Den Winbot W2 Pro Omni haben wir im April 2025 mit 8,9 von 10 Punkten bewertet, nur der Preis passte uns damals nicht. Der Nachfolger Winbot W2S Omni bringt Randschrubber, die sich am Rahmen absenken, 8.000 statt 5.500 Pa Haftkraft, einen größeren Tank und eine Prozentanzeige für den Akku an der Station. In unserem Test reinigt er die Ecken gründlicher als sein Vorgänger. Mit rund 370 Euro kostet er aktuell sogar etwas weniger als das ältere Modell.
Kurzfazit: Der Ecovacs Winbot W2S Omni hat in unserem Test normale Fenster, große Glasfronten und Schiebetüren ohne Probleme gereinigt, die Ecken gründlicher als der Vorgänger W2 Pro Omni. Rahmen putzen und den Roboter von Fenster zu Fenster tragen bleibt eure Aufgabe. Für rund 370 Euro finden wir den Preis fair, zumal der ältere W2 Pro Omni derzeit genauso viel kostet.
Ecovacs Winbot W2S Omni
ca. 370 €Vorteile
- Ecken und Ränder sauberer als beim W2 Pro Omni
- Große Fensterfronten und Schiebetüren ohne Probleme
- Hält mit 8.000 Pa sicher an der Scheibe
- Akkustand in Prozent an der Station
- Akku- und Netzbetrieb, bis zu 110 Minuten Laufzeit
- Funktioniert mit günstigem Glasreiniger, kein Abo
Nachteile
- Rahmen, Tragen und Nachwischen bleiben Handarbeit
- Original-Reinigungslösung vergleichsweise teuer
- Koffer mit rund 7,3 kg schwer
- UVP von 599 Euro zu hoch
Eimer, Abzieher, Leiter – und am Ende sitzt trotzdem ein grauer Streifen in der Ecke. Fensterputzen gehört zu den Hausarbeiten, die viele so lange wie möglich vor sich herschieben. Ein Fensterputzroboter nimmt euch die Glasflächen ab, indem er sich per Unterdruck an der Scheibe hält, Reinigungslösung aufsprüht und