Das SwitchBot Smart Lock Ultra ist ein nachrüstbares Smart Lock, das ihr ohne Bohren auf euren vorhandenen Zylinder setzt. Neben Zahlencode, App und NFC-Karte entriegelt es die Tür auf Wunsch per 3D-Gesichts- oder Handvenenerkennung, und in unserem Test lief das durchweg zuverlässig. Über den mitgelieferten Hub Mini mit Matter bindet ihr das Schloss in HomeKit, Alexa, Google Assistant, Homey und Home Assistant ein. Wir zeigen euch, warum das Set die ganze Familie glücklich macht, wo der hohe Funktionsumfang seinen Preis hat und für wen sich rund 320 Euro lohnen.

Kurzfazit: Das SwitchBot Smart Lock Ultra* ist ein Smart Lock mit außergewöhnlich hohem Funktionsumfang: Gesichts- und Handvenenerkennung, Fingerabdruck, Zahlencode, NFC, App, Apple Watch und mechanischer Schlüssel. Die Montage gelingt ohne Bohren in wenigen Minuten, die biometrische Erkennung arbeitete im Test zuverlässig. Dank Hub Mini mit Matter passt das Schloss in nahezu jedes Smart-Home-System. Wermutstropfen: Es trägt an der Tür etwas auf, der Preis liegt bei rund 320 Euro und Apple Home Key wird nicht unterstützt.

SwitchBot Smart Lock Ultra

ca. 320 €
9

Funktionsumfang

10.0/10

Zuverlässigkeit

9.5/10

Einrichtung & Montage

9.0/10

Smart-Home-Integration

9.0/10

Preis-Leistung

7.5/10

Vorteile

  • Sehr hoher Funktionsumfang mit vielen Entriegelungsmethoden
  • Gesichts- und Handvenenerkennung im Test zuverlässig
  • Einfache Montage ohne Bohren, Adapter für Knauf-Zylinder dabei
  • Breite Smart-Home-Anbindung über Matter (HomeKit, Alexa, Google, Homey, Home Assistant)
  • Redundantes Energiekonzept mit Zweitakku und Notöffnung
  • Zugangsdaten verschlüsselt und laut Hersteller lokal gespeichert

Nachteile

  • Trägt an der Tür etwas auf und wirkt leicht klobig
  • Mit rund 320 Euro relativ hoher Preis
  • Kein Apple Home Key
  • USB-Netzteil für den Hub (USB-A) nicht im Lieferumfang

Braucht ihr wirklich ein smartes Türschloss? Spätestens dann ja, wenn das Kind ohne Schlüssel vor der Tür steht, ihr euren eigenen Schlüssel verlegt habt oder ihr Besuch hereinlassen wollt, während ihr selbst noch im Stau steht. Ein smartes Türschloss entschärft solche Momente, weil es die Tür auf mehreren Wegen öffnet und ihr nicht mehr allein vom einen Schlüssel abhängt.

Das SwitchBot Smart Lock Ultra gehört zu den nachrüstbaren Schlössern: Ihr setzt es von innen auf euren bestehenden Schließzylinder, ohne die Tür zu verändern oder zu beschädigen. Von außen bleibt alles wie gehabt, im Notfall funktioniert der normale Schlüssel weiter. Das macht es für Mietwohnungen interessant, in denen ihr baulich nichts verändern dürft. Und wer eine Ferienwohnung vermietet, lässt seine Gäste über einen zeitlich begrenzten Zahlencode selbst hinein, ganz ohne Schlüsselübergabe vor Ort.

Das Besondere an der Ultra-Variante ist der schiere Funktionsumfang. Zusätzlich zu den üblichen Wegen wie App, Zahlencode und NFC-Karte bringt das Set eine 3D-Gesichts- und eine Handvenenerkennung mit, wie ihr sie sonst eher vom Smartphone kennt. Über den beiliegenden Hub Mini mit Matter spricht das Schloss außerdem mit praktisch jedem gängigen Smart-Home-System.

Wir haben das SwitchBot Smart Lock Ultra über mehrere Wochen im Alltag genutzt und dabei Montage, die verschiedenen Entriegelungsmethoden, die Zuverlässigkeit der Biometrie, das Energiekonzept und die Smart-Home-Anbindung geprüft. Hier sind unsere Ergebnisse.

