Wer Solaranlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektroauto unter einen Hut bringen will, kennt das Problem: Zu viele Einzelkomponenten, zu wenig Koordination. Zendure* will das mit dem PowerHub lösen – einer zentralen Steuereinheit, die all diese Elemente in einer einzigen Systemarchitektur zusammenführt. Das Gerät erweitert die bestehende SolarFlow Mix Serie und soll laut Hersteller Europas erster Plug-in-HEMS-Hub (Home Energy Management System) sein.

Skalierbarer Speicher, offene Standards

Der PowerHub koordiniert Batteriespeicher, Solarertrag und Haushaltslasten in Echtzeit. Ihr könnt mit einer Basiskonfiguration von 8 kWh starten und das System auf bis zu 150 kWh ausbauen – in Multi-Unit-Setups mit bis zu drei SolarFlow Mix Einheiten und einer gemeinsamen Dauerleistung von bis zu 12 kW. Das soll laut Zendure reichen, um ein Einfamilienhaus inklusive Wärmepumpe und EV-Ladeinfrastruktur zu versorgen. Das Gerät ist als einphasige (1P) und dreiphasige (3P) Variante erhältlich – Letztere ermöglicht dreiphasiges EV-Laden mit bis zu 22 kW und eine gleichmäßige Lastverteilung über alle Phasen.

Zendure setzt erfreulicherweise auf offene Industriestandards. Der PowerHub unterstützt SG-Ready für Wärmepumpenintegration (laut Hersteller kompatibel mit über 5.000 Modellen), EEBus für die Smart-Home-Kommunikation, OCPP für EV-Ladegeräte sowie VPP-Readiness für die Anbindung an virtuelle Kraftwerke. Das macht das System grundsätzlich anschlussfähig – auch für Drittanbieter-PV-Anlagen.

KI-Steuerung, Notstrom und V2G

Gesteuert wird das Ganze über Zendures KI-System ZENKI AI auf Basis des Betriebssystems ZEN+OS. Die KI soll Verbrauchsgewohnheiten, Wetterdaten und Strompreise kombinieren und in Echtzeit entscheiden, wann Energie gespeichert oder genutzt wird. In Kombination mit dem hauseigenen dynamischen Stromtarif-Service ZenWave™ soll automatischer Spotmarkthandel möglich sein. Basisfunktionen laufen laut Zendure lokal – auch ohne Internetverbindung. Erweiterte KI-Features bleiben cloudbasiert.

Als Notstromversorgung wechselt der PowerHub bei einem Stromausfall laut Hersteller in rund 10 Millisekunden auf Batteriebetrieb und kann im Offgrid-Modus EV-Laden mit bis zu 11 kW aufrechterhalten. Künftig soll außerdem eine native Anbindung an eine eigene bidirektionale Smart Wallbox möglich sein – mit Unterstützung für Vehicle-to-Grid (V2G) nach ISO 15118-20, also die Nutzung des Elektroautos als mobiler Speicher für das Haus.

Smarte Energiemanagementsysteme zählen aus unserer Sicht zu den wichtigsten Smart-Home-Trends 2026, über die wir kürzlich berichtet haben.

Zendure PowerHub: Marktstart und Verkaufspreis

Der PowerHub soll voraussichtlich ab Juli 2026 verfügbar sein. Auf der Website von Zendure* wird bereits ein Preis von rund 700 Euro genannt.

Author

Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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