Auf Kickstarter sorgt gerade die Omni X1 von Innodigym für Aufsehen: eine kompakte Kraftstation fürs Zuhause, die klassische Hantelscheiben durch eine digital geregelte Widerstandssteuerung ersetzt. Hinter dem Gerät steht der Hongkonger Hersteller Innodigym. Die Anfang August beendete Kampagne kam auf über zwei Millionen Euro (umgerechnet aus rund 18,5 Millionen Hongkong-Dollar) von 911 Unterstützern und übertraf ihr eigentliches Ziel damit um mehr als das Zweihundertfache. Inzwischen ist die Produktion abgeschlossen und die Auslieferung angelaufen.
Ganzkörpertraining an einem Gerät
Die Omni X1 ist als All-in-one-Lösung gedacht: eine Kabelzug-Station, an der ihr laut Hersteller den kompletten Körper trainieren könnt, ohne Gewichte umstecken zu müssen. Der Widerstand wird elektronisch erzeugt und passt sich über ein „Smart Assist System“ an die Wiederholung an. Dazu kommen vier Trainingsmodi, ein integriertes Sicherheitssystem und ein Bewegungsradius, der laut Innodigym Übungen in alle Richtungen abdeckt.


Das Gerät gibt es in zwei Varianten. Die Pro-Version bringt ein integriertes HD-Display mit, die günstigere Basic-Version verzichtet darauf und wird stattdessen mit dem eigenen Tablet oder Smartphone bedient. Beide Modelle sind laut Hersteller leise im Betrieb, stehen auf Rollen und lassen sich ohne Montage aufstellen. Bei Nichtgebrauch könnt ihr die Station laut Hersteller zusammenklappen und platzsparend an die Wand stellen. Optional gibt es eine Trainingsbank und einen Klimmzug-Aufsatz dazu.

Kein Abo sondern lebenslanger App-Zugang
Bemerkenswert ist das Preismodell rund um die Software: Innodigym verspricht allen Unterstützern einen dauerhaften, kostenlosen Zugang zur App, also ohne monatliche Gebühr. Genau da liegt bei vielen vernetzten Kraftstationen der Haken, denn ohne laufendes Abo sind sie oft nur eingeschränkt nutzbar.
Wie belastbar so ein „lebenslanges“ Versprechen bei einem jungen Hersteller ist, muss sich allerdings erst zeigen.
Unsere Einschätzung
Preislich bewegt sich die Omni X1 im oberen Bereich: Auf Kickstarter startete die Basic-Version bei rund 1.700 US-Dollar (umgerechnet rund 1.600 Euro), die Pro-Version bei rund 1.900 US-Dollar (rund 1.750 Euro). Die reguläre UVP nennt Innodigym mit 2.999 beziehungsweise 3.299 US-Dollar, die Kickstarter-Preise liegen also gut 40 Prozent darunter. Für eine vollwertige Kraftstation mit adaptivem Widerstand und ohne Abo ist das im Vergleich zur vernetzten Konkurrenz kein unfairer Kurs, ein Impulskauf ist es trotzdem nicht.
Zwei Dinge behalten wir im Blick. Erstens bleibt es ein Crowdfunding-Projekt mit den üblichen Risiken, auch wenn Innodigym die Massenproduktion nach eigenen Angaben abgeschlossen hat und bereits ausliefert. Zweitens muss sich im Alltag zeigen, ob der elektronische Widerstand für ambitioniertes Krafttraining wirklich ausreicht und wie robust Mechanik und Software über die Jahre bleiben. Ein finales Urteil liefern erst unabhängige Tests.
Die Auslieferung an die Unterstützer läuft bereits. Laut Innodigym ist die Massenproduktion abgeschlossen, seit Ende Juli verlassen die Geräte das Werk, und Anfang September waren die Pro-Einheiten in zwei Chargen per Schiff nach Deutschland unterwegs. Wann und zu welchem Preis die Omni X1 danach regulär im europäischen Handel erhältlich sein wird, hat der Hersteller bislang nicht genannt.
Mehr Informationen zur Omni X1 findet ihr direkt beim Hersteller: innodigym.com.
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