann.

Bildnachweis Titelgrafik: Adobe Stock / Onephoto

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Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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