Der Zendure SolarFlow 2400 Pro ist ein modularer Balkonspeicher, der mit bis zu 16,8 kWh Gesamtkapazität, vier MPPT-Ports und einer integrierten Notstromfunktion mehr bietet als viele Konkurrenten in dieser Preisklasse.
Im Test hat uns besonders die unkomplizierte Inbetriebnahme und die Verarbeitungsqualität überzeugt. Mit rund 1.170 Euro inklusive Smart Meter ist das Gerät kein Schnäppchen – angesichts des Funktionsumfangs aber absolut fair kalkuliert.
Kompakte Heimspeicher sind längst kein Nischenthema mehr. Immer mehr Haushalte ergänzen ihre Solaranlage – ob auf dem Dach oder am Balkon – um einen Batteriespeicher, um den selbst erzeugten Strom auch dann nutzen zu können, wenn die Sonne nicht scheint. Der Zendure SolarFlow 2400 Pro richtet sich genau an diese Zielgruppe: Menschen, die ihren Eigenverbrauch erhöhen, Einspeiseverluste reduzieren und gleichzeitig eine gewisse Ausfallsicherheit im Haushalt haben möchten.
Das Gerät startet mit einer integrierten Kapazität von 2,88 kWh und lässt sich durch zusätzliche Batteriemodule auf bis zu 16,8 kWh erweitern. Das macht es sowohl für Einsteiger als auch für alle interessant, die langfristig skalieren wollen – etwa wenn ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe hinzukommt.
Wer bereits eine Dach-PV-Anlage betreibt, ist ebenfalls nicht außen vor: Über einen Smart Meter lässt sich der PV-Überschuss der bestehenden Anlage in den Speicher laden, statt ihn ins Netz einzuspeisen.
Wir haben den Zendure SolarFlow 2400 Pro über mehrere Wochen im Alltag getestet und dabei auf Installation, App-Anbindung, Smart-Home-Integration und Praxistauglichkeit geschaut.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- Modularer Aufbau, skalierbar bis 16,8 kWh
- Vier MPPT-Ports für PV-Module
- Hochwertige Verarbeitung
- Umfassende Sicherheitsfunktionen inkl. Aerosol-Brandschut
- Kompatibel mit gängigen Smart Home-Plattformen
- zuverlässiger Smart Meter Betriebsmodus
Nachteile
- Kein 5-GHz-WLAN Support
- Einrichtung erfordert aufgrund des hohen Funktionsumfangs etwas Einarbeitungszeit
- relativ teuer (Premium-Gerät)
Anzeige / Letzte Aktualisierung am 30.05.2026 um 06:30 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon
Inbetriebnahme und Aufbau
Die Installation läuft nach dem Plug-and-Play-Prinzip: Das Gerät wird über eine normale Schuko-Steckdose eingebunden, PV-Module werden an einen der vier MPPT-Ports angeschlossen. Eine komplizierte Elektroinstallation ist nicht notwendig. Wir hatten das System innerhalb kurzer Zeit in Betrieb.
Eine Frage, die sich in der Praxis schnell stellt: Wo stellt man den SolarFlow 2400 Pro eigentlich auf? Das Gerät sollte vor direkter Hitze und Regen geschützt stehen – Keller, Gartenschuppen oder Garage bieten sich an. Mit Maßen von 32 x 29 x 25 cm und einem Gewicht von rund 28 kg ist das Gerät handhabbar, aber kein Leichtgewicht.
Außerdem benötigt ihr am Aufstellungsort natürlich neben einer Steckdose noch WLAN (Das Gerät benötigt ein 2,4-GHz-WLAN-Netz) oder einen Netzwerkanschluss. Sofern möglich, sollten Plug In-Heimspeicher zudem an einer Steckdose mit einem eigenen Leitungsschutzschalter betrieben werden. Das reduziert das Risiko einer Überlastung, wenn auf demselben Stromkreis weitere leistungsstarke Geräte betrieben werden.
