Dyson hat zwei Saugroboter in den Handel gebracht. Der R1 Nurovi Dry saugt und kostet 549 Euro (UVP), der R2 Nurovi Wash+Dry saugt und wischt und kostet 849 Euro (UVP). Beide sind ab sofort verfügbar.
Beide Modelle: Seitenbürsten fahren aus, die Sensorik regelt die Saugkraft nach
Technisch teilen sich die zwei Roboter ihre Basis. Dyson nennt das Aufnahmesystem Twin-Capture und beschreibt es als zweistufig: Staub und größere Ablagerungen werden in einem Durchgang nacheinander erfasst. Womit die zweite Stufe arbeitet und was sie gegenüber einer klassischen Walze bringt, lässt die Ankündigung offen.
Die Seitenbürsten fahren aus, wenn der Roboter an eine Kante oder in eine Ecke kommt. Das Anti-Tangle-Design soll dabei verhindern, dass sich lange Haare und Tierhaare aufwickeln. Ob ihr die Bürsten trotzdem gelegentlich freischneiden müsst, zeigt erst der Dauerbetrieb.
Dazu kommt eine akustische Piezo-Sensorik. Sie misst zusammen mit der Bodenerkennung, wie viel Staub gerade aufgenommen wird und auf welchem Belag der Roboter steht, und regelt die Saugkraft nach. Ihr müsst also nicht per App zwischen Teppich und Fliesen umschalten.
R2 Nurovi Wash+Dry: Dreieckige Pads für die Ecken, 9 Millimeter Hub über dem Teppich
Clevere Idee: Beim R2 sind die Wischpads keine runden Scheiben. Dyson setzt auf Reuleaux-Dreiecke, also Dreiecke mit konstanter Breite, die laut Hersteller bis in die Ecken und an den Kanten entlang reinigen. Runde Pads lassen dort meist ein paar Zentimeter stehen.
Trifft der Roboter auf Teppich, heben sich die Pads um 9 Millimeter an. Für Kurzflor und flache Läufer reicht das aus unserer Sicht, bei höherem Flor wird es knapp. Wie zuverlässig der Roboter Teppichkanten erkennt, lässt sich aus den Herstellerangaben nicht ableiten.
Nach der Reinigung wäscht die Station die Pads mit 75 Grad heißem Wasser und trocknet sie mit 45 Grad warmer Luft. Das soll Schimmel und Geruch verhindern – ohne Trocknung liegt das feuchte Pad bis zur nächsten Fahrt in der Station. Wie groß Frisch- und Schmutzwassertank ausfallen und wie oft ihr nachfüllen müsst, nennt Dyson nicht.
Station: Beide Roboter entleeren sich beutellos, bis zu 90 Tage lang
Beide Modelle fahren in eine Zyklon-Station ohne Staubbeutel. Sie entleert den Roboter nach jeder Fahrt, reinigt ihn und lädt ihn wieder auf. Bis zu 90 Tage trockener Abfall passen laut Dyson hinein, bevor ihr selbst eingreifen müsst.
Der Verzicht auf Beutel gefällt uns, weil damit eine wiederkehrende Ausgabe entfällt: Bei Stationen mit Staubbeutel fallen alle paar Monate Nachkaufkosten an, die sich über die Laufzeit eines Roboters summieren. Beim R2 übernimmt dieselbe Station zusätzlich das Waschen und Trocknen der Wischpads.
Bei der Laufzeit nennt Dyson bis zu 120 Minuten für den R1 und bis zu 90 Minuten für den R2. Geht der Akku vorher zur Neige, fahren beide Roboter zum Laden und setzen die Reinigung danach an derselben Stelle fort.
Unsere Einschätzung
Zwischen R1 und R2 liegen 300 Euro, und dafür bekommt ihr das Wischsystem samt Wäsche und Trocknung in der Station. In einer Wohnung mit viel Hartboden halten wir diesen Aufpreis für vertretbar, weil der R1 dort nur die halbe Arbeit erledigt. Wer überwiegend Teppich hat, fährt mit dem R1 und den gesparten 300 Euro besser.
Aber: Ausfahrbare Seitenbürsten, angehobene Wischpads über Teppich und eine Station, die die Pads wäscht und trocknet, bieten in dieser Preisklasse inzwischen mehrere Hersteller. Deshalb sind wir gespannt, wie sich die Neuvorstellungen von Dyson im Alltag schlagen.
Offen bleibt auch, ob sich die Roboter in ein Smart-Home-System einbinden lassen. Ein Wort zu Matter sucht man in der Ankündigung vergeblich. Wer seinen Saugroboter in Automationen einbauen will, sollte diesen Punkt vor dem Kauf klären.
Preis und Verfügbarkeit
Der Dyson R1 Nurovi Dry kostet 549 Euro (UVP), der Dyson R2 Nurovi Wash+Dry 849 Euro (UVP). Beide Modelle sind ab sofort in den Dyson Stores und auf dyson.de erhältlich.
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