Mähroboter kommen meistens gut mit der freien Fläche im Garten klar. Der Bereich entlang von Mauern, Beeten und Zäunen bleibt aber oft eine Schwachstelle – dort landet dann doch wieder der Trimmer in eurer Hand. Mammotion will das mit dem neuen Luba 4 AWD ändern, den das Unternehmen auf der IFA 2026 in Berlin vorgestellt hat.

Vier Kameras, Lidar und RTK: Rundumsicht als Prinzip

Kern des neuen Modells ist ein überarbeitetes Navigationssystem, das Mammotion „Tri-Fusion“ nennt. Vier Weitwinkelkameras erfassen dabei Front, Seiten und Heck des Mähers gleichzeitig, dazu kommen 360-Grad-Lidar und RTK-Positionsbestimmung. Die drei Systeme sollen sich laut Hersteller gegenseitig absichern, damit der Mäher auch unter dichten Bäumen oder bei schlechten Lichtverhältnissen zuverlässig seine Position kennt und Hindernissen ausweicht.

Praktisch für die Einrichtung: Ihr müsst laut Mammotion keine Begrenzungsdrähte vergraben und auch keine separate RTK-Basisstation aufstellen. Der nötige Positionierungsdienst „iNavi“ ist demnach lebenslang im Kaufpreis enthalten.

Kanten mähen ohne Nacharbeit

Die eigentliche Neuerung betrifft aber die Ränder des Rasens. Ein optionaler, ausklappbarer Trimm-Arm am Heck des Geräts soll näher an Wände, Gehwege und andere feste Kanten heranreichen, als es die regulären Mähscheiben schaffen. Bislang bleibt bei den meisten Mährobotern genau dort ein schmaler ungemähter Streifen übrig. Ähnliche Ansätze verfolgt inzwischen auch Konkurrent Dreame mit eigenen Kantenschneide-Systemen – der Wettbewerb um die „letzte Meile“ der Rasenpflege ist also in vollem Gange.

Auch beim Antrieb hat sich einiges getan: Statt omnidirektionaler Räder setzt Mammotion beim Luba 4 AWD nun auf klassisch lenkbare Vorderräder samt Allradantrieb mit individueller Drehmomentverteilung pro Rad. Das soll engere Wendemanöver ermöglichen, ohne dass sich der Mäher bei Drehungen in die Grasnarbe eingräbt und Kahlstellen hinterlässt. Steigungen bis 80 Prozent (rund 38,6 Grad) sollen laut Hersteller kein Problem darstellen. Zudem kann das Gerät dank Kameras vorne und hinten die Fahrtrichtung wechseln, ohne dafür wenden zu müssen.

Drei Größen für unterschiedliche Gärten

Der Luba 4 AWD kommt in drei Varianten, die sich vor allem in der empfohlenen Rasenfläche unterscheiden: das Modell 3000F für rund 3.000 Quadratmeter, das 6000F für rund 6.000 Quadratmeter und das Topmodell 12000F für bis zu 12.000 Quadratmeter. Die größeren Varianten setzen auf breitere Schneidwerke mit bis zu drei Mähscheiben und einer Schnittbreite von bis zu 53 Zentimetern. Die Schnitthöhe lässt sich je nach Modell zwischen 2,5 und 10 Zentimetern einstellen.

Die austauschbare Batterie lädt mit bis zu 210 Watt, was laut Mammotion die Standzeiten zwischen den Mäheinsätzen verkürzen soll. Per App sind zudem Offline-Sprachsteuerung und Video-Fernüberwachung möglich, weitere KI-Funktionen sollen laut Hersteller über künftige Updates nachgereicht werden.

Für Profi-Nutzer mit großen Grundstücken zeigt Mammotion parallel die Maston-Serie, die mehrere Mähroboter über eine zentrale Flottenmanagement-Plattform koordiniert und in zwei Ausführungen für dichtes Gestrüpp beziehungsweise feinen Rasenschnitt verfügbar ist.

Zum Preis des Luba 4 AWD hat sich Mammotion bislang nicht geäußert. Vorbestellungen sollen im vierten Quartal 2026 starten, die Verfügbarkeit der einzelnen Modelle kann sich je nach Region unterscheiden. Mehr Infos findet ihr auf der Website des Herstellers.

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    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.