Batteriespeicher galten bisher fast ausschließlich als Sache für Eigenheimbesitzer mit eigener PV-Anlage. Der Hamburger Anbieter Rabot Energy will das mit Rabot Flow ändern: einer steckerfertigen Speicherlösung, für die ihr weder einen Elektriker noch die Erlaubnis eures Vermieters braucht. Damit soll sich ein Batteriespeicher erstmals auch in Mehrfamilienhäusern wirtschaftlich lohnen – unabhängig davon, ob ihr eine eigene Solaranlage habt.
Warum der Speicher-Markt bisher an Eigenheimen hing
Der Grund für die bisherige Beschränkung auf Eigenheime lag vor allem an den baulichen Voraussetzungen: Eine feste Speicherinstallation braucht in der Regel Fachpersonal und passende Elektrik – beides ist in Mietwohnungen kaum umsetzbar. Für Mieterinnen und Mieter blieb der Markt dadurch faktisch verschlossen, obwohl gerade sie von schwankenden Strompreisen profitieren könnten.
Nach einer Berechnung auf Basis von Destatis-Daten (Zensus 2022) sowie der Wohnungs- und Haushaltsstatistik geht es dabei um eine Zielgruppe von rund 45 Millionen Menschen in Deutschland – abgeleitet aus 23,5 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bei durchschnittlich 1,9 Personen je Wohnung. Genau diese Gruppe soll mit Rabot Flow jetzt erstmals Zugang zu einer wirtschaftlich nutzbaren Speicherlösung bekommen.
So funktioniert Rabot Flow – und was es kostet
Rabot Flow kombiniert einen dynamischen Stromtarif, ein intelligentes Messsystem und den steckerfertigen Batteriespeicher zu einem System. Eine KI übernimmt laut Rabot Energy die Steuerung: Sie lädt den Speicher, wenn Strom günstig ist oder viel Wind- und Solarstrom verfügbar ist, und gibt die Energie ab, sobald sie im Haushalt gebraucht wird. Nach Unternehmensangaben können eine Million vernetzte Haushalte auf diese Weise bis zu 0,8 Gigawatt Last in Zeiten hoher erneuerbarer Erzeugung verschieben – eine Größenordnung, die Rabot Energy mit der Leistung eines konventionellen Kraftwerksblocks vergleicht.
Der Einstieg beginnt bei rund 400 Euro für einen 2-kWh-Speicher. Je nach Strompreisentwicklung soll sich die Investition laut Hersteller innerhalb von drei bis vier Jahren amortisieren, danach sind Einsparungen von rund 120 Euro pro Jahr möglich.
Mehr Infos dazu findet ihr auf der Website von Rabot.
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