Pünktlich zur CES 2026 erweitert Dreame sein Portfolio im Bereich der Gartenpflege. Mit der A3 AWD Pro Serie kündigt der Hersteller ein neues Flaggschiff an, das dank Allradantrieb starke Steigungen bewältigen und ganz ohne externe Hilfsmittel wie GPS-RTK-Antennen oder Begrenzungskabel auskommen soll.

Der Trend bei Mährobotern entwickelt sich seit Jahren weg vom klassischen Begrenzungskabel. Während viele aktuelle Modelle dabei auf satellitengestützte RTK-Systeme setzen, die oft separate Referenzstationen im Garten benötigen, geht Dreame bei seiner Neuvorstellung einen anderen Weg. Die auf der CES in Las Vegas präsentierte A3 AWD Pro Serie (bestehend aus den Modellen 3500 und 5000) setzt primär auf eine Kombination aus optischen Sensoren und Laser-Technik.

Navigation per LiDAR und Kamera statt GPS-Mast

Das Herzstück der neuen Serie nennt der Hersteller „OmniSense™ 3.0“. Dahinter verbirgt sich ein Navigationssystem, das einen 360-Grad-3D-LiDAR-Turm mit einem binokularen Kamerasystem kombiniert. Laut Dreame soll dies eine Kartierung des Gartens ermöglichen, ohne dass Nutzer GPS-Stangen installieren oder auf guten Satellitenempfang achten müssen – ein Vorteil in dicht bebauten Gebieten oder unter großen Bäumen, wo reine GPS-Mäher oft die Orientierung verlieren.

Das System soll in der Lage sein, Rasenflächen automatisch von anderen Untergründen zu unterscheiden und virtuelle Grenzen zu erstellen. Die Reichweite des LiDAR-Sensors wird mit bis zu 70 Metern angegeben.

Allradantrieb für steiles Gelände

Konzipiert sind die Roboter für anspruchsvolle Topografien. Dank vier angetriebener Nabenmotoren (AWD) sollen die Geräte Steigungen von bis zu 80 Prozent (ca. 38,7 Grad) bewältigen können. Damit zielt Dreame direkt auf das Segment der geländegängigen Mähroboter ab, in dem sich bislang vor allem Konkurrenten wie Mammotion (Luba-Serie) oder Husqvarna (AWD-Modelle) positionieren. Auch Hindernisse bis zu einer Höhe von 5,5 Zentimetern sollen die Roboter laut Datenblatt überfahren können, ohne steckenzubleiben.

Hohe Flächenleistung durch 40 cm Schnittbreite

Um die Mähzeit auf den angegebenen Maximalflächen von 3.500 bzw. 5.000 Quadratmetern (je nach Modell) in Grenzen zu halten, setzt Dreame auf ein Doppelscheiben-Mähsystem. Zwei nebeneinanderliegende Schneidscheiben sorgen für eine beachtliche Schnittbreite von 40 Zentimetern. Die Schnitthöhe ist variabel zwischen 30 und 100 Millimetern einstellbar.

Für das oft problematische Kantenschneiden verspricht der Hersteller mit der „EdgeMaster 2.0“-Technologie eine Verbesserung: Die Mähwerke sollen so positioniert sein, dass der ungemähte Randstreifen auf unter drei Zentimeter reduziert wird.

Überwachung und Sicherheit

Wie bei den Saugrobotern des Herstellers üblich, kommt auch hier KI zur Objekterkennung zum Einsatz. Über 300 verschiedene Hindernisarten – von Gartenwerkzeug bis hin zu Tieren – sollen erkannt und umfahren werden. Zudem lassen sich die Kameras für eine Videoüberwachung des Gartens nutzen, inklusive Personenerkennung und Patrouillen-Modus. Ein Diebstahlschutz via 4G-Modul und GPS-Tracking ist ebenfalls integriert.

Preis und Verfügbarkeit

Die neue Serie soll ab März 2026 im Handel verfügbar sein. Preislich positioniert Dreame die Geräte im Premium-Segment:

  • Der Dreame A3 AWD Pro 3500 soll für rund 2.600 Euro in den Verkauf gehen.
  • Das Spitzenmodell Dreame A3 AWD Pro 5000 wird voraussichtlich knapp 3.000 Euro kosten.

Mähroboter Dreame A3 AWD Pro: Unsere Einschätzung

Mit der A3 AWD Pro Serie greift Dreame nun auch im High-End-Segment der Mähroboter an, das bisher von etablierten Marken dominiert wurde. Der Verzicht auf RTK-Antennen bei gleichzeitiger Allrad-Technik ist technisch vielversprechend, da er die Installation deutlich vereinfacht und Empfangsprobleme eliminiert. Ob die rein optische und LiDAR-gestützte Navigation in der Praxis auch bei komplexen Gärten so zuverlässig funktioniert wie versprochen, werden erste Tests im Frühjahr zeigen müssen.

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Author

Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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