Gut gefällt uns der modulare Aufbau des Systems: Wer später mehr Speicherkapazität benötigt, stapelt einfach weitere Batteriemodule (AB3000L*) auf den SolarFlow – das Prinzip erinnert an Legobausteine, auch wenn die einzelnen Module „etwas“ schwerer ausfallen.

Pro Modul wächst der Speicher um 2,88 kWh, bis zu fünf zusätzliche Einheiten sind möglich. Der Preis für eine weitere Batterie liegt zwischen 500 und 600 Euro.
Über die vier MPPT-Eingänge verarbeitet der SolarFlow 2400 Pro bis zu 3.000 W PV-Leistung. Wer noch mehr Solarleistung anschließen möchte, kann den Notstrom-Port per AC-Kopplung um weitere 1.800 W erweitern – damit wären theoretisch bis zu 4.800 W möglich
Wichtig für den Betrieb in Deutschland: Aus Sicherheits- und regulatorischen Gründen ist die Einspeisung ins Hausnetz auf maximal 800 Watt begrenzt. Das gilt sowohl für das Laden als auch das Entladen – und betrifft den SolarFlow 2400 Pro wie alle anderen Balkonspeicher hierzulande.
Wie sich der SolarFlow 2400 Pro im Alltag verhält, hängt davon ab, welchen Modus ihr in der App aktiviert. Neben dem Smart-Meter-Modus, der den Speicher anhand des tatsächlichen Haushaltsverbrauchs steuert, lässt sich das Lade- und Entladeverhalten etwa auch zeitbasiert konfigurieren – etwa wenn ihr zu bestimmten Uhrzeiten laden oder entladen wollt.
Im Smart-Meter-Modus beginnt der SolarFlow 2400 Pro, sobald morgens die ersten Sonnenstrahlen eintreffen, mit der Arbeit, beginnt der SolarFlow 2400 Pro mit der Arbeit. In unserem Test hat er dabei zuerst die Grundlast abgedeckt und die Einspeisung ins Netz konsequent gegen null geregelt. Tagsüber, wenn hauptsächlich Dauerverbraucher wie WLAN-Router und Überwachungskameras laufen, speichert das System den Überschuss im Akku – ohne dass ihr etwas dafür tun müsst. Sobald der Verbrauch wieder steigt, etwa wenn abends gekocht oder der Fernseher eingeschaltet wird, regelt der Speicher automatisch nach.
Im HouseControllers-Test hat das Zusammenspiel mit dem Smart-Meter-Modus einwandfrei funktioniert: Das System hat die Haushaltslast zuverlässig erkannt und entsprechend reagiert.
Verarbeitung und Sicherheit
Verarbeitungsseitig macht der Zendure SolarFlow 2400 Pro einen sehr soliden Eindruck. Die Materialien fühlen sich hochwertig an, nichts klappert, nichts wirkt billig zusammengesteckt.

Was uns im HouseControllers-Test positiv aufgefallen ist: das umfangreiche Batterieschutzsystem. Dazu gehört auch ein Aerosol-Brandschutzsystem – ein Detail, das in dieser Produktklasse nicht überall zu finden ist und gerade für den Betrieb in geschlossenen Räumen wie Keller oder Garage relevant sein kann.
Der Betrieb ist lautlos. Wer den Speicher in einem Wohnraum aufstellen möchte, wird nicht durch Lüftergeräusche gestört.
App und Bedienung
Die zugehörige App hinterlässt einen guten Eindruck: übersichtlich, gut strukturiert, und sie liefert die wichtigsten Informationen auf einen Blick. Ladeverlauf, aktueller Verbrauch, Speicherstand – alles ist ohne langes Suchen zugänglich.

Die Zendure-App empfängt euch auf der Startseite mit einer stilisierten 3D-Hausansicht, die Solarleistung, Speicherzustand, Heimverbrauch und Netzbezug in Echtzeit zusammenfasst. Darunter zeigt die App laufend Einkommen, CO2-Reduktion und erzeugte Strommenge an. Wer tiefer einsteigen will, tippt auf „Energiefluss“ und bekommt alle aktiven Energiepfade als verbundene Knoten dargestellt: Solarpanel, Akku, Heimnutzung, öffentliches Netz und die Off-Grid-Steckdose – jeweils mit den aktuellen Wattwerten.
