Wer sich einen Saug-Wisch-Roboter ins Haus holt, kämpft im Alltag meist mit denselben Dingen: Festgetrocknete Flecken bekommt ein normaler Wischbezug kaum weg, und die Pflege des Roboters frisst am Ende oft mehr Zeit als gedacht. An beiden Punkten will der Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone* ansetzen, den der Hersteller zur IFA 2026 vorgestellt hat und seit dem 9. September 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft.

Auf der Saugseite sollen 27.000 Pa und ein 53-AW-Motor laut Hersteller auch Feinstaub und Teppichschmutz mitnehmen. Auf der Wischseite sprüht das Gerät festsitzende Rückstände mit der „FocusJet“-Technologie zuerst ein und arbeitet sie dann mit einer selbstreinigenden Wischwalze heraus. Die dazugehörige Station übernimmt Waschen, Trocknen und Absaugen weitgehend selbst.

Kurzfazit: Der Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone (rund 1.300 Euro) ist ein starker Saug-Wisch-Roboter: hohe Saugleistung, wirksame FocusJet-Fleckenvorbehandlung und eine beutellose Zyklon-Station, die im Betrieb Beutelkosten spart. Im Test überzeugten außerdem die niedrige Lautstärke (50 bis 60 Dezibel), die flache Bauweise und die zuverlässige Sprach- und Grenzensteuerung. Abstriche gibt es bei der etwas überladenen App und beim hohen Preis. Wer viel Reinigungsleistung mit wenig Wartung sucht und sich in die App einarbeitet, bekommt hier ein sehr gutes Gerät.

ECOVACS Deebot X12S OmniCyclone

ca. 1.299 €
8.4

Einrichtung & Bedienung

7.0/10

Reinigungsleistung

9.0/10

Funktionsumfang

9.5/10

Verarbeitung & Design

9.0/10

Preis-Leistung

7.5/10

Vorteile

  • Hohe Saugleistung
  • FocusJet löst eingetrocknete Flecken
  • Beutellose Zyklon-Station
  • Leise (50–60 dB) und flache Bauweise
  • Sprachsteuerung & virtuelle Grenzen zuverlässig
  • Zusatzlicht für Navigation im Dunkeln

Nachteile

  • Hoher Preis
  • App überladen
  • Kartierung an verspiegelten Sockelleisten
  • Kleine Objekte werden touchiert

Preislich liegt der Deebot X12S OmniCyclone mit rund 1.300 Euro (UVP 1.299 Euro) im oberen Segment. Zum Verkaufsstart gibt es bis zum 23. September rund 100 Euro Rabatt. Für dieses Geld erwartet ihr zu Recht ein Gerät, das im Alltag liefert: im Wohnzimmer, in der Küche und unter dem Sofa, nicht bloß auf dem Datenblatt.

Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone auf Fliesenboden, Frontansicht mit der FocusJet-Sensoreinheit und dem gebürsteten Metalldeckel
Der Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone im Test: An der Front sitzen die Sensoren für die Hinderniserkennung und die FocusJet-Einheit, die Flecken vor dem Wischen einsprüht.

Saugleistung, Teppich und Lautstärke

Auf dem Papier gibt Ecovacs 27.000 Pa Saugkraft und einen 53-AW-Motor an. In unseren Durchgängen schlug sich das in einem guten Reinigungsergebnis nieder: Der Roboter nimmt Krümel und Feinstaub auf Hartboden zuverlässig auf und lässt auch auf Teppich wenig zurück. Die vom Hersteller genannte Hausstaubmilben-Entfernungsrate von bis zu 95,45 Prozent konnten wir mit Haushaltsmitteln nicht nachmessen, das Gesamtbild der Saugleistung war aber stimmig.

Teppiche erkennt der Deebot X12S OmniCyclone zuverlässig. Er fährt darauf die Saugleistung hoch und stellt das Wischen ein, damit eure Auslegware nicht feucht wird. In der App haben wir gesehen, wie fein sich dieses Verhalten steuern lässt: Wir konnten die Saugverstärkung auf Teppichen aktivieren, den Roboter Teppiche zuerst trocken saugen lassen, bevor er den Rest wischt, eine Zickzack-Feinreinigung zuschalten und die Erkennung sogar auf ultradünne Teppiche und glatte Matten anpassen. Wer viele unterschiedliche Böden hat, findet hier reichlich Stellschrauben.

Angenehm ist die Lautstärke. Je nach Saugstufe haben wir zwischen 50 und 60 Dezibel gemessen, Quietsch- oder Klappergeräusche gab es in unserem Test nicht. Dazu kommt eine flache Bauweise von 9,8 Zentimetern Höhe, mit der das Gerät auch unter niedrigere Möbel kommt, an denen höhere Roboter scheitern. Für ruhige Stunden ließ sich in der App zusätzlich ein Ruhemodus mit festen Zeiten hinterlegen.

Deebot X12S vs. X12 OmniCyclone: Was ist neu?

Weil Ecovacs die Modellnamen dicht beieinander hält, hier der direkte Vergleich. Der X12S ist die IFA-Neuauflage des Deebot X12 OmniCyclone vom April 2026. Beide teilen sich die beutellose Zyklon-Station, die FocusJet-Vorbehandlung und die 27 Zentimeter lange OZMO-Roller-3.0-Walze. Unterschiede gibt es bei der Saugleistung, beim Nachtsichtlicht der Kamera und bei der Stationshygiene.

Kurz: Der X12S ist kein neues Konzept, sondern die geschärfte Version. Der Sprung liegt bei der Saugleistung, der Hinderniserkennung im Dunkeln und der Stationshygiene. Wer bereits einen X12 OmniCyclone besitzt, muss nicht wechseln. Wer neu kauft, sollte den Preisabstand im Blick behalten: Der X12 ist inzwischen deutlich günstiger zu haben.

Wischen: FocusJet, OZMO Roller und sprühfreie Zonen

Die Wischfunktion ist das eigentliche Argument dieses Modells. Größere Flecken auf dem Boden behandelt das Gerät mit der FocusJet-Technologie vor, in der App heißt die Funktion KI-Jet-Mopp: Der Roboter erkennt einen Fleck und sprüht ihn gezielt ein, bevor er ihn abarbeitet. In unserem Test wurden solche Stellen, etwa eingetrockneter Kaffee, meistens einwandfrei entfernt, statt nur verschmiert zu werden.

Die 27 Zentimeter lange OZMO-Roller-3.0-Walze reinigt sich laut Hersteller kontinuierlich selbst, damit kein Schmutzwasser wieder auf dem Boden landet. Praktisch fanden wir die ausfahrbare Wischwalze: Sie sorgt dafür, dass auch direkt an der Wand entlang ordentlich gewischt wird, ein Bereich, an dem runde Roboter sonst gern eine trockene Spur lassen.

Unterseite des Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone mit Anti-Verhedderungs-Hauptbürste, ausfahrbarer Seitenbürste, zwei großen Antriebsrädern und der 27 Zentimeter langen OZMO-Wischwalze
Ein Blick auf die Unterseite: In der Mitte sitzt die Anti-Verhedderungs-Hauptbürste, unten die 27 Zentimeter lange OZMO-Wischwalze und links die ausfahrbare Seitenbürste. Die großen Räder überwinden laut Hersteller Hindernisse bis 2,4 Zentimeter.

Damit die Sprühfunktion nicht dort landet, wo sie nicht hingehört, haben wir in der App sprühfreie Zonen eingerichtet. In diesen markierten Bereichen verzichtet der Roboter auf das Versprühen von Wasser, etwa vor empfindlichen Möbeln oder auf bestimmten Bodenoberflächen. Für alle, die den Roboter frei laufen lassen und nicht jeden Teppichrand von Hand aussparen wollen, ist das eine sinnvolle Ergänzung.

Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone fährt an einer Möbelkante entlang, die Wischwalze ist seitlich ausgefahren, um bis an den Rand zu wischen
Die Wischwalze fährt seitlich aus dem Gehäuse heraus, damit der Roboter auch direkt an Möbelkanten und Wänden entlang wischt.

Navigation, Hinderniserkennung und Karten

Bei der Navigation macht der Deebot X12S OmniCyclone im Alltag eine gute Figur. Hindernisse wie Schuhe, Kabel oder Spielzeug hat er in unserem Test zuverlässig erkannt und umfahren, zuständig ist dafür die AIVI-3D-4.0-Hinderniserkennung. Nur bei sehr kleinen Objekten wie einzelnen Spielfiguren kam es gelegentlich zu einer Kollision. Der alte Rat gilt also weiterhin: Räumt den Boden vorab weitgehend frei, dann läuft es am rundesten. Für Haushalte mit leicht umkippenden Gegenständen wie Bodenvasen lässt sich die Erkennung in der App auf eine empfindlichere Stufe stellen.

Hilfreich bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Nachtsicht-Zusatzlicht. Ist es dunkel, schaltet der Roboter automatisch ein Zusatzlicht ein, das laut Ecovacs die KI-Hinderniserkennung verbessert und die Videoaufnahmen schärfer macht. Unter dem Bett oder in abgedunkelten Räumen tappt der Deebot X12S OmniCyclone so nicht im Blindflug herum.

Ein Punkt trübt das Bild. Die Kartierung funktioniert grundsätzlich gut, an unserer verspiegelten Sockelleiste in der Küche hat der Roboter jedoch Räume dazuhalluziniert, die es gar nicht gibt. Der kürzlich von uns getestete Roborock Qrevo Curv 2 Flow hat das besser hinbekommen. Das ist aber ein spezielles Problem: Wenn ihr keine verspiegelten Sockelleisten habt, ist dieser Nachteil für euch nicht relevant.

Die Karten selbst lassen sich in der App umfangreich bearbeiten. Wir konnten Räume beschriften, virtuelle Grenzen ziehen, Möbelstücke, Glastüren und Schwellenrampen markieren und bei mehreren Etagen sogar mehrere Karten anlegen. Die virtuellen Grenzen ließen sich dabei einfach einrichten und wurden im Test zuverlässig berücksichtigt, damit lässt sich auch ein Problembereich wie unsere Sockelleiste sauber eingrenzen.

Kartenansicht der Ecovacs-App mit den Räumen Flur, Badezimmer und Garderobe sowie Werkzeugen für virtuelle Grenzen, Glastür und sprühfreie Zonen
In der Kartenansicht lassen sich Räume beschriften und virtuelle Grenzen, Glastüren oder sprühfreie Zonen einzeichnen.

Beutellose Station: Wartung, Absaugung und Betriebskosten

Nach der Reinigung saugt die Station den Staubbehälter im Roboter zuverlässig ab, reinigt den Wischmopp und trocknet ihn heiß. Dieser Vorgang läuft erfreulich leise ab und dürfte im Alltag nicht stören. In der App wählt ihr zwischen vier Reinigungsmethoden: intelligente Temperaturregelung, Öko, Standard und Tiefenreinigung.

Das Beste an der Station ist ihr Prinzip: Sie kommt ohne Staubbeutel aus und sammelt den Schmutz stattdessen in einem Zyklonbehälter, den ihr seht und einfach ausleert. Das finden wir löblich, es schont die Umwelt und auf Dauer auch den Geldbeutel, weil ihr keine Beutel nachkaufen müsst. Ergänzend bietet das Gerät weitere Automatikschritte im Wasserkreislauf, etwa eine Hochdruckspülung der Waschschale und ein Aufheizen des Schmutzwassers auf bis zu 70 Grad gegen Gerüche.

Was spart die beutellose Station konkret? Ein Original-Staubbeutel kostet je nach Hersteller rund 7 bis 12 Euro, und sechs bis acht Beutel im Jahr sind in einem normalen Haushalt realistisch. Das sind grob 50 bis 100 Euro jährlich, die hier wegfallen, dazu der Müll, den ihr nicht produziert. Über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren relativiert das einen Teil des hohen Anschaffungspreises. Sparen könnt ihr damit allerdings nur bei den Beuteln: Wischwalze, Seitenbürste und Filter bleiben auch beim X12S Verschleißteile.

Beutellose Absaugstationen sind nach wie vor die Ausnahme. Neben dem X12S bietet Ecovacs sie beim Deebot X12 OmniCyclone und beim X11 OmniCyclone an, bei anderen Herstellern sind sie kaum zu finden.

Hand entnimmt den Wassertank aus der OMNI-Station des Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone von oben
Frisch- und Abwasserbehälter sitzen oben in der Station und lassen sich einfach von Hand entnehmen und wieder einsetzen.

Auch die Absaugung selbst lässt sich anpassen. In den Stationseinstellungen konnten wir zwischen einer leisen Standard-Entleerung nach der Reinigung und einer Hochfrequenz-Variante wählen, die während des Putzens mehrfach entleert, etwa in Haushalten mit Haustieren oder vielen Teppichen. Neu ist eine Staubbehältertrocknung, die den Behälter trocken und geruchsfrei halten soll. Staubbehälter leeren, Moppingpads reinigen oder das Wischpad trocknen ließen sich über den Startbildschirm auch direkt von Hand anstoßen.

Hand entnimmt den durchsichtigen Zyklon-Staubbehälter aus der Station des Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone
Der beutellose Zyklon-Staubbehälter lässt sich zum Entleeren einfach aus der Station ziehen und ebenso leicht reinigen.

Bedienung, Sprachsteuerung und KI

So gut die Hardware ist, bei der Software hätten wir uns an einer Stelle etwas mehr Zurückhaltung gewünscht. Die App bietet sehr viele Funktionen und Einstellungen und wirkt dadurch stellenweise überladen. Wer den vollen Funktionsumfang nutzen will, muss sich einarbeiten. Die KI-Funktionen sind optisch noch nicht überall sauber integriert, hier und da überlagern sich Texte oder Bedienelemente. Wir gehen aber davon aus, dass Ecovacs das per Software-Update nachbessert. Wünschenswert wäre eine Wahl zwischen Standard- und Expertenmodus, damit auf Wunsch nur die wichtigsten Funktionen erscheinen.

Startbildschirm der Ecovacs-App mit dem Deebot X12S OmniCyclone und seiner Absaugstation, Akkustand 100 Prozent
Der Startbildschirm der App zeigt den Deebot X12S OmniCyclone samt Station mit dem beutellosen Zyklonbehälter.

Gut gelöst ist die Anbindung ans iPhone. Über eine Live Activity seht ihr den Fortschritt der Reinigung direkt auf dem Sperrbildschirm, inklusive gereinigter Fläche, Laufzeit und Akkustand, ohne die App überhaupt zu öffnen. Im Alltag ist das die bequemste Art, den Roboter im Blick zu behalten.

Die KI-Funktionen selbst können im Alltag praktisch sein. Wir haben unsere Räume so beschriftet, dass sie sich per Sprachbefehl über den Assistenten YIKO ansteuern lassen, und die Befehle in der Praxis ausprobiert: Ein „Hi YIKO, Flur reinigen“ hat in unserem Test zuverlässig funktioniert. Ein Agent Mode lernt eure Reinigungsgewohnheiten, und ein Präferenz-Host nimmt sogar Regeln in Alltagssprache entgegen, zum Beispiel „das Schlafzimmer nach 22 Uhr meiden“. Das ist clever gemacht, für uns bleibt es bislang trotzdem bei der manuellen Einrichtung: Einmal in der App Wochentage, Zeiten und Räume zu hinterlegen, ist keine große Arbeit, und dafür braucht es aus unserer Sicht nicht zwingend einen KI-Agenten.