Montiertes SwitchBot Smart Lock Ultra an der Türinnenseite
In wenigen Minuten fertig montiert: das montierte SwitchBot Smart Lock Ultra im Test.

Was steckt im Set

Genau genommen testet ihr hier nicht ein einzelnes Gerät, sondern ein Zusammenspiel aus mehreren Komponenten. Das eigentliche Schloss sitzt innen auf dem Zylinder und übernimmt das mechanische Auf- und Zusperren. Die 3D-Gesichts- und Handvenenerkennung sowie das Tastenfeld für den Zahlencode und den Fingerabdruck stecken in der außen angebrachten Einheit, die SwitchBot Keypad Vision Pro nennt. In der App selbst läuft das Schloss unter der Bezeichnung Lock Ultra E1. Dazu kommt der Hub Mini, der das Schloss ins WLAN und per Matter in euer Smart Home bringt.

Diese Aufteilung ist wichtig zu verstehen, weil davon abhängt, welche Funktion an welcher Stelle sitzt. Das Schloss allein öffnet die Tür per App, Zeitplan oder Automatik. Erst mit der Vision-Einheit kommen Gesicht, Handvene, Fingerabdruck und Code dazu, und erst der Hub Mini stellt die Verbindung zu HomeKit, Alexa und Co. her. In unserem Testpaket war alles enthalten, sodass wir den vollen Funktionsumfang ausprobieren konnten.

Zur Einordnung: Wenn es in Deutschland um Nachrüstschlösser geht, ist Nuki die Marke, an der sich die anderen messen lassen müssen. SwitchBot setzt den Hebel bei der Ausstattung an. Ein weiteres Nachrüstschloss, das euch Gesichts- und Handvenenerkennung, Fingerabdruck und ein derart redundantes Energiekonzept in einem Set liefert, ist uns bislang nicht begegnet.

Technische Daten im Überblick

  • Typ: nachrüstbares Smart Lock für vorhandene Schließzylinder
  • Entriegelung: 3D-Gesichtserkennung, Handvenenerkennung, Fingerabdruck, Zahlencode, NFC-Karte, SwitchBot-App, Apple Watch, Sprachbefehl, mechanischer Schlüssel
  • Gesichtserkennung: Reichweite 0,6 bis 0,9 m, auch im Dunkeln (laut Hersteller)
  • Handvenenerkennung: Reichweite 8 bis 25 cm (laut Hersteller)
  • Fehlerkennungsrate: unter 0,0001 % (laut Hersteller)
  • Speicher: bis zu 100 Gesichter, Fingerabdrücke, PIN-Codes und NFC-Tags
  • Verschlüsselung: AES-128, Gesichts- und Handvenendaten lokal gespeichert (laut Hersteller)
  • Energie: wiederaufladbarer Hauptakku, Notfall-Zweitakku für ca. 500 Öffnungen, Mikrostrom-Entriegelung als dritte Ebene, mechanischer Schlüssel (laut Hersteller)
  • Montage: ohne Bohren, magnetischer Schnellverschluss, Adapter für Knauf-Zylinder, optionales Adapter-Kit separat erhältlich
  • Smart Home: Hub Mini mit Matter, kompatibel mit HomeKit, Alexa, Google Assistant, Homey, Home Assistant
  • App: SwitchBot-App (Gerätename „Lock Ultra E1″), heller und dunkler Modus, Anzeige von Schlossstatus, Türstatus und Akkustand
  • Erweiterbar: optionale Kopplung von Videotürklingel und Fernbedienung
  • Lieferumfang: Smart Lock, Keypad Vision Pro (Gesicht/Handvene/Code/Fingerabdruck), Hub Mini, drei Aufkleber in Holzoptik, mechanischer Schlüssel (USB-A-Netzteil für den Hub nicht enthalten)
  • Preis: rund 320 Euro

Montage: nachrüsten ohne Bohren

Die Montage des Schlosses hat uns im Test wenig Mühe gemacht. Ihr benötigt einen Schließzylinder, bei dem innen noch der Schlüssel steckt oder steckenbleiben kann, und montiert die Basis mit dem magnetischen Schnellverschluss darüber. SwitchBot verzichtet auf Bohren an der Tür. Für die Optik liegen drei Aufkleber in Holzoptik bei, mit denen ihr das Gehäuse an eure Tür anpassen könnt.