Die Energiepläne im Überblick
Das Herzstück der App ist der Bereich „Energieplan“. Die verfügbaren Modi sind in zwei Ebenen unterteilt: eine einsteigerfreundliche Ebene und einen Expertenbereich. Nur ein Modus kann gleichzeitig aktiv sein.
Der ZENKI-Modus ist der KI-gestützte Autopilot. Er zieht Sonnenprognosen, euer Nutzungsverhalten und dynamische Strompreise heran, um Laden und Entladen automatisch zu optimieren – sinnvoll in Kombination mit dem ZenWave-Tarif.
Der automatische Modus arbeitet ähnlich, aber schlanker: Das System passt die Leistungsabgabe anhand der aktuellen Systemkonfiguration an, ohne KI-Prognosen. Laut App für die meisten Alltagsszenarien ausreichend.
Im Expertenbereich stehen drei weitere Modi bereit:
Der Modus für intelligente Stromzähler ist die relevanteste Option für alle, die eine vorhandene Dach-PV-Anlage einbinden wollen. Er liest Sensordaten eines angeschlossenen Smart Meters – etwa eines Shelly Pro 3EM oder des Zendure-eigenen Geräts – und steuert Laden und Entladen dynamisch. Sobald die Rückspeisung ins Netz 50 Watt überschreitet, beginnt der Speicher automatisch zu laden und hält dabei einen Puffer von 50 Watt.
Der Modus für smarte Steckdosen kommt ohne separaten Stromzähler aus. Er kombiniert Daten verbundener Smart-Home-Geräte mit der gemessenen Grundlast, um die Ausgangsleistung anzupassen.
Der Grundlastmodus arbeitet nach einem festen Zeitplan: Ihr legt fest, wann der Speicher mit welcher Leistung entlädt. Kein dynamisches Reagieren – dafür vollständig vorhersehbar. Dieser Modus bleibt aktiv, wenn ihr die Steuerung über Homey übernehmt.
Der Stromtarifmodus orientiert sich ausschließlich an Preisschwellen: Laden bei günstigem Tarif, Entladen bei teurem – ohne das vollständige ZenWave-Ökosystem.
Akkuüberwachung und weitere Einstellungen
Die Akkudetailansicht zeigt jeden angeschlossenen Akkublock einzeln mit Ladestand und Temperatur. In unserem Test waren zwei Module verbunden: eines mit 75 Prozent und 36 Grad Celsius, das zweite mit 73 Prozent und 30 Grad Celsius.
In den Haushaltseinstellungen findet ihr darüber hinaus Optionen für Laststeuerung, Leistungsverteilung, Sicherheitseinstellungen, Basislast- und Ladeeinstellungen sowie die Akkukonfiguration.
Der Funktionsumfang ist groß – und das macht sich bei der Ersteinrichtung bemerkbar. Wer alle Features ausreizen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen. Die reine Grundinstallation ist dagegen schnell erledigt.
Smart-Home-Integration
Für Smart-Home-Enthusiasten ist die Kompatibilität mit Home Assistant, ioBroker und Homey ein echtes Argument. In der Praxis gibt es allerdings Unterschiede in der Tiefe der Integration – je nachdem, welche Plattform ihr nutzt.
Wer den SolarFlow 2400 Pro in Homey einbinden möchte, sollte sich bewusst sein: Die offizielle Zendure Homey App unterstützt aktuell nur die Hyper-2000-Serie. Für den SolarFlow 2400 Pro muss auf die Community-App „Zendure Local“ zurückgegriffen werden. Das funktioniert, bringt aber Einschränkungen mit sich: Über Homey lässt sich aktuell steuern, ob der Akku geladen oder entladen werden soll. Den Ladeplan direkt über Homey zu wechseln – etwa von Smart-Meter-Modus auf Standard und zurück – ist jedoch nicht möglich.

