Das Apple TV 4K geht in die vierte Generation. Die neue Box hat den A19-Chip und erstmals drei eingebaute Fernfeldmikrofone, über die ihr Siri ohne Fernbedienung ansprecht. Der Preis steigt deutlich: In Deutschland verlangt Apple 349 Euro, das Vorgängermodell von 2022 startete bei 169 Euro.
Siri: Drei Mikrofone hören auch bei laufendem Film zu
Die Mikrofone sitzen direkt im Gehäuse. Eine Echounterdrückung soll eure Stimme vom Ton des Fernsehers trennen, damit „Hey Siri“ auch während eines Films erkannt wird. Per Zuruf sucht ihr Sendungen, steuert die Wiedergabe oder schaltet Szenen in Apple Home. Deutsch wird unterstützt, sofern es in tvOS als primäre Sprache eingestellt ist.
Die Audiodaten verarbeitet der A19 in sogenannten Secure Exclaves, das sind abgeschottete Bereiche des Chips. Laut Apple haben weder tvOS noch Apps oder Apple selbst Zugriff auf diese Daten.
Die KI-Version von Siri fehlt in der deutschen Pressemitteilung komplett. In der englischen Fassung nennt Apple Siri AI als Beta mit tvOS 27.2, zum Start allerdings nur auf Englisch und in acht Ländern, darunter die USA und Großbritannien. Deutschland gehört nicht dazu, auf dem neuen Apple TV hört ihr hierzulande also vorerst die bekannte Siri.
A19 und Siri Remote: Die Fernbedienung lässt sich jetzt endlich orten
Der A19 liefert laut Apple bis zu 50 Prozent mehr CPU-Leistung und bis zu doppelt so viel Grafikleistung wie der Chip im Vorgänger. Neu ist ein eigener AV1-Decoder, der Streams in hoher Qualität mit weniger Bandbreite abspielen soll. Bei Spielen aus Apple Arcade und beim Wechsel durch Menüs und Apps soll die Box dadurch schneller reagieren.
Die Siri Remote behält ihr Design, lässt sich jetzt aber über „Wo ist?“ orten und gibt auf Wunsch einen Ton aus. Die Genaue Suche funktioniert nur mit der neuen Remote der 4. Generation und einem iPhone 17 (außer 17e), iPhone Air, iPhone Duo oder neuer. Die einfache Ortung per „Wo ist?“ unterstützen auch ältere Fernbedienungen ab der 2. Generation. Die neue Remote gibt es auch einzeln, sie passt zum Apple TV HD und zu allen Apple TV 4K.
Apple Home: Das Apple TV bleibt die Steuerzentrale mit Thread
Als Home Hub steuert das Apple TV 4K eure Geräte in Apple Home auch von unterwegs, führt Automationen aus, verwaltet den Gastzugang und wertet HomeKit Secure Video lokal aus. WLAN und Thread sind eingebaut. Klingelt eine kompatible Türklingel, seht ihr den Besuch auf dem Fernseher, könnt mit ihm sprechen und die Tür öffnen, ohne die Sendung zu verlassen. Ob die Box eine Ethernet-Buchse hat, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor.
Fürs Heimkino lassen sich erstmals vier HomePods zu einem Surround-Setup koppeln. Möglich sind HomePod mini 2 oder HomePod der 2. Generation, jeweils als gleiches Paar vorne und hinten. Laut Apple erkennen die Lautsprecher ihre Position im Raum und passen Timing und Lautstärke automatisch an. Das klappt nur mit dem neuen Apple TV 4K, und die vier HomePods kosten noch extra.
Verfügbarkeit und ein stolzer Preis: Das Apple TV 4K kostet jetzt 349 Euro
Aus Sicht der Redaktion ist der Aufpreis schwer zu rechtfertigen. Apple verlangt gut doppelt so viel wie für das Einstiegsmodell von 2022, während Siri AI als zentrales Argument der US-Ankündigung in Deutschland vorerst fehlt. Wer das Apple TV vor allem als Home Hub und für Streaming-Apps nutzt, kann aus unserer Sicht gut beim Vorgänger bleiben.
Das Apple TV 4K (4. Generation) lässt sich ab sofort bei Apple vorbestellen und kommt am Freitag, 13. November, für 349 Euro in den Handel. Beim Kauf gibt es drei Monate Apple TV ohne Aufpreis.
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