Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow hat sich in unserer Redaktion schnell einen Spitzenplatz erobert – aktuell ist er sogar unser absoluter Lieblings-Saugroboter. Er verspricht nicht nur eine tadellose Reinigung, sondern auch einen besonders leisen Betrieb und eine Navigation, die selbst schwierige Hindernisse meistern soll. Ob der „Flow“ in seinem Namen Programm ist und wie er sich in einem Haushalt mit Tücken schlägt, haben wir für Euch ausführlich getestet.

Lieferumfang und Inbetriebnahme

Schon beim Auspacken fällt auf: Roborock geht neue Wege beim Design – besonders die Absaugstation sticht ins Auge. Mit ihren schönen, abgerundeten Formen wirkt sie deutlich organischer als die kantigen „Garagen“ vieler Mitbewerber. Gut gefällt uns auch, dass der Roboter fast vollständig in der Station verschwindet und vorne kaum herausragt.

Saugroboter Roborock Qrevo Curv 2 Flow: Foto des Saugroboters in der Ladestation.
Roborock Qrevo Curv 2 Flow: Die kompakte Ladestation versorgt den Roboter mit Frischwasser und saugt den Schmutz aus dem Gerät ab.

Doch die Station überzeugt nicht nur optisch, sondern auch funktional. Ausgestattet mit separaten Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sowie einem integrierten Staubbeutel, minimiert sie den Pflegeaufwand. Der Roboter übernimmt das Wassermanagement und die Staubentleerung selbstständig. Muss doch einmal nachgefüllt oder entleert werden, lassen sich die Behälter dank praktischer Griffe mühelos entnehmen. In der Station wird zudem die Wischwalze des Roboters automatisch gereinigt und anschließend mit heißer Luft getrocknet.

Foto der geöffneten Lade- und Absaugestation des Roborock Qrevo Curv 2 Flow
Die Wasserbehälter können unkompliziert aus der Station genommen und entleert, beziehungsweise aufgefüllt werden.

Ganz lautlos geht dieser Komfort allerdings nicht vonstatten. Hier müsst Ihr mit zwei Arten von Geräuschen rechnen:

  1. Die Absaugung: Wenn der Schmutz nach dem Einsatz aus dem Roboter in die Station gesaugt wird, entsteht ein kurzes, aber kräftiges Geräusch, das von der Lautstärke her an einen alten, klassischen Bodenstaubsauger erinnert.
  2. Die Selbstreinigung und Trocknung der Wischwalze: Während die Wischwalzen gereinigt und anschließend getrocknet werden, ist für einige Stunden ein dauerhaftes, leises Rauschen zu hören. Das ist zwar nicht laut, aber in stillen Räumen durchaus wahrnehmbar.

Am besten platziert Ihr die Station im Flur oder einem Nebenraum, wo die Geräuschkulisse nicht stört. Alternativ nutzt Ihr einfach die Zeitsteuerung der App und lasst den Roboter arbeiten (und sich reinigen), während Ihr außer Haus seid.

Die Einrichtung über die App ist gewohnt komfortabel. Nach dem Verbinden startet der Roborock Qrevo Curv 2 Flow sofort seine erste Erkundungsfahrt. Hier hat uns der Roboter direkt positiv überrascht: Die Raumkartierung hat auf Anhieb perfekt funktioniert. Damit der Grundriss auf Anhieb perfekt erfasst wird, solltet Ihr vor der Kartierung alle Türen öffnen und den Boden freiräumen.

Screenshot der Roborock-App: Kartierung
Nachdem die Kartierung gestartet wurde…
Screenshot der Roborock-App: Fertiger Grundriss
…steht wenige Minuten später der Grundriss in der App zur Verfügung.

Während Konkurrenzprodukte beim Kartieren unseres Erdgeschosses oft Probleme hatten und beispielsweise Küche und Wohnzimmer fälschlicherweise als einen einzigen Raum erfasst haben, hat der Sauger von Roborock den Grundriss direkt beim ersten Versuch richtig erfasst und die Räume korrekt getrennt. Sehr löblich – das spart nervige Nachkorrekturen in der App.

Handhabung und Reinigungsleistung: Sauber und leise

Was im Alltag sofort auffällt, ist die Lautstärke – oder besser gesagt: die Stille. Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist im Betrieb wirklich angenehm leise. Im Modus „Normal“, der für die tägliche Reinigung völlig ausreicht, haben wir mit einem Meter Abstand überschaubare 50 dB gemessen. Das ist vergleichbar mit einem leisen Gespräch oder Hintergrundmusik in Zimmerlautstärke. Man kann sich also problemlos im selben Raum aufhalten, ohne genervt zu sein.

Roborock Qrevo Curv 2 Flow von unten
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow setzt auf eine rotierende, ausfahrbare Wischwalze und zwei Seitenbürste.

Die Reinigungsleistung ist tadellos. Sowohl im Saug- als auch im Wischmodus leistet das Gerät mit bis zu 20.000 Pa Saugkraf ganze Arbeit. Besonders gut gefallen hat uns, dass der Roboter die Wischwalze seitlich ausfahren kann. Damit reinigt er wirklich fast bis an den Rand.

Wie die Konkurrenz erhöht auch dieser Roboter automatisch die Saugleistung, sobald er einen Teppich bemerkt. Auch das hat in unserem Test, unabhängig von der Farbe oder Art des Teppichs, problemlos funktionuert.

Roborock Qrevo Curv 2 Flow: Die Wischwalze wird bei Bedarf seitlich ausgefahren, um die Ränder zu reinigen.
Roborock Qrevo Curv 2 Flow: Die Wischwalze wird bei Bedarf seitlich ausgefahren, um die Ränder zu reinigen.

Wir wollten es genau wissen und haben eingetrocknete Flecken (in unserem Test Ketchup) auf den Fliesen hinterlassen. Das Ergebnis hat uns überzeugt: Die rotierende Wischwalze unter dem Gerät macht einen hervorragenden Job und hat die Verschmutzungen zuverlässig weggewischt. Der Roborock empfiehlt sich insbesondere für Wohnungen mit viel Fliesen oder anderen glatten Böden. Aber auch Staub oder grober Dreck wurde absolut zuverlässig beseitigt.

Auch wenn es eng wird, behält der Roboter den Überblick. Ein Beispiel aus unserem Esszimmer: Stuhlbeine wurden in unserem Test sauber im Kreis umfahren. Der Roborock „tanzt“ quasi um die Beine herum, um auch dort eine gründliche Reinigung zu gewährleisten, ohne hängen zu bleiben oder die Möbel zu rammen.

Ein klarer baulicher Nachteil: Durch den nicht versenkbaren Laserturm erreicht der Roboter eine Höhe von 11,9 cm. Das kann unter niedrigen Möbeln eng werden, weshalb sich vor dem Kauf ein kurzer Check mit dem Zollstock lohnt.

App-Steuerung, Kamera & Smart Home

Die Software-Seite war schon immer eine Stärke von Roborock. Die App ist sehr aufgeräumt, für Neulinge selbsterklärend und bietet unzählige Einstellungsmöglichkeiten, wie etwa:

  • Die erstellte Karte nachbearbeiten, Zimmer benennen und virtuelle Möbel auf der Karte platzieren.
  • Eingeben, in welcher Reihenfolge die Räume gereinigt werden sollen.
  • Reinigungseinstellungen pro Raum definieren: Soll nur gesaugt oder auch gewischt werden? Wie stark soll die Saugleistung und der Wasserfluss in dem jeweiligen Raum sein?
  • Reinigungsprogramme konfigurieren, damit beispielsweise nach dem Essen gezielt der Essbereich gereinigt wird.
  • Bereiche definieren, die nicht gereinigt werden dürfen (Sperrzonen).
  • Pläne für die regelmäßige Reinigung einstellen.
  • Die Arbeitsweise der Dockingstation anpassen: Wie oft soll abgesaugt werden? Wie lange soll die Wischwalze gereinigt werden?
  • Die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung anpassen.
Screenshot der Roborock-App: Homescreen
Die App wirkt aufgeräumt und lässt sich intuitiv bedienen.
Screenshot der Roborock-App: Ansicht während der Reinigung
Der aktuelle Status der Reinigung wird übersichtlich in der App dargestellt.

Ein ganz nettes Feature ist der Zugriff auf die integrierte Kamera des Roboters. Ihr könnt Euch das Livebild direkt in der Smartphone-App anschauen. Das ist praktisch, wenn Ihr unterwegs seid und Euch plötzlich fragt: „Habe ich die Gartentür eigentlich zugemacht?“
Einfach die App öffnen, die Liveansicht starten und den Roboter ferngesteuert zur Gartentür fahren lassen. Genauso einfach könnt Ihr nachsehen, welchen Blödsinn die Katze Zuhause gerade anstellt, während Ihr im Büro sitzt.

