Apple hat heute HomeView vorgestellt, sein erstes Smart Display für zu Hause. Es gibt eine Version für den Tisch und eine für die Wand, beide kosten 299 US-Dollar. In Deutschland könnt ihr HomeView vorerst nicht kaufen, denn Apple bringt das Gerät zunächst nicht in die EU. Wann es hier erscheint, ist bislang nicht bekannt.

HomeView in der EU: Ohne Siri AI kein Verkaufsstart

Apple begründet das mit Siri AI, der neuen Siri-Version mit Apple Intelligence. Sie ist in der EU derzeit nicht für das iPhone verfügbar, und HomeView wird hauptsächlich per Sprache bedient. Zum Start versteht Siri AI auf HomeView nur Englisch. Als Länder nennt Apple die USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland, Indien, Singapur und Südafrika.

Kanadisches Französisch soll später per Update kommen. Zu Deutsch und anderen europäischen Sprachen sagt Apple nichts, einen Termin für Europa gibt es ebenfalls nicht. In Deutschland steuert ihr Apple Home also weiter über iPhone, HomePod oder Apple TV.

HomeView: 7-Zoll-Display mit Gesichtserkennung für bis zu sechs Personen

Beide Modelle haben ein 7-Zoll-Display, dessen Helligkeit sich zwischen 0,3 und 500 Nits an das Raumlicht anpasst. Als Chip ist ein A18 verbaut. Das Tischmodell steht auf einem Lautsprecherfuß mit nach unten gerichtetem Tieftöner und zwei Passivmembranen. Erhältlich ist es in Silber, Starlight, Rosé-Pink und Space Grau, das Wandmodell in Space Grau und Silber.

Mit der eingebauten Kamera erkennt HomeView bis zu sechs Personen im Haushalt, jede bekommt einen eigenen Startbildschirm mit Apps und Widgets. Nachrichten oder Kalendertermine zeigt das Gerät laut Apple nur an, wenn es die Person erkannt hat und ihr gekoppeltes iPhone oder iPad kürzlich entsperrt wurde. Die Daten von Kamera und Mikrofon verarbeitet der Chip in abgeschotteten Bereichen, Siri-Anfragen laufen auf dem Gerät oder über Apples Private Cloud Compute. Ob das im Alltag zuverlässig klappt, müssen Tests zeigen.

Dazu kommen FaceTime mit Center Stage, Nachrichten, Intercom und Wo ist?. Für Unterhaltung gibt es Apple Music, Podcasts und Apple TV, über AirPlay lässt sich HomeView mit HomePods zu einem Multiroom-System verbinden. Ein Kochmodus führt euch Schritt für Schritt durch Rezepte aus dem Web.

Wir finden es enttäuschend, dass Apple neun Jahre gebraucht hat, um so ein Gerät auf den Markt zu bringen. Im Kern bietet HomeView dieselben Funktionen wie der Amazon Echo Show, den Amazon bereits 2017 vorgestellt hat, also Display mit Lautsprecher, Videoanrufe, Musik, Rezepte und Smart-Home-Steuerung per Sprache. Auch das Design finden wir, vorsichtig gesagt, überraschend, aber das ist Geschmackssache.

Immerhin dürfte Apple darauf verzichten, das Display als digitale Litfaßsäule im Wohnzimmer der Käufer zu verwenden, wie es Amazon mit dem Echo Show macht.

Apple HomeView zeigt neun Kamerabilder gleichzeitig

Euer Smart Home steuert ihr per Touch oder Sprache. HomeView unterstützt Zubehör mit „Works with Apple Home“ und Matter, Thread wird in der Pressemitteilung nicht erwähnt. Wie HomePod und Apple TV dient HomeView als Steuerzentrale für Apple Home. Eine eigene Kameraansicht zeigt bis zu neun Livebilder auf einmal. Schlägt ein Rauch- oder CO-Melder an, hört HomeView den Alarmton und schickt eine Mitteilung an iPhone, iPad oder Apple Watch.

Aber: Die Erkennung von Personen, Paketen, Fahrzeugen und Tieren sowie die Videozusammenfassungen von HomeKit Secure Video bekommt ihr nur mit einem passenden iCloud+-Abo. Außerdem hat Apple die Apple Home Collection angekündigt, eine Reihe aus Kameras, Thermostaten und einem Türschloss, die zusammen mit LG entstanden ist. Sie soll im Dezember starten, einzelne Produkte folgen Anfang 2027.

HomeView: Vorbestellung in sechs Ländern, Auslieferung ab 13. November

HomeView kostet als Tisch- und als Wandmodell jeweils 299 US-Dollar. Vorbestellen könnt ihr seit heute in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Indien. In Singapur geht das ab dem 15. Oktober, in Südafrika über Händler. Ausgeliefert wird ab dem 13. November.

Für die Wandversion bietet Schneider Home drei Halterungen an. Sie kosten ab rund 60 US-Dollar (USB-C) und ab rund 80 US-Dollar (fester Stromanschluss), eine PoE-Variante für rund 130 US-Dollar folgt Anfang 2027. Euro-Preise und einen Verkaufsstart in Deutschland oder der EU hat Apple bislang nicht genannt.

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    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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