Jeder Poolbesitzer kennt den Moment: Die Sonne scheint, das Wasser glitzert, aber beim zweiten Blick sieht man sie – die schwimmende Armada aus Blattläusen, Birkenpollen und toten Fliegen. Der Beatbot Sora 70* verspricht, genau dieses Problem zu lösen, indem er nicht nur den Boden schrubbt, sondern auch die Oberfläche wie ein Skimmer abräumt. Wir haben das 1.500-Euro-Gerät durch ein intensives Test-Szenario gejagt.

Design & Hardware: Massiv und durchdacht

Schon beim ersten Anheben wird klar: Der Sora 70 ist kein Spielzeug. Mit einem Eigengewicht von rund 8 Kilogramm steht er stabil im Wasser, was besonders für die Traktion an den Poolwänden entscheidend ist. Die Verarbeitung wirkt solide, was man angesichts des Verkaufspreises aber auch erwarten darf.

Das Herzstück der mechanischen Reinigung sind die aktiven Bürstenwalzen, die darauf ausgelegt sind, auch festgetrocknete Algenbeläge mechanisch zu lösen, bevor die Saugkraft des bürstenlosen Motors greift.

Ein besonderes Augenmerk verdient das Entnahmesystem: Dank der Surface-Parking-Funktion fährt der Roboter nach Beendigung des Programms oder bei niedrigem Akkustand an den Beckenrand und bleibt an der Oberfläche treiben. Durch ein integriertes Schnellablassventil fließt das Wasser beim Herausheben in Sekunden aus dem Gehäuse, sodass ihr nicht das gesamte Wassergewicht mit anheben müsst.

Technische Eigenschaften im Überblick

  • Reinigungsbereiche: Boden, Wände, Wasserlinie, Wasseroberfläche, Flachwasserzonen (ab 20 cm Wassertiefe)
  • Maximale Reinigungsfläche: 300 m²
  • Saugleistung: 25.700 Liter pro Stunde (LPH)
  • Oberflächenreinigung: JetPulse-System (2 Wasserdüsen, 4 Wasserstrahlen)
  • Filterkapazität: 6 Liter / Filterfeinheit: 150 µm
  • Akkukapazität: 10.000 mAh / Laufzeit: Bis zu 5 Stunden (im Bodenmodus)
  • Anzahl Reinigungsmodi: 6
  • Navigation: S-förmige Reinigungspfade
  • Funktionen: Automatisches Parken an der Oberfläche (Beckenrand), Wasserablass-System beim Herausheben

Vorteile

  • All-In-One Reinigung: Boden, Wände, Wasserlinie, Wasseroberfläche, Flachwasserzonen
  • Intelligente Navigation: S-förmige Reinigungspfade
  • Sehr gute Reinigungsleistung: Hohe Saugkraft, Bürstenwalzen und großer Filterkorb
  • Flachwasser-Reinigung: Reinigt bei min. 20 cm Wassertiefe
  • Komfortables Handling: „Parkmodus“ zur einfachen Entnahme
  • Intuitive App: Ansprechendes Design, aufgeräumte Oberfläche

Nachteile

  • Relativ Preis: Rund 1.500 Euro im regulären Verkauf
  • Keine Ladestation: Gerät wird über Stecker aufgeladen
  • Gewicht: Mit 8 kg relativ schwer
  • Eingeschränkte Konnektivität: App-Steuerung funktioniert nicht, wenn Roboter abgetaucht ist

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Die Reinigungsmodi: Systematik schlägt Zufall

Die größte Schwäche günstiger Poolroboter ist das „Chaos-Prinzip“. Der Sora 70 hingegen nutzt eine intelligente Pfadplanung. Über die physischen Tasten am Gerät oder die App lassen sich vier spezialisierte Modi ansteuern:

  1. Boden-Fokus: Hier scannt der Roboter die Grundfläche und fährt sie in präzisen S-Bahnen ab. Das ist besonders effizient, da keine Stelle doppelt befahren wird, was die Akkulaufzeit schont.
  2. Wand & Wasserlinie: Der Roboter nutzt seinen Auftrieb und die starke Ansaugkraft, um vertikal zu klettern. An der Wasserlinie angekommen, verharrt er kurz und schrubbt gezielt den Bereich, an dem sich typischerweise Kalk- und Schmutzränder bilden.
  3. Kombinations-Modus: Die logische Wahl für die wöchentliche Grundreinigung, bei der erst die Horizontale und dann die Vertikale abgearbeitet wird.
  4. Oberflächenreinigung (Skimming): Dies ist das Alleinstellungsmerkmal. Der Sora 70 patrouilliert an der Wasseroberfläche und fängt treibenden Schmutz ein, bevor dieser absinken kann. Das reduziert die Belastung für die körpereigene Filteranlage des Pools massiv.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Fähigkeit, flache Zonen wie Plattformen oder flache Einstiege zu reinigen. Solange eine Mindestwassertiefe von 20 cm gewährleistet ist, navigiert der Roboter in unserem Test souverän über diese Areale, ohne Luft zu ziehen oder steckenzubleiben.

Beatbot Sora 70 reinigt den Beckenrand
Zur Reinigung des Beckenrandes saugt sich der Roboter an der Wand fest, bevor er sie systematisch reinigt.

Saugkraft und das 6-Liter-Filtersystem

Die reine Saugkraft eines Poolroboters ist schwer in Zahlen zu fassen, im Praxistest zeigte sich der Sora 70 jedoch unbeeindruckt von typischen Herausforderungen wie Sand, kleinen Steinen oder Eicheln. Alles wird in den massiven 6-Liter-Filterkorb befördert.

Dieses Volumen ist ein entscheidender Faktor im Alltag. Während kleinere Filterkörbe bei starkem Laubeinfall im Herbst oft nach 30 Minuten voll sind und den Roboter zur Zwangspause zwingen, bietet der Sora 70 genug Puffer für eine komplette Reinigung eines gängigen Pools (bis zu 300 m²).

Der Zugriff auf den Korb erfolgt von oben („Top-Loader“), was die Reinigung einfach macht: Korb entnehmen, mit dem Gartenschlauch ausspülen, fertig.

Poolroboter Beatbot Sora 70: Der Korb kann mit einem Handgriff unkompliziert entnommen und gereinigt werden.

Der schwimmende Skimmer

Die Oberflächenreinigung des Sora 70 ist weit mehr als nur ein nettes Zusatzfeature. Während herkömmliche Roboter darauf warten, dass Blätter, Insekten oder Pollen zu Boden sinken, fängt der Sora 70 diesen Schmutz direkt an der Oberfläche ab. Das Gerät patrouilliert dabei über das Wasser, öffnet eine vordere Klappe und saugt den Schmutz ein. Das Gerät nutzt dabei ergänzend zwei spezialisierte Wasserdüsen, um gezielte Wasserstrahlen zu erzeugen, die Blätter, Insekten und Pollen auf der Wasseroberfläche bündeln und direkt zur Saugöffnung leiten.

Foto des Poolroboter Beatbot Sora 70
Beatbot Sora 70: Die Wasserstrahlen sorgen dafür, dass Blätter und weiterer Schmutz gezielt in die Saugöffnung lenken.

Besonders für Pools, die – wie in unserem Test-Szenario – direkt unter Bäumen stehen, ist das ein echter Gamechanger. Wo wir früher täglich 20 Minuten mühsam mit dem Poolkescher Blätter, Birkenpollen und Insekten einsammeln mussten, übernimmt der Sora 70 diesen Job nun komplett autark. Das Gerät fängt den Unrat ab, bevor er die Wasserqualität durch Zersetzung am Boden belasten kann.

Die Effektivität ist beachtlich: Selbst feine Blütenpollen, die oft einen schmierigen Film auf der Oberfläche bilden, werden zuverlässig in den Filterkorb gesogen. Das entlastet nicht nur eure Arme beim Keschern, sondern reduziert auch die Reinigungsintervalle eurer Sandfilteranlage spürbar.