Sinnvoll: Die Kamera lässt sich nur nutzen, wenn sie per Tastendruck zuvor einmalig direkt am Gerät bestätigt wird. Ein reiner App-Zugriff reicht zur Aktivierung nicht aus.

Ein nettes Gimmick: Der Saugroboter wird bei Bedarf zu einer fahrenden Überwachungskamera.

Sprachsteuerung: „Hello Rocky“, Alexa, Google und Siri

Die Sprachsteuerung („Hello Rocky“) funktionierte im Test zuverlässig für Befehle wie „Mit dem Saubermachen beginnen“ oder „Hier nicht reinigen“.

Die Steuerung ist alternativ auch über Alexa und Google möglich. Wir konnten das Gerät problemlos in der Alexa App hinzufügen. Allerdings ist die genaue Wortwahl hier manchmal etwas holprig, wenn Ihr gezielt nur einen einzelnen Raum reinigen lassen wollt. Bei uns hat der Satz „Alexa, sage Roborock im Küche staubzusaugen“ (ja, im Küche anstatt in Küche) funktioniert – das geht zwar, geht aber sicher nicht leicht von der Zunge.

Unser Tipp: Nutzt die Alexa Routinen, um die Sprachsteuerung des Roborocks zu vereinfachen

In der Alexa App könnt Ihr einfach einen eigenen, kurzen Sprachbefehl (z.B. „Alexa, Wohnzimmer saugen“) hinterlegen. Die Routine triggert dann im Hintergrund den oben genannten, komplizierten Befehl an Roborock weiter. So müsst Ihr Euch die langen Sätze nicht merken und die Steuerung fühlt sich viel natürlicher an. Konkret geht Ihr dafür wie folgt vor:

  1. Alexa App öffnen und über das Plus-Zeichen oben rechts den Roborock als neues Gerät hinzufügen.
  2. Anschließend wechselt Ihr zu den Routinen und erstellt mit dem Plus-Symbol eine neue Routine.
  3. Unter „WENN“ wählt Ihr als Ereignis „Stimme“ aus und gebt den von Euch gewünschten Sprachbefehl ein. Zum Beispiel: „Alexa, reinige das Wohnzimmer“. An dieser Stelle könnt Ihr auch mehrere Sprachbefehle eingeben, zum Beispiel ergänzend „Alexa, sauge das Wohnzimmer“ oder ähnliches.
  4. Jetzt fügt Ihr eine neue Aktion hinzu. Unter „ALEXA WIRD“ wählt Ihr das Plus-Symbol und anschließend „Benutzerdefiniert“ aus . An dieser Stelle müsst Ihr jetzt den längeren Sprachbefehl eingeben, den Alexa an Roborock weitergeben soll: „Alexa, sage Roborock im Wohnzimmer staubzusaugen“
  5. Fertig. Mit dem Alexa-Befehl „Alexa, reinige das Wohnzimmer“ wird der Roborock sich jetzt an die Arbeit machen.

Natürlich wäre es wünschenswert, wenn so eine erweiterte, natürliche Spracherkennung „out of the box“ funktionieren würde – hier gibt es noch Luft nach oben.

Übrigens: Ergänzend könnt Ihr auch Siri Kurzbefehle verwenden, um Euren Saugroboter zu steuern. Tippt dafür auf dem Startscreen in der Roborock-App unten rechts auf „Profil“, anschließend auf „Smarte Steuerung“ und dann auf „Siri-Befehle“. Mit dem Plus-Symbol oben rechts könnt Ihr neue Siri-Befehle erstellen. Neben den Standardfunktionen wird auch hier eine selektive Zimmerreinigung unterstützt.

Matter-Integration: Roborock meets Homey (oder andere Matter-kompatible Smart Home-Systeme)

Wichtig für die Integration in Euer Smart Home: Der Saugroboter unterstützt den Matter-Standard. Wir haben das Gerät damit ganz einfach in unser System (in unserem Fall Homey) einbinden können. Zwar sind die Funktionen hier noch auf Basics beschränkt, aber wir konnten so eine Automation konfigurieren, die die Reinigung automatisch startet, sobald niemand mehr Zuhause ist.

Falls Ihr Homey nutzt, haben wir noch eine Empfehlung: Installiert die Roborock-App für Homey, anstatt nur auf Matter zu setzen. Das System bietet Euch auf diesem Weg viel tiefere Einstellungsmöglichkeiten, wie etwa das Ansteuern einzelner Räume und Zonen oder das Ändern der Reinigungsmodi.

So gut funktioniert die Navigation und Hinderniserkennung

Hier kommt die wohl größte Überraschung unseres Tests: Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter in unseren Tests, der endlich keinerlei Probleme mit den verspiegelten Sockelblenden in unserer Küche hat – juhu! Während andere Roboter hier die Orientierung verlieren und die Karte „zerschießen“, erkennt der Roborock die Spiegelung korrekt und navigiert souverän daran vorbei.

Hindernisse wie Schuhe, Kabel und Spielzeug stellen hingegen kein Problem dar – sie wurden sauber erkannt und umfahren. Dabei hilft auch ein LED-Licht auf der Vorderseite, das der Roboter bei Bedarf automatisch einschaltet, um eine bessere Sicht zu haben.

Foto des Saugroboters Roborock Qrevo Curv 2 Flow (Ansicht von vorne)
Kameras, Sensoren und LED-Licht ermöglichen eine zuverlässige Navigation und Hinderniserkennung.

Trotz der guten Hinderniserkennung durch Kamera und Sensoren gibt es physikalische Grenzen. Sehr kleine Teile, wie zum Beispiel einzelne Lego-Steine, werden eher übersehen. Deshalb gilt: Am besten entweder vor der Reinigung kleine Gegenstände vom Boden wegräumen oder aber für den entsprechenden Bereich (z.B. die Lego-Ecke im Kinderzimmer) eine Sperrzone in der App einrichten. So verhindert Ihr zuverlässig Kollisionen mit Legofiguren oder das Einsaugen von Kleinteilen.

Fazit

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist aktuell unser Favorit. Er verbindet eine starke Saugkraft mit einer exzellenten Wischfunktion, die selbst eingetrockneten Ketchup besiegt. Besonders beeindruckend ist die Ruhe, mit der er arbeitet, und die Fähigkeit, mit schwierigen Oberflächen wie Spiegeln umzugehen.

Die Kombination aus präziser Kartierung, (wenn auch etwas komplizierter) Sprachsteuerung, Matter-Support und dem Kamera-Zugriff macht ihn zum fast perfekten Allrounder. Lediglich bei sehr kleinen Gegenständen solltet Ihr – wie bei fast allen Robotern – etwas Vorsicht walten lassen, Sperrzonen nutzen oder vor der Reinigung den Boden freiräumen.

Wer eine Wohnung mit vielen Hartböden, verspiegelten Elementen oder Haustieren hat, bekommt mit dem Roborock Qrevo Curv 2 Flow den derzeit besten Haushaltshelfer auf dem Markt – sofern der Roboter mit seinen 11,9 cm genug Platz unter Euren Möbeln hat.

Der reguläre Verkaufspreis von rund 1.300 Euro erscheint uns trotz des sehr überzeugenden Leistungsumfangs etwas hoch angesetzt, erfreulicherweise bekommt Ihr das Gerät aber immer mal wieder mit einem deutlichen Preisnachlass im Handel.

Preis und Verfügbarkeit

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist regulär für rund 900 Euro erhältlich. Bei Amazon bekommt Ihr den Saugroboter aktuell mit 17 Prozent Rabatt für rund 750 Euro*.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 7.03.2026 um 05:09 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Roborock Qrevo Curv 2 Pro

9.4

Einrichtung & Bedienung

10.0/10

Reinigungsleistung

10.0/10

Funktionsumfang

9.0/10

Verarbeitung & Design

10.0/10

Preis-Leistung

8.0/10

Vorteile

  • sehr gute Reinigungsleistung
  • einfache Bedienung
  • gute Hinderniserkennung
  • ansprechendes Design
  • reinigt vergleichsweise leise
  • Matter-Integration

Nachteile

  • relativ hoher Preis (Achtet auf Rabattaktionen)
  • Sprachsteuerung etwas umständlich
  • hohe Bauweise (Laserturm kann nicht eingefahren werden)
  • Betriebsgeräusch der Reinigungsstation
Author

Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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