Chat-Ansicht des KI-Präferenz-Hosts in der Ecovacs-App zum Hinterlegen von Reinigungsregeln in Alltagssprache
Der KI-Präferenz-Host nimmt Reinigungsregeln in Alltagssprache entgegen. Die Oberfläche wirkt allerdings noch unfertig – der weiße Kasten überlagert die Kopfzeile und der letzte Hinweis ist rechts abgeschnitten.

Integrierte Kamera und Privatsphäre

Eine Besonderheit ist die integrierte Kamera, auf die ihr über die App zugreifen könnt. Der Roboter wird so zur fahrenden Überwachungskamera, mit der ihr etwa im Urlaub nachseht, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Die Bildqualität ist dabei überraschend gut und das Nachtsicht-Zusatzlicht hält das Bild auch bei wenig Licht scharf.

Lobenswert: Bevor ihr die Funktion nutzen könnt, müsst ihr sie einmalig per Tastendruck am Gerät aktivieren. Zusätzlich informiert der Roboter per Sprachansage, wenn die Kamera eingeschaltet wird. So bleibt nachvollziehbar, wann das Gerät filmt.

Screenshot Ecovacs Deebot X12S App: Überwachungsfunktion
Der Saugroboter wird zu einer fahrbaren Überwachungskamera. Die Bildqualität ist dabei überraschend gut.

Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone: technische Daten

TypSaug-Wisch-Roboter mit beutelloser All-in-One-Station
Saugleistung27.000 Pa, 53-AW-Motor
WischsystemOZMO Roller 3.0, 27 cm, selbstreinigend, seitlich ausfahrbar
FleckenvorbehandlungFocusJet (in der App „KI-Jet-Mopp“), sprühfreie Zonen definierbar
HinderniserkennungAIVI 3D 4.0 mit Nachtsicht-Zusatzlicht
NavigationKartierung mit Raumbeschriftung, virtuellen Grenzen und Karten für mehrere Etagen
Hindernisüberwindungbis 2,4 cm
Bauhöhe9,8 cm
Lautstärke (gemessen)50 bis 60 Dezibel je nach Saugstufe
Stationbeutelloser Zyklon-Staubbehälter, Moppwäsche mit Heißwasser, Warmlufttrocknung mit 63 °C, Giant-Wave-Hochdruckspülung der Bodenplatte, beheizbarer Schmutzwassertank bis 70 °C, Staubbehältertrocknung
AbsaugmodiStandard nach der Reinigung oder Hochfrequenz während der Reinigung
Kameraintegriert, Fernüberwachung; Freischaltung per Tastendruck am Gerät, Sprachansage bei Aktivierung
Sprachsteuerung und KIYIKO-Assistent, Agent Mode, Präferenz-Host für Regeln in Alltagssprache
Besonderheit iOSLive Activity mit Fortschritt auf dem Sperrbildschirm
Hausstaubmilbenbis 95,45 Prozent laut Hersteller, im Test nicht nachmessbar
Preisrund 1.300 Euro (UVP 1.299 Euro), Stand September 2026

Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone im Test: Unser Fazit

Der Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone ist ein empfehlenswerter Saugwischroboter mit einer sehr guten Reinigungsleistung. In unserem Test stimmte die Saugleistung, die FocusJet-Vorbehandlung nahm eingetrockneten Flecken den Schrecken, die ausfahrbare Walze reinigte bis an die Wand, und die beutellose Zyklon-Station sparte im Betrieb Geld und Müll. Dass er dabei mit 50 bis 60 Dezibel leise bleibt, flach genug für niedrige Möbel ist und dank Zusatzlicht auch im Dunkeln zuverlässig navigiert, macht ihn im Alltag angenehm.

Die App ist mächtig, aber teilweise etwas überladen – das sollte Ecovacs per Update glätten. Und der Preis von rund 1.300 Euro ist hoch. Unser Tipp: Nach der Markteinführung dürfte der Preis in den nächsten Wochen sinken oder im Rahmen von Rabattaktionen wie dem Amazon Prime Day immer wieder temporär reduziert sein.