Ein weiterer entscheidender Vorteil des mobilen Skimmings ist die Zeitersparnis bei der Bodenreinigung. Da der Roboter einen Großteil des Unrats bereits oben abfängt, landet deutlich weniger Material auf dem Poolgrund.

Akkuleistung

Der verbaute 10.000 mAh Akku ist das Kraftwerk des Roboters. Im reinen Bodenmodus erreicht das Gerät eine Laufzeit von etwa 3,5 bis 4 Stunden. Wählt ihr das volle Programm inklusive Wandklettern und Oberflächen-Skimming, reduziert sich die Laufzeit etwas, da die Reinigung der Wände mehr Energie benötigt.

Ein wichtiger Aspekt für die Planung eurer Poolpflege: Der Ladevorgang von 0 auf 100 % nimmt ca. 4 bis 5 Stunden in Anspruch. Das bedeutet, dass ein „schneller Zwischenstopp“ an der Steckdose kaum möglich ist.

In der Praxis empfiehlt es sich, den Roboter über Nacht zu laden, damit er am Vormittag einsatzbereit ist. Schade: Eine Ladestation wird nicht mitgeliefert. Die Ladung erfolgt stattdessen über einen geschützten Anschluss, der vor dem Wasserkontakt sicher verschlossen werden muss.

Software & App: Ästhetik trifft auf Physik

Die zugehörige App ist eine weitere positive Überraschungen im Test. Viele Hersteller im Smart-Home-Bereich vernachlässigen das Design, doch Beatbot liefert hier eine App ab, die intuitiv und optisch extrem ansprechend ist. Das Design ist modern, die Menüs sind logisch strukturiert und kleine, flüssige Animationen machen die Bedienung fast schon spielerisch.

Beatbot Sora 70 App: Screenshot
Die App ist intuitiv zu bedienen…
Beatbot Sora 70 App: Screenshot
…und optisch ansprechend aufgebaut.

Wichtig zu wissen: WLAN-Signale dringen nicht in Wasser ein. Sobald der Sora 70 abtaucht, verliert das Smartphone die Verbindung zum Gerät. Das ist allerdings ein generelle Einschränkung aller Poolroboter. Einstellungen, Modus-Wechsel oder Firmware-Updates müssen also zwingend vorgenommen werden, während der Roboter an der Oberfläche schwimmt oder noch am Poolrand steht. Sobald er am Boden seine Bahnen zieht, arbeitet er autark sein Programm ab.

Fazit: Das Rundum-Sorglos-Paket für Poolbesitzer

Der Beatbot Sora 70 ist ein beeindruckender Generalist. Er löst das Problem der Oberflächenverschmutzung ebenso souverän wie die Reinigung von Boden und Wänden. Besonders die Reinigung von Flachzonen ab 20 cm Tiefe und der große 6-Liter-Filterkorb machen ihn zu einem Arbeitstier für anspruchsvolle Poolanlagen.

Ein Verkaufspreis von 1.500 Euro sind eine Ansage: Der Sora 70 ist kein Schnäppchen, sondern ein High-End-Werkzeug. Wer ein kompaktes Standard-Becken besitzt, wird die enorme Leistung kaum ausreizen und eher zu einem günstigeren Modell greifen. Für anspruchsvolle Poolbesitzer mit großen Anlagen kann der Poolroboter hingegen ein lohnendes Upgrade sein.

Wer bereit ist, den Preis für ein Premium-Gerät zu zahlen, erhält eine enorme Zeitersparnis und eine Wasserqualität, die durch das ständige Skimming der Oberfläche spürbar gewinnt.

Der Beatbot Sora 70 ist für rund 1.500 Euro im Handel, zum Beispiel bei Amazon*, erhältlich. Mehr Informationen über das Gerät findet Ihr auch auf der Beatbot-Website.

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Transparenzhinweis: Für den Testbericht hat uns der Hersteller ein Gerät zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht die Berichterstattung und die Bewertung.

Author

Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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