Ein Bildschirm im Flur, der die Termine der ganzen Familie, das Wetter und die nächste Leerung der Mülltonne zeigt: Das wollte Simon Moore haben, ohne dafür ein weiteres Abo oder einen Cloud-Dienst abzuschließen. Daraus entstanden ist HomeBoard, ein Open-Source-Dashboard, das ihr selbst im Heimnetz betreibt. Das Projekt steht unter MIT-Lizenz auf GitHub und trägt die Versionsnummer 0.3.0. Der Entwickler bezeichnet es selbst als Work in Progress.

HomeBoard: Aus dem Kalender-Display wurde eine Familienzentrale

Ursprünglich sollte HomeBoard nur Kalender, Fotos und Wetter auf einem Dauerbildschirm zusammenführen. Seitdem sind laut Moore zahlreiche Funktionen dazugekommen. Kalender bindet ihr über private ICS-Links ein, etwa aus Google Kalender, Outlook oder iCloud. Jeder Kalender bekommt eine eigene Farbe und eigene Filter, HomeBoard gleicht die Termine alle fünf Minuten ab.

Im Familienbereich legt ihr Profile für alle Mitglieder an, führt Einkaufs- und Checklisten und verteilt Haushaltsaufgaben mit Punktesystem. Dazu kommen Routinen für Kinder, ein Essensplan, Countdowns und Erinnerungen an die Müllabfuhr. Fotos holt sich das Dashboard aus Uploads, einem lokalen Ordner oder einem öffentlichen Apple-Fotoalbum, das Wetter von OpenWeather und Nachrichten per RSS als Laufband.

Für die Optik stehen 17 Themes und ein visueller Layout-Editor bereit, auch Bildschirme im Hochformat werden unterstützt. Über Zeitpläne und Playlists wechselt die Anzeige automatisch zwischen verschiedenen Ansichten.

Installation: Node, Docker oder Proxmox-Container

HomeBoard läuft direkt unter Node.js (ab Version 22.19, empfohlen ist Version 24), als Docker-Container oder als LXC-Container unter Proxmox VE 8 und 9. Für Proxmox gibt es ein Bootstrap-Skript, das laut README auf einem echten Proxmox-Host allerdings noch nicht verifiziert wurde. Verschlüsselte Backups, ein Offline-Cache und automatische Updates sind bereits eingebaut.

Eine Anbindung an Smart-Home-Systeme fehlt bislang, das README schließt sie ausdrücklich aus. Lampen schalten oder Sensorwerte anzeigen könnt ihr mit HomeBoard also nicht – dafür bleibt ein Dashboard für Home Assistant oder eurer Smart-Home-Zentrale zuständig. Wir halten eine Home-Assistant-Schnittstelle für den naheliegenden nächsten Schritt, dann würdet ihr Termine und Geräte auf demselben Display sehen und steuern.

Sicherheit: HomeBoard gehört ins Heimnetz, nicht ins Internet

Kalender-Zugangsdaten und Einstellungen bleiben auf eurem eigenen Server. Aber: Wer den Port im Netzwerk erreicht, sieht Kalender und Fotos und kann Einstellungen ändern. Ein Admin-Passwort ist ab Werk nicht gesetzt, Tokens liegen als Klartextdateien mit eingeschränkten Dateirechten im Datenverzeichnis.

Setzt deshalb direkt nach der Installation unter /login ein Admin-Passwort und gebt den Port nicht ins Internet frei. Für den Zugriff von unterwegs empfiehlt der Entwickler einen HTTPS-Proxy mit Authentifizierung. Das Datenverzeichnis solltet ihr zudem schützen und in eure Backups aufnehmen.

HomeBoard: Kostenlos auf GitHub, Moore sucht Tester

HomeBoard ist kostenlos auf GitHub erhältlich und steht in Version 0.3.0 bereit, ein 1.0-Release gibt es noch nicht. Moore sucht vor allem Tester mit Docker-, Proxmox- und Home-Assistant-Umgebungen sowie mit unterschiedlichen Displays und Tablets. Issues, Pull Requests, Themes und Hilfe bei der Dokumentation sind willkommen.

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    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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