Für wen lohnt sich das Gerät? Für alle, die einen leistungsstarken Saugwischroboter mit guter Fleckenbehandlung, tiefen Einstellmöglichkeiten und wartungsarmer, beutelloser Station suchen und bereit sind, sich in die App einzuarbeiten. Wer eine besonders schlichte Bedienung erwartet oder viele verspiegelte Sockelleisten hat, sollte die genannten Punkte einkalkulieren. Wer weniger ausgeben möchte, findet mit dem Ecovacs T90 Pro Omni ein günstigeres Modell derselben Marke. Alle weiteren Geräte findet ihr in unserer Übersicht der Saugroboter-Tests.

So haben wir getestet: Wir haben den Deebot X12S OmniCyclone über mehrere Tage im Alltag laufen lassen, auf Hartboden und auf Teppich. Geprüft haben wir die FocusJet-Vorbehandlung an eingetrocknetem Kaffee, die Kartierung inklusive einer verspiegelten Sockelleiste in der Küche, die Hinderniserkennung, die Sprachsteuerung, die Kamerafunktion und die Station im Dauerbetrieb. Die Lautstärke haben wir je Saugstufe gemessen: 50 bis 60 Dezibel. Nicht überprüfen konnten wir die vom Hersteller genannte Hausstaubmilben-Entfernungsrate von 95,45 Prozent, dafür fehlt uns die Laborausstattung.

Häufige Fragen zum Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone

Was ist der Unterschied zwischen dem Deebot X12S und dem X12 OmniCyclone?

Der X12S ist die IFA-2026-Version des X12 OmniCyclone. Beide nutzen die beutellose Zyklon-Station, die FocusJet-Vorbehandlung und die OZMO-Roller-3.0-Walze. Der X12S saugt mit 27.000 statt 22.000 Pa, erkennt Hindernisse per AIVI 3D 4.0 mit Nachtsichtlicht und fährt die Wischwalze seitlich aus.

Was kostet der Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone?

Rund 1.300 Euro, die UVP liegt bei 1.299 Euro (Stand September 2026). Zum Verkaufsstart gab es rund 100 Euro Rabatt, nach der Markteinführung sind weitere Aktionspreise wahrscheinlich.

Kommt der Deebot X12S wirklich ohne Staubbeutel aus?

Ja. Die Station sammelt den Schmutz in einem Zyklonbehälter, den ihr herausziehen und ausleeren könnt. Staubbeutel müsst ihr nie nachkaufen. Verschleißteile wie Wischwalze, Seitenbürste und Filter fallen weiterhin an.

Wie laut ist der Ecovacs Deebot X12S?

In unserem Test lagen die Werte je nach Saugstufe zwischen 50 und 60 Dezibel. Quietschen oder Klappern trat nicht auf, auch die Station arbeitet leise.

Passt der Deebot X12S unter niedrige Möbel?

Mit 9,8 Zentimetern Bauhöhe kommt er unter Möbel, an denen höhere Roboter scheitern. Hindernisse überwindet er bis 2,4 Zentimeter Höhe.

Eignet sich der Deebot X12S für Haushalte mit Teppich?

Ja. Er erkennt Teppiche, erhöht dort die Saugleistung und stellt das Wischen ein. In der App lassen sich Saugverstärkung, getrennte Trocken- und Wischdurchgänge sowie die Erkennung ultradünner Teppiche einstellen.

Was taugt die integrierte Kamera?

Die Bildqualität ist gut, das Nachtsicht-Zusatzlicht hält das Bild auch bei wenig Licht scharf. Die Funktion muss einmalig per Tastendruck am Gerät freigeschaltet werden, und der Roboter sagt per Sprachansage an, wenn die Kamera läuft.

Der Saug-Wischroboter Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone ist bei Amazon erhältlich*.

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    Author

    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.