Jackery zeigt auf der IFA 2026 zwei Neuheiten, die über die bekannten Powerstations hinausgehen: eine erweiterbare Explorer-Familie, deren Kapazität mit Zusatzakkus wächst, und den FridgeGuard – ein schmales Notstromgerät, das ausschließlich den Kühlschrank absichern soll. Beides ist Anfang September in Berlin zu sehen, flankiert von Heimspeichern, Solardachziegeln und einem großen Hausspeicher für die feste Installation.

Erweiterbare Explorer: Kapazität nachrüsten statt überkaufen

Die neue Plus-Generation besteht aus der Explorer 1000 Plus v2, der Explorer 2000 Plus v2 und der Explorer 3600 Plus und deckt rund eine bis dreieinhalb Kilowattstunden ab. Der Grundgedanke: Ihr wählt die Leistungsklasse, die zu eurem aktuellen Bedarf passt, und rüstet über zusätzliche Battery Packs nach, wenn ihr mehr Speicher braucht. Das erspart die sonst übliche Wahl zwischen einem zu kleinen Modell und teurer Kapazität auf Vorrat. Auffällig ist die Namensgebung: Nur die 1000er und 2000er tragen ein „v2″, die Explorer 3600 Plus ist ein neues Modell an der Spitze der Reihe.

Schon das Einstiegsmodell Explorer 1000 Plus v2 stellt laut Jackery bis zu 1.800 Watt Dauerleistung bereit und kommt damit auch mit leistungsstärkeren Geräten zurecht. Alle drei nutzen langlebige LiFePO4-Zellen, lassen sich per Solarmodul laden und bringen 230-Volt-Steckdosen, ein integriertes Licht und eine Schnellladefunktion mit. Gegenüber der bisherigen Plus-Serie fällt die Bauweise laut Hersteller kompakter aus.

FridgeGuard: Notstrom für den vollen Kühlschrank

Der FridgeGuard ist die ungewöhnlichste Neuheit und für Jackery zugleich eine neue Produktkategorie: ein flaches Backup-Gerät für genau einen Zweck, nämlich den Kühlschrank bei einem Stromausfall am Laufen zu halten. Eine integrierte USV schaltet laut Jackery in unter zehn Millisekunden auf Akkubetrieb um – schnell genug, dass Kompressor und Kühlkette den Ausfall nicht mitbekommen.

Mit 1.024 Wattstunden soll das Gerät einen typischen Kühlschrank je nach Verbrauch bis zu 15 Stunden versorgen. Die Ausgangsleistung liegt bei 800 Watt und steigt kurzzeitig auf 1.600 Watt – dieser Spielraum ist nötig, weil ein Kühlschrank-Kompressor beim Anlaufen deutlich mehr Strom zieht als im laufenden Betrieb. Angeschlossen wird der FridgeGuard per Plug-and-Play, also ohne feste Installation. Das Gerät lässt sich natürlich auch für andere Geräte verwenden, die auf eine dauerhafte Stromversorgung angewiesen sind.

Heimspeicher, Solardachziegel und ein großer Hausspeicher

Neben der mobilen Stromversorgung zeigt Jackery in Berlin mehrere Produkte für die feste Installation zuhause. Dazu gehören Erweiterungen der SolarVault-3-Serie zum Speichern und Verteilen von Solarstrom, Solardachziegel sowie der EnergyGuard Max – ein Energiespeicher für größere Kapazitäten.

Damit deckt der Hersteller inzwischen die ganze Bandbreite ab, von der Powerstation fürs Wochenende bis zum stationären Hausspeicher. Wie gut die einzelnen Bausteine im Alltag zusammenspielen, lässt sich auf einer Messe allerdings nur begrenzt beurteilen – dafür braucht es einen Test unter realen Bedingungen.

Preise und Verfügbarkeit

Konkrete Preise und Verkaufsstarts nennt Jackery bislang nicht. Alle gezeigten Neuheiten – von der Explorer-Familie über den FridgeGuard bis zum EnergyGuard Max – sind zunächst als Messevorstellung angekündigt.

Sobald der Hersteller Preise und Termine bestätigt, ergänzen wir sie hier.

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    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.