Wir wollten beispielsweise das Laden automatisch stoppen, sobald ein E-Auto an der Wallbox hängt, und danach automatisch in den Smart-Meter-Lademodus zurückwechseln. Das funktioniert so nicht, ohne die Smart-Meter-Logik vollständig in Homey nachzubauen, was für versierte Smart Home-Anwenderinnen und Anwender aber kein Problem darstellten dürfte.
Smart Meter und dynamischer Stromtarif
Mit einem Smart Meter lässt sich das Laden und Entladen des Speichers intelligent steuern: Der Speicher lädt dann, wenn PV-Überschuss vorhanden ist – auch von einer bestehenden Dach-PV-Anlage – und entlädt, wenn der Bedarf im Haushalt steigt. Das reduziert die Einspeisung ins Netz und erhöht den Eigenverbrauch. Zendure bietet eigene Smart Meter an, alternativ könnt ihr aber auch auf die entsprechenden Produkte von Shelly zurückgreifen. Schade: Das Smart Meter von Tibber wird aktuell von Zendure leider noch nicht unterstützt.
Zendure bietet unter dem Namen „ZenWave“ einen eigenen Stromtarif an, der aktull nur deutschen Nutzern zur Verfügung steht. Dabei werden Großhandelspreise in Echtzeit genutzt, und der ZENKI Energy Manager optimiert Lade- und Entladezeiten automatisch. Das kann die Ersparnis weiter steigern – setzt aber voraus, dass ihr bereit seid, euren Stromanbieter zu wechseln.

Heimspeicher mit Notstromfunktion
Eine integrierte Schuko-Steckdose ermöglicht eine Notstromversorgung mit bis zu 2.400 VA. Bei einem Stromausfall schaltet das Gerät automatisch in den Inselbetrieb und versorgt angeschlossene Geräte unterbrechungsfrei. Die Off-Grid Steckdose kann aber auch dann praktisch sein, wenn ihr den Speicher im Gartenhaus platziert und dort einfach nur eine weitere Steckdose benötigt.

Alternative: Heimspeicher ohne MPPT-Ports
Wer keinen Balkon mit PV-Modulen hat, sondern ausschließlich eine Dach-PV-Anlage ergänzen möchte, sollte sich den Zendure SolarFlow 2400 AC+ ansehen. Dieses Modell verzichtet auf die MPPT-Ports für PV-Module und wird einfach per Schuko-Steckdose angeschlossen. Der Preis liegt bei rund 900 Euro.
Anzeige / Letzte Aktualisierung am 30.05.2026 um 03:21 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon
Zendure SolarFlow 2400 Pro im Test: Unser Fazit
Der Zendure SolarFlow 2400 Pro ist ein gut durchdachter Balkonspeicher, der in seiner Preisklasse ein überzeugendes Gesamtpaket bietet. Die einfache Inbetriebnahme, die hochwertige Verarbeitung, das Sicherheitskonzept und die flexible Erweiterbarkeit sind echte Stärken. Vier MPPT-Ports, Smart-Meter-Unterstützung und die Kompatibilität mit gängigen Smart-Home-Plattformen machen das Gerät auch für anspruchsvollere Setups interessant.
Für wen lohnt sich das Gerät? Für alle, die einen Balkonspeicher mit Wachstumspotenzial suchen, bereits eine Dach-PV-Anlage betreiben und deren Überschuss nutzen wollen, oder einfach einen zuverlässigen Speicher mit Notstromfunktion benötigen.
im Alltag fühlt es sich einfach gut an, abends die Lampen, den Fernseher oder die Spülmaschine mit Strom zu betreiben, den die eigene Anlage tagsüber produziert hat. Außerdem freuen wir uns jetzt schon auf die Rückzahlung des Stromversorgers, die in diesem Jahr aufgrund des niedrigeren Verbrauchs anstehen wird.
Der Zendure Solar Flow 2400 ist für rund 1.100 Euro im Handel (zum Beispiel bei Amazon*) oder direkt bei Zendure* erhältlich.
Anzeige / Letzte Aktualisierung am 30.05.2026 um 06:30 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon