Withings rüstet sein Gesundheitsgerät BeamO mit einer neuen Funktion aus: StethO Sense soll Nutzern künftig eine KI-gestützte Auswertung von Herz- und Atemgeräuschen direkt zuhause ermöglichen. Der neue Dienst ist Teil des Abo-Modells Withings+ und richtet sich vor allem an Familien, die Veränderungen bei ihren Kindern oder bei sich selbst frühzeitig erkennen wollen.
BeamO mit StethO Sense: So funktioniert die Analyse
BeamO vereint bereits ein klinisch validiertes Thermometer, ein Ein-Kanal-EKG und ein digitales Stethoskop in einem Gerät. Mit StethO Sense kommt laut Hersteller nun die Möglichkeit hinzu, Herz- und Lungengeräusche direkt in der Withings-App auswerten zu lassen. Für die Herzanalyse ist der Anbieter eMurmur zuständig, dessen Algorithmus laut Withings in klinischen Studien eine Sensitivität und Spezifität von rund 90 Prozent bei der Erkennung von auffälligen Herzgeräuschen erreicht habe. Für die Atemanalyse sorgt das Unternehmen StethoMe, das einen sogenannten Breathing Index von 0 bis 100 berechnet.
Die App führt Nutzer laut Withings mit einer anatomischen Grafik durch den Aufnahmeprozess: Bei Herzgeräuschen werden vier Positionen abgehört, bei der Lunge je nach Alter sechs bis acht. Die Ergebnisse sollen innerhalb weniger Sekunden vorliegen. Wichtig dabei: Withings betont ausdrücklich, dass es sich nicht um eine Diagnose handelt, sondern um zusätzliche Daten, die Nutzer mit an einen Arzttermin nehmen sollen.
Ergänzung zum bestehenden Cardio Check-Up
StethO Sense ergänzt den bereits existierenden Cardio-Check-Up-Dienst, bei dem ein Kardiologe bis zu viermal jährlich ein EKG auswertet. Während dort ein Mensch das Ergebnis prüft, läuft die neue Funktion komplett automatisiert und ist laut Withings unbegrenzt oft nutzbar. Damit positioniert sich Withings weiter als Anbieter, der Consumer-Geräte mit medizinisch anmutenden Zusatzdiensten kombiniert – ein Ansatz, den man in dieser Form bei Wettbewerbern wie Withings‘ eigenen Vorgängerprodukten oder auch bei Apple bislang nicht in dieser Tiefe findet, wo EKG-Funktionen zwar vorhanden sind, aber ohne vergleichbare Stethoskop-Auswertung.
Auch für medizinisches Fachpersonal soll die Technologie interessant sein: Die Profi-Variante BeamO PrO nutzt laut Withings dieselbe eMurmur-KI, um in Pflegeeinrichtungen oder Praxen schneller einschätzen zu können, welche Patienten tatsächlich eine kardiologische Überweisung benötigen.
Unsere Einschätzung
Wir nutzen die vernetzten Waagen von Withings seit vielen Jahren und sind damit sehr zufrieden. Die Geräte sind hochwertig verarbeitet und können tatsächlich einen Beitrag zur eigenen Gesundheit leisten.
Preis und Verfügbarkeit
StethO Sense soll ab dem 1. Oktober 2026 exklusiv für Withings+-Mitglieder verfügbar sein. Wer BeamO vor diesem Datum kauft, bekommt laut Hersteller einen kostenlosen einmonatigen Testzugang zu Withings+. Ab dem 1. Oktober kostet BeamO rund 250 Euro, das Abo Withings+ schlägt danach mit rund 10 Euro im Monat oder rund 100 Euro im Jahr zu Buche.
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