Ein Pool sieht nur so lange einladend aus, bis Blätter, Insekten oder Blütenstaub auf der Wasseroberfläche treiben. Der Aiper EcoSurfer S2 soll genau das verhindern: Der solarbetriebene Poolskimmer patrouilliert eigenständig auf der Wasseroberfläche und nimmt Schwimmschmutz auf, bevor er absinkt. Wir haben das Gerät mehrere Wochen im Pool getestet – von der Einrichtung über die App-Steuerung bis zur Solarladung an sonnigen und bewölkten Tagen.
Kurzfazit: Der Aiper EcoSurfer S2 (aktuell rund 400 Euro) ist ein solarbetriebener Oberflächen-Skimmer, der Laub, Insekten und Pollen zuverlässig von der Wasseroberfläche entfernt. Boden und Wände reinigt er nicht – für Poolbesitzer mit viel Laub- oder Pollen-Eintrag ist er dennoch eine sinnvolle und günstige Ergänzung.
Aiper EcoSurfer S2
399,00 €Vorteile
- Zuverlässige Reinigung von Laub, Insekten und Pollen auf der Wasseroberfläche
- Sehr leicht (5,7 kg) und einfach aus dem Pool zu entnehmen
- Lange Laufzeit dank Solarladung, an sonnigen Tagen dauerhafter Betrieb möglich
- Gute Hinderniserkennung an Wänden, Leitern und Einbauten
- Zeitpläne, Fernsteuerung und manuelle Bootsteuerung bequem über die App
- Großer Filterkorb, werkzeuglos entnehmbar und leicht zu reinigen
Nachteile
- Reinigt nach dem Zufallsprinzip statt in geordneten Bahnen, dadurch längere Reinigungsdauer
- Reinigt ausschließlich die Wasseroberfläche, kein Ersatz für einen Boden- oder Wandroboter
- Nur 2,4-GHz-WLAN unterstützt

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Für wen sich der Aiper EcoSurfer S2 eignet
Wer einen Pool in der Nähe von Bäumen oder Sträuchern hat, kennt das Problem: Kaum ist der Pool sauber, schwimmen schon wieder Blätter, Mücken oder Blütenstaub auf dem Wasser. Ein Bodenroboter erreicht diesen Schmutz oft erst, nachdem er abgesunken und teilweise zersetzt ist. Der EcoSurfer S2 patrouilliert dagegen dauerhaft auf der Oberfläche und nimmt Schwimmschmutz auf, bevor er zu Boden sinkt.
Für reine Bodenreinigung oder Wandreinigung ist der EcoSurfer S2 nicht gedacht – dafür gibt es andere Kategorien von Poolrobotern, einen Überblick liefert unser Ratgeber Poolroboter kaufen. Wer bereits einen Boden- und Wandroboter besitzt, mit dem er zufrieden ist, bekommt mit dem EcoSurfer S2 eine sinnvolle Ergänzung für die Wasseroberfläche.
Inbetriebnahme, WLAN und Firmware
Die Einrichtung läuft über die Aiper-App und folgt dem bekannten Muster smarter Geräte: Bluetooth aktivieren, Gerät suchen lassen, WLAN-Zugangsdaten eingeben, Kontobindung abschließen.
Das WLAN-Modul unterstützt laut App ausschließlich das 2,4-GHz-Band – ein vorhandenes 5-GHz-Netz muss vor der Einrichtung ausgeschlossen werden, sonst bricht die Verbindung ab. Nach erfolgreicher Bindung von Telefon, Gerät und Netzwerk hat die App direkt ein Firmware-Update angeboten und automatisch heruntergeladen.
Reinigung: Was der Skimmer schafft – und was nicht
Auf der Wasseroberfläche schwimmender Schmutz landet zuverlässig im Filterkorb: Laub, Insekten und Blütenstaub wurden im Test vollständig aufgenommen. Der 150-µm-Feinfilter hält dabei auch feinere Partikel wie Pollen oder Staub zurück, die man beim Keschern von Hand meist übersieht.

Der EcoSurfer S2 bewegt sich nach einem Zufallsmuster durch den Pool, die App visualisiert diese Fahrtrouten in der Statusanzeige als Liniengeflecht. Feste Reinigungsbahnen fährt das Gerät also nicht ab, was in der Praxis zu längeren Reinigungszeiten führt, weil einzelne Bereiche mehrfach angefahren werden. Am Ergebnis ändert das im Test nichts: Nach einem vollständigen Durchlauf war die Oberfläche sauber.

Wichtig für die Kaufentscheidung: Der EcoSurfer S2 arbeitet ausschließlich als schwimmender Skimmer. Abgesunkener Schmutz am Boden oder Ablagerungen an den Wänden bleiben liegen. Für Pools, in denen hauptsächlich schwimmender Schmutz anfällt, reicht das aus – für eine vollständige Poolreinigung braucht es zusätzlich einen Boden- und Wandroboter, etwa den Aiper Scuba V3, den wir ebenfalls getestet haben.
Reinigungsergebnis im Alltag
Über den gesamten Testzeitraum blieb die Wasseroberfläche durchgehend frei von Laub, Insekten und Blütenstaub, solange der EcoSurfer S2 nach Zeitplan lief. Der Unterschied zum klassischen Abkeschern von Hand: Statt eines einmaligen Reinigungsmoments hält der Roboter die Oberfläche kontinuierlich sauber, weil neu hinzukommender Schmutz laufend aufgenommen wird, statt sich über den Tag anzusammeln.
Wie schnell sich der Filterkorb füllt, hängt stark vom Laubaufkommen am jeweiligen Standort ab – an windigen Tagen mit nahen Bäumen füllte er sich im Test deutlich schneller als an ruhigen Tagen mit wenig Bewuchs in der Nähe.
Ein Effekt bleibt unabhängig vom Zeitplan bestehen: Schmutz, der erst nach einem abgeschlossenen Reinigungsdurchgang auf das Wasser trifft, liegt natürlich bis zum nächsten Durchlauf auf der Oberfläche oder sinkt nach unten. Wer viel Laubfall hat, profitiert daher von eng getakteten oder durchgehenden Zeitplänen anstelle einer einzelnen täglichen Reinigung.
Navigation und Hinderniserkennung
Zwei optische Sensoren erkennen Hindernisse wie Poolwände, Leitern oder Einbauten. Im Test ist der Roboter an Wänden und der Einstiegsleiter zuverlässig ausgewichen, ohne hängen zu bleiben oder gegen Kanten zu stoßen.

Vier ausziehbare Anti-Strandungs-Säulen verhindern, dass sich das Gerät an Stufen oder am Beckenrand festfährt. In der App lässt sich außerdem zwischen zwei Routenpräferenzen wählen: dem vollen Abdeckungsmodus für die meisten Pools und dem Kanten-Modus für Becken mit überstehenden Kanten. Der Kanten-Modus soll laut Hersteller den Kontakt mit dem Beckenrand reduzieren, was Kratzer am Gerät und am Pool vermeiden soll.
Akku, Solarladung und Laufzeit
Auf der Oberseite sitzt ein Solarpanel, das den Akku während des Betriebs nachlädt, vorausgesetzt die Sonne scheint. In unserem einstündigen Testlauf ohne Sonneneinstrahlung ist der Akkustand von 100 auf 90 Prozent gesunken. An einem sonnigen Testtag hingegen ist der Akkustand während der Reinigung sogar gestiegen: von 75 Prozent zu Beginn auf 96 Prozent nach rund einer Stunde Betrieb, weil die Solarladung den Verbrauch überkompensiert hat.
Das bedeutet in der Praxis: An sonnigen Tagen lässt sich der EcoSurfer S2 dauerhaft betreiben, ohne ihn manuell aufladen zu müssen. Bei durchgehend bedecktem Himmel oder im Winter greift die DC-Ladung über das mitgelieferte Netzteil, die laut Hersteller vier bis sechs Stunden bis zur vollen Ladung benötigt. Wer den Akku zusätzlich schonen möchte, kann den Eco-Modus aktivieren, der den Roboter im Wechsel von drei Stunden Betrieb und drei Stunden Ruhe arbeiten lässt.
Die App: Zeitpläne, Fernsteuerung und Bootsteuerung
Die Startseite der App zeigt Akkustand, Verbindungsstatus über Bluetooth und WLAN sowie den aktuellen Betriebszustand – Standby, Reinigung oder Ladevorgang.

Über das Kalender-Symbol lassen sich Zeitpläne mit Start- und Endzeit sowie Wiederholungstagen anlegen; die App empfiehlt dabei eine Mindestdauer von 3,5 Stunden pro Reinigungsvorgang für ein optimales Ergebnis. Während eines laufenden Reinigungsvorgangs zeigt die App die verstrichene Zeit in Echtzeit an.

Über ein zweites Symbol lässt sich der Roboter manuell per Steuerkreuz durch den Pool bewegen. In diesem Modus steuert man den EcoSurfer S2 direkt wie ein ferngesteuertes Boot über die Wasseroberfläche – praktisch, wenn sich Schmutz in einer Ecke sammelt, die der Zufallsmodus gerade nicht anfährt. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Fach für Chlortabletten mit 3 Zoll Durchmesser und bis zu 1 Zoll Dicke, sodass der EcoSurfer S2 nebenbei zur Dosierung von Chlor genutzt werden kann.
Schade: Eine Dockingstation zum Aufladen wird nicht mitgeliefert – angesichts des Solarpanels dürfte sie aber an den meisten Tagen ohnehin nicht zum Einsatz kommen.
Verarbeitung und Wartung
Mit 5,7 Kilogramm lässt sich der EcoSurfer S2 leicht aus dem Pool heben und tragen, während schwerere Bodenroboter meist mit beiden Händen und etwas Kraftaufwand aus dem Wasser gezogen werden müssen.

Der Filterkorb lässt unkompliziert vorne aus dem Gerät ziehen; im Test ließen sich Laub und Kleinteile darin einfach ausleeren und der Korb unter fließendem Wasser reinigen. Das Gehäuse ist laut Hersteller UV-beständig, die Motoren sind auf Salz- und Chlorwasser ausgelegt. Nach mehreren Wochen im Außeneinsatz zeigten sich an unserem Testgerät keine Anzeichen von Materialermüdung oder Verfärbung durch UV-Strahlung.
Aiper EcoSurfer S2 im Test: Unser Fazit
Der Aiper EcoSurfer S2 überzeugt als spezialisierter Oberflächen-Skimmer für Pools mit regelmäßigem Laub-, Pollen- und Insekteneintrag. Die Reinigungsleistung stimmt, die Solarladung funktioniert an sonnigen Tagen wie beschrieben, und die App deckt mit Zeitplänen, Fernsteuerung und automatischen Firmware-Updates alles ab, was man von einem modernen Poolgerät erwartet.
Wer bereits einen Boden- und Wandroboter besitzt und nur noch Schwimmschmutz loswerden möchte, bekommt hier eine sinnvolle und beim aktuellen Preis von rund 400 Euro relativ günstige Ergänzung. Die Stärke des Geräts ist klar die Spezialisierung: Der Roboter reinigt nur die Wasseroberfläche – macht diesen Job dafür aber sehr gut. Für die Reinigung des Bodens und der Wände bietet der Hersteller zum Beispiel den Aiper Scuba V3, den wir ebenfalls getestet haben.
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Häufige Fragen (FAQ) zum Aiper EcoSurfer S2
Nein. Der EcoSurfer S2 arbeitet ausschließlich als schwimmender Skimmer und nimmt Schmutz von der Wasseroberfläche auf, bevor er absinkt. Für eine vollständige Poolreinigung braucht es zusätzlich einen Boden- und Wandroboter.
Im Test hat der Roboter Laub, Insekten und Blütenstaub vollständig von der Wasseroberfläche aufgenommen. Der 150-µm-Feinfilter hält dabei auch feinere Partikel wie Pollen oder Staub zurück.
Der Hersteller gibt bis zu 35 Stunden an. In unserem einstündigen Testlauf ohne Sonne sank der Akku um 10 Prozent. An sonnigen Tagen gleicht die Solarladung den Verbrauch aus, sodass sich der Roboter praktisch im Dauerbetrieb nutzen lässt.
An sonnigen Tagen in der Regel nicht, da das Solarpanel den Akku während des Betriebs nachlädt. Bei bedecktem Himmel oder im Winter lädt das mitgelieferte Netzteil den Akku laut Hersteller in vier bis sechs Stunden voll.
Ja. Über ein Steuerkreuz in der App lässt sich der EcoSurfer S2 wie ein ferngesteuertes Boot manuell durch den Pool navigieren, etwa um gezielt Schmutz in einer Ecke aufzunehmen.
Ja. Ein integriertes Fach nimmt Chlortabletten mit 3 Zoll Durchmesser und bis zu 1 Zoll Dicke auf. Dickere oder multifunktionale Tabletten passen laut Hersteller nicht hinein.
Das WLAN-Modul unterstützt laut App ausschließlich das 2,4-GHz-Band. Ein 5-GHz-Netz muss vor der Einrichtung ausgeschlossen werden.
Mit 5,7 Kilogramm lässt er sich leicht aus dem Pool heben. Das Gehäuse ist laut Hersteller UV-beständig, die Motoren sind auf Salz- und Chlorwasser ausgelegt.
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