Montage des SwitchBot Smart Lock Ultra: Halterung mit eingestecktem Schlüssel wird verschraubt
Die Montage in Kürze: Schlüssel einstecken, Halterung aufsetzen und mit den kleinen Schrauben fixieren.

Praktisch fanden wir, dass ein Adapter für Knauf-Zylinder dabei ist. Gerade Wohnungstüren mit festem Außenknauf sind für viele Nachrüstschlösser ein Problem, hier deckt das Ultra einen breiten Teil der gängigen Schließsysteme ab. Für seltenere Türtypen bietet SwitchBot laut Hersteller ein optionales Adapter-Kit an, das separat erhältlich ist und die Kompatibilität auf 99 Prozent aller Schlossdesigns erweitern soll.

Der mitgelieferte Hub Mini fällt dabei angenehm klein aus und verschwindet unauffällig an der Steckdose. Seinen Strom zieht er über USB-A, ein passendes Netzteil liegt allerdings nicht bei. Das müsst ihr aus dem eigenen Fundus beisteuern, was bei USB-A-Ladegeräten in den meisten Haushalten kein Problem sein dürfte.

Die Einrichtung lief bei uns unkompliziert. Zuerst haben wir den Hub in Betrieb genommen: In der SwitchBot-App verbindet ihr ihn per Bluetooth mit dem Smartphone und gebt euer WLAN-Passwort ein, mehr ist nicht nötig. Danach haben wir den Akku ins Lock Ultra eingelegt und das Schloss in der App ausgewählt. Die Verbindung stand auf Anhieb, nur ein kurzes Firmware-Update schob sich dazwischen, das nach rund einer Minute erledigt war. Zum Schluss wählt ihr noch die Art eures Schlosses aus, also ob es mit oder ohne Falle arbeitet, damit das Lock Ultra den Riegel richtig ansteuert.

Das Keypad Vision Pro für die Biometrie bringt ihr außen an der Tür an. Zum Einschalten legt ihr den Netzschalter auf der Rückseite um; anschließend haltet ihr beide Tasten am Keypad rund zwei Sekunden gedrückt, bis die Anzeige grün blinkt, und koppelt es in der App. Danach hinterlegt ihr die gewünschten Nutzer mit Gesichtern, Handvenen, Fingerabdrücken, PIN-Codes und NFC-Tags. Insgesamt fasst das System bis zu 100 solcher Zugangsdaten, damit deckt ihr auch einen größeren Haushalt oder eine WG locker ab.

Viele Wege in die Wohnung

Der größte Trumpf des Ultra ist die Vielfalt an Entriegelungsmethoden. Neben Gesichts- und Handvenenerkennung öffnet ihr die Tür per Fingerabdruck, Zahlencode, NFC-Karte, über die SwitchBot-App, per Apple Watch oder Sprachbefehl. Zusätzlich bleibt der klassische mechanische Schlüssel als Rückfallebene erhalten. Diese Bandbreite macht das Schloss im besten Sinne familientauglich: Jedes Haushaltsmitglied nutzt den Weg, der am besten passt.

In der SwitchBot-App legt ihr pro Person fest, wer welchen Weg nutzt, und für Gäste lässt sich ein zeitlich begrenzter Zahlencode anlegen, der nur in einem bestimmten Zeitraum gilt. Wer das Smartphone dabei hat, öffnet die Tür per App oder über die SwitchBot-App auf der Apple Watch. Eine Einschränkung gibt es bei der Apple Watch: Das direkte Auflegen der Uhr auf das Keypad läuft über NFC und setzt derzeit eine Express-Transit-Karte voraus, für die es in Europa noch keine offiziell unterstützte Variante gibt.

Die Reaktionszeiten waren dabei durchgehend kurz. Egal ob Code, Fingerabdruck oder Gesicht: Zwischen Auslösen und dem hörbaren Entriegeln lagen im Test nur Sekunden. Das Schloss wirkte in dieser Hinsicht ausgereift und ließ uns nie unnötig vor der Tür warten.

Gesichts- und Handvenenerkennung im Test

Montiertes SwitchBot Keypad Vision Pro mit Gesichts- und Handvenenerkennung an der Tür
Das Keypad Vision Pro übernimmt Gesichts-, Handvenen- und Fingerabdruckerkennung sowie den Zahlencode.

Die 3D-Gesichtserkennung ist das Aushängeschild des Ultra, und sie hat im Test überzeugt. Ihr tretet vor die Tür, und das Schloss erkennt euch und entriegelt, ohne dass ihr etwas berühren müsst. Laut Hersteller arbeitet die Erkennung in einem Abstand von 0,6 bis 0,9 Metern und funktioniert auch im Dunkeln, weil das System auf strukturiertes Infrarotlicht statt auf eine normale Kamera setzt. In unserem Test klappte das Entriegeln zuverlässig, auch bei schlechten Lichtverhältnissen gab es keine Probleme.

Noch spannender fanden wir die Handvenenerkennung. Dabei haltet ihr die Handfläche in einem Abstand von 8 bis 25 Zentimetern vor den Sensor, der das Muster eurer Handvenen liest. Das ist gerade dann praktisch, wenn ihr die Hände voll habt oder eine Gesichtserkennung im Winter unter Mütze und Schal an ihre Grenzen kommt. Auch hier stellten wir im Test keine Fehlversuche fest, das Schloss öffnete zuverlässig. Beim Anlernen bittet euch die App, die Handfläche in etwa 10 bis 20 Zentimetern Abstand vor den Scanner zu halten und leicht vor und zurück zu bewegen, damit die Erfassung schneller und genauer gelingt.

Wie treffsicher die Erkennung statistisch ist, lässt sich im Alltag naturgemäß nicht nachmessen. SwitchBot gibt die Fehlerkennungsrate mit unter 0,0001 Prozent an, das bleibt also eine Herstellerangabe. Für unseren Testzeitraum können wir festhalten, dass weder das Gesicht noch die Handvene je eine fremde Person durchgelassen oder uns fälschlich abgewiesen hätte.

Eine Einschränkung ist uns im Test aufgefallen: Steht das Keypad in der prallen Sonne, arbeiten Gesichts- und Handvenenerkennung nicht mehr zuverlässig. Dann greift ihr auf Fingerabdruck oder Zahlencode zurück, was den Alltag kaum bremst. Den Montageort solltet ihr trotzdem mit Bedacht wählen und das Keypad möglichst nicht in die pralle Mittagssonne setzen.

Datenschutz und Sicherheit

Biometrie an der Haustür wirft zu Recht Fragen zum Datenschutz auf, und hier macht SwitchBot einige Zusagen. Laut Hersteller werden alle Gesichts- und Handvenendaten ausschließlich lokal im Gerät gespeichert und niemals in die Cloud hochgeladen. Die Gesichtserkennung nutzt nach Herstellerangabe ein 3D-Strukturlicht-Verfahren, das sich nicht mit einem einfachen Foto austricksen lassen soll, und die hinterlegten Zugangsdaten werden mit AES-128 verschlüsselt.

Diese Angaben können wir im Test nicht unabhängig überprüfen, sie decken sich aber mit einem sinnvollen Konzept für ein Türschloss: Sensible Daten bleiben auf dem Gerät, statt über einen Cloud-Dienst zu laufen. Wer der Biometrie grundsätzlich skeptisch gegenübersteht, kann das Ultra übrigens auch komplett ohne Gesicht und Handvene betreiben und sich auf Code, NFC, App und Schlüssel beschränken.

Energiekonzept: dreifach abgesichert

Ausgesperrt zu sein, weil der Akku schlappmacht, ist der Albtraum bei jedem elektronischen Schloss. SwitchBot begegnet dem mit gleich drei Ebenen. Im Inneren arbeitet ein wiederaufladbarer Hauptakku; während er lädt, übernimmt laut Hersteller automatisch ein Notfallakku, den SwitchBot mit rund 500 Öffnungen angibt. Das Schloss bleibt so durchgehend einsatzbereit, ohne dass ihr an Ladezyklen denken müsst.

Sollten beide Akkus leer sein, bleibt eine dritte Ebene: Über eine Mikrostrom-Entriegelung lässt sich das Schloss laut Hersteller mit minimaler Stromzufuhr noch öffnen. Und selbst wenn die gesamte Elektronik ausfällt, kommt ihr über den klassischen mechanischen Schlüssel weiterhin in die Wohnung. Damit ist das Szenario, dass ihr wegen eines leeren Akkus ausgesperrt seid, in der Praxis kaum vorstellbar.

Außerdem bekommt ihr selbstverständlich eine Push-Nachricht auf euer Smartphone, sobald der Akku zur Neige geht.

Smart Home-Integration des Smart Lock Ultra: Matter macht den Unterschied

Für uns als Smart-Home-Magazin ist die Anbindung ein zentraler Punkt, und hier spielt das Ultra seine Stärke aus. Der mitgelieferte Hub Mini unterstützt Matter, den herstellerübergreifenden Smart-Home-Standard. Darüber lässt sich das Schloss in HomeKit, Alexa und Google Assistant einbinden und dort in Automationen und Sprachbefehle einbeziehen.

Die Kompatibilität geht aber noch weiter. Neben den großen Plattformen nennt SwitchBot auch Home Assistant und Homey als unterstützte Systeme. Damit deckt das Ultra sowohl die Ökosysteme großer Konzerne als auch die flexiblen Bastel- und Enthusiasten-Zentralen ab. Diese Breite ist bei Smart Locks keine Selbstverständlichkeit, viele Schlösser beschränken sich auf ein oder zwei Systeme.

Einen wichtigen Haken müsst ihr im Apple-Umfeld beachten: Apple Home Key wird nicht unterstützt. Ihr könnt das Schloss also zwar über HomeKit steuern und automatisieren, aber nicht per hinterlegtem Schlüssel in der Apple Wallet einfach per iPhone oder Apple Watch antippen und öffnen. Wer genau diese Funktion sucht, sollte das vor dem Kauf berücksichtigen.

Die SwitchBot-App im Alltag

Screenshot der SwitchBot-App mit Schlossstatus, Türstatus und Akkustand
Übersichtlich aufgebaut: Die SwitchBot-App zeigt Schlossstatus, Türstatus und Akkustand auf einen Blick.

Der Startbildschirm der App ist übersichtlich aufgebaut. In der Mitte sitzt ein großer Schalter, der den aktuellen Zustand anzeigt, im Test etwa „Türschloss offen“, und über den ihr das Schloss auf- und zusperrt. Am oberen Rand seht ihr zusätzlich den Türstatus, also ob die Tür selbst offen oder geschlossen ist, sowie den Akkustand. Die App unterstützt einen hellen und einen dunklen Modus und richtet sich dabei nach eurer Systemeinstellung.

Darunter bündelt die App die zugehörigen Komponenten. Das Keypad taucht als eigener Eintrag auf, dazu lassen sich optional eine Videotürklingel und eine Fernbedienung koppeln, die in unserem Test noch nicht verbunden waren. Damit könnt ihr das Schloss über die reine Türfunktion hinaus zu einem kleinen Zugangssystem ausbauen. Ein separater Menüpunkt für die Notentriegelung führt euch außerdem durch das Öffnen, falls der Akku einmal leer sein sollte.

Design und Alltag

Fertig montiertes SwitchBot Smart Lock Ultra an der Türinnenseite
Fertig montiert: Das Schloss sitzt kompakt an der Türinnenseite und bleibt von außen unsichtbar.

Optisch bleibt das Ultra ein Nachrüstschloss, und das ist ihm anzusehen. Trotz des laut Hersteller schlankeren Gehäuses trägt die Einheit innen an der Tür ein wenig auf und wirkt etwas klobig. Zwei Dinge relativieren das im Alltag: Die Einheit sitzt an der Türinnenseite, eure Gäste sehen von außen also gar nichts davon, und mit den beiliegenden Aufklebern in Holzoptik nehmt ihr das Gehäuse optisch zurück. Nach ein paar Tagen fällt es kaum noch auf.

Insgesamt fügte sich das Schloss im Test unauffällig in den Alltag ein. Es funktionierte über den gesamten Testzeitraum zuverlässig, reagierte schnell und gab uns nie das Gefühl, ihm nicht trauen zu können. Genau das ist bei einem Türschloss die wichtigste Eigenschaft, denn hier zählt Verlässlichkeit mehr als jede Zusatzfunktion.

SwitchBot Smart Lock Ultra im Test: Unser Fazit

Das SwitchBot Smart Lock Ultra ist eines der vielseitigsten Smart Locks, die uns bisher untergekommen sind. In unserem Test hat es über Wochen zuverlässig funktioniert, ließ sich ohne Bohren in wenigen Minuten nachrüsten und öffnete die Tür auf jedem der zahlreichen Wege ohne Zicken. Gesichts- und Handvenenerkennung arbeiteten präzise, und die vielen Entriegelungsmethoden machen das Schloss zu einer echten Familienlösung, bei der jedes Haushaltsmitglied seinen bevorzugten Weg wählt. Dazu kommt eine breite Smart-Home-Anbindung über Matter, die von HomeKit und Alexa bis zu Home Assistant und Homey reicht, sowie ein durchdachtes, dreifach abgesichertes Energiekonzept.

Die Schwächen sind überschaubar, aber vorhanden. Das Gehäuse trägt an der Tür etwas auf und wirkt leicht klobig, im Alltag störte uns das nicht. Mit rund 320 Euro ist das Set kein Schnäppchen, den Preis rechtfertigt allerdings der außergewöhnliche Funktionsumfang. Ärgerlicher ist das Fehlen von Apple Home Key: Wer sein iPhone oder seine Apple Watch einfach ans Schloss halten will, geht hier leer aus, auch wenn die HomeKit-Steuerung ansonsten vorhanden ist.

Wenn ihr ein zuverlässiges, extrem gut ausgestattetes Nachrüstschloss für einen Mehrpersonenhaushalt sucht und Wert auf breite Smart-Home-Kompatibilität legt, ist das Ultra eine klare Empfehlung. Wer zwingend Apple Home Key braucht oder ein möglichst unauffälliges Schloss sucht, sollte sich die Alternativen ansehen.

Ihr findet das SwitchBot Smart Lock Ultra bei Amazon* oder auf der Switchbot-Website.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 28.07.2026 um 15:22 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

 

Häufige Fragen zum SwitchBot Smart Lock Ultra

Kann ich das SwitchBot Smart Lock Ultra in einer Mietwohnung nutzen?

Ja. Das Schloss wird von innen auf den vorhandenen Schließzylinder gesetzt, ohne Bohren oder bauliche Veränderungen. Von außen bleibt die Tür unverändert, und der mechanische Schlüssel funktioniert weiterhin. Ein Adapter für Knauf-Zylinder liegt bei, für seltenere Türtypen gibt es laut Hersteller ein optionales Adapter-Kit.

Funktioniert die Gesichtserkennung auch im Dunkeln?

Ja. Die 3D-Gesichtserkennung nutzt laut Hersteller strukturiertes Infrarotlicht statt einer normalen Kamera und arbeitet daher auch bei Dunkelheit. In unserem Test entriegelte das Schloss auch bei schlechten Lichtverhältnissen zuverlässig. Die Erkennung funktioniert in einem Abstand von 0,6 bis 0,9 Metern.

Werden meine Gesichtsdaten in die Cloud hochgeladen?

Laut Hersteller nein. SwitchBot gibt an, dass alle Gesichts- und Handvenendaten ausschließlich lokal im Gerät gespeichert und mit AES-128 verschlüsselt werden. Diese Angabe können wir im Test nicht unabhängig überprüfen. Wer möchte, kann das Schloss auch ganz ohne Biometrie nur mit Code, NFC, App und Schlüssel betreiben.

Unterstützt das Ultra Apple Home Key?

Nein. Über den Hub Mini mit Matter lässt sich das Schloss zwar in HomeKit einbinden und steuern, aber Apple Home Key wird nicht unterstützt. Ihr könnt die Tür also nicht per in der Apple Wallet hinterlegtem Schlüssel durch Antippen mit iPhone oder Apple Watch öffnen.

Was passiert, wenn der Akku leer ist?

Dann bleibt ihr trotzdem nicht ausgesperrt. Während der Hauptakku lädt, übernimmt laut Hersteller ein Notfall-Zweitakku mit Kapazität für rund 500 Öffnungen. Sind beide leer, lässt sich das Schloss über eine Mikrostrom-Entriegelung mit minimaler Stromzufuhr öffnen. Zusätzlich funktioniert immer der mechanische Schlüssel.

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    Author

    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.