Es ist wieder so weit: Vom 23. bis 26. Juni läuft der Prime Day*, und Smart Home gehört wie jedes Mal zu den Kategorien mit interessanten Rabatten. Saugroboter, Überwachungskameras, smarte Lampen, Thermostate und Türklingeln stapeln sich in den Angebotslisten, und die Versuchung, schnell zuzuschlagen, ist groß.
Ein niedriger Preis allein macht aber noch kein gutes Geschäft. Ihr holt euch schließlich Hardware ins Haus, die jahrelang im Heimnetz läuft, eure Daten verarbeitet und im schlechtesten Fall noch monatliche Kosten nach sich zieht. Wir zeigen euch, worauf ihr achten solltet, bevor ihr den Bestellknopf drückt.
Ein Rabatt ist nicht zwangsläufig ein Schnäppchen
Den größten Fehler machen die meisten gleich zu Beginn: Sie nehmen den durchgestrichenen Preis für bare Münze. Händler arbeiten aber gern mit hochgesetzten UVPs oder kurz vorher angehobenen Preisen, sodass ein „40 Prozent Rabatt“ am Ende nur dem Normalpreis der letzten Wochen entspricht. Schaut also nicht auf die Prozentangabe, sondern auf den Preis, den das Gerät sonst tatsächlich kostet.
Unser Tipp: Werft vor jedem Kauf einen Blick auf einen Preisvergleich wie Idealo. Dann seht ihr sofort, ob der Aktionspreis wirklich der niedrigste der letzten Zeit ist oder ob das Gerät vor vier Wochen schon mal günstiger war. Ein gutes Angebot hält dieser Prüfung stand.
Prime Day Deals für das Smart Home: Auf Kompatibilität und Matter achten
Ein günstiges Gerät, das am Ende nicht zu eurem System passt, ist rausgeworfenes Geld – das haben wir leider selbst schon erlebt. Klärt deshalb vor dem Kauf, ob das Produkt mit eurer Steuerzentrale zusammenspielt, also mit Amazon Alexa, Google Home, Apple Home oder einer Plattform wie Home Assistant. Manche Schnäppchen laufen nämlich nur mit der hauseigenen App des Herstellers und lassen sich nicht in eure bestehenden Automationen einbinden.
Achtet dabei besonders auf Matter. Der herstellerübergreifende Standard sorgt dafür, dass Geräte verschiedener Marken zusammenarbeiten und auch nach einem Plattformwechsel nutzbar bleiben. Ein Gerät mit Matter-Unterstützung ist deutlich zukunftsfähiger als eines, das an ein einzelnes Ökosystem gebunden ist. Steht Matter nicht ausdrücklich in den Produktdetails, geht im Zweifel davon aus, dass es fehlt.
Bei günstigen Geräten an der Sicherheit denken
Gerade bei sehr günstigen No-Name-Geräten spart der Hersteller gern an der Stelle, die ihr im Datenblatt nicht seht: bei der Sicherheit. Eine Kamera oder Türklingel mit schwacher Absicherung wird schnell zum Einfallstor in euer ganzes Heimnetz.
Setzt deshalb lieber auf Marken, die nachvollziehbar Wert auf Sicherheit legen, und schaut auf eine zugesagte Update-Versorgung. Worauf es im Detail ankommt und wie ihr eure Geräte richtig absichert, haben wir euch im Leitfaden zur Smart Home Sicherheit ausführlich aufgeschrieben. Ein kurzer Blick dort hinein gehört für uns zur Kaufentscheidung dazu, gerade wenn Kameras, Schlösser oder Sensoren ins Haus kommen.
Folgekosten für Abos einrechnen
Der Kaufpreis ist bei vielen Smart-Home-Produkten nur die halbe Rechnung. Besonders Sicherheitsprodukte verlangen für die wirklich nützlichen Funktionen ein laufendes Abo. Bei den Kameras und Türklingeln von Ring etwa könnt ihr ohne Ring-Home-Abo eure Videos gar nicht aufzeichnen und später abrufen – ihr seht dann nur den Live-Stream, was für den Einsatzzweck als Überwachungskamera natürlich alles andere als hinfreich ist.
Rechnet die laufenden Kosten deshalb von Anfang an mit ein und schaut nach, welche Funktionen ohne Abo nutzbar bleiben. Das gilt neben Ring auch für viele andere Kamerasysteme sowie manche Mähroboter und smarte Schlösser. Anbieter wie Eufy, Netatmo oder Reolink setzen dagegen teils auf lokale Speicherung ganz ohne Pflichtabo, was über die Nutzungsdauer günstiger ausfällt.
Bewertungen prüfen
Bevor ihr endgültig zuschlagt, lest euch die Käuferbewertungen durch – und zwar gezielt die kritischen Stimmen. Mit etwas Glück findet ihr auch auf HouseControllers einen entsprechenden Testbericht. Oder ihr tauscht euch in unserer Smart Home Community auf Reddit mit anderen Anwendern aus.
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