Vor einigen Tagen hatten wir über erste Hinweise auf ein neues Homey-Gerät berichtet, aufgespürt in dekompiliertem App-Code. Jetzt ist offiziell: Das LG-Tochterunternehmen Homey hat sein neues Bedienpanel vorgestellt.
Smart Home-Steuerung mit Display und Drehregler
Das neue Homey Portal setzt auf ein rundes Touchscreen-Display mit etwas über 7 Zentimetern Durchmesser, umgeben von einem drehbaren Ring aus Stahl. Ihr könnt also entweder direkt auf den Bildschirm tippen oder den Ring drehen, um zum Beispiel die Heizung hoch- und runterzuregeln, Lampen zu dimmen oder die Lautstärke eurer Lautsprecher anzupassen. Damit bestätigt sich auch, was bereits im Vorfeld über eine mögliche Kombination aus Bildschirm und physischem Drehregler an Gerüchten kursierte.
Funktional bietet das Panel zwar nichts, was es in der Homey-App nicht schon gäbe: Gerätesteuerung, das Starten von Flow-Automationen und die Anzeige des Energieverbrauchs funktionieren etwa auch hier. Der eigentliche Nutzen liegt aber darin, diese Funktionen ohne Smartphone erledigen zu können – ein Ansatz, den auch Google mit dem Nest Hub oder Amazon mit dem Echo Show verfolgt. Der Unterschied: Das Portal ist speziell auf die Steuerung des Smart Homes ausgelegt, während Echo Show und Nest Hub primär der Nutzung von Alexa beziehungsweise Gemini dienen und auf ihren Displays zahlreiche weitere – mehr oder weniger sinnvolle – Informationen anzeigen.

Wir finden die Neuvorstellung spannend: Die Kombination aus Touchscreen und Drehregler ist exakt das, was wir im Smart-Home Alltag oft vermisst haben – etwa, um die Musiklautstärke oder die Heiztemperatur anzupassen. Hinzu kommt ein ansprechendes, zurückhaltendes Design. Hinzu kommt, dass ausgerechnet die Smart-Home-Steuerung auf dem Echo Show nicht wirklich intuitiv umgesetzt ist. Und: Im Unterschied zu den Amazon Echo-Geräten ist nicht davon auszugehen, dass der Hersteller den Bildschirm mit Werbung zupflastert.
Das Gerät ermöglicht auch die Musiksteuerung und stellt auf Wunsch auch den aktuellen Strompreis dar – praktisch, wenn ihr einen dynamischen Stromtarif verwendet.

Homey Portal als Erweiterung zur Zentrale
Wer sich das Portal zulegen will, braucht zusätzlich eine funktionierende Homey-Basis. Das Panel läuft nicht autark, sondern benötigt entweder ein kostenpflichtiges Homey-Cloud-Abo, einen Homey Pro ab Baujahr 2023, einen Pro mini oder einen selbst gehosteten Server mit der passenden Software. Sowohl ein Standfuß für den Tisch als auch eine Wandaufhängung liegen bereits bei.
Marktstart und Preis
Der Marktstart ist laut Hersteller noch vor Ende 2026 geplant. Regulär soll das Homey Portal rund 300 Euro kosten, zum Verkaufsstart winkt ein Einführungspreis von rund 250 Euro. Vorbestellen könnt ihr das Portal auf der Homey-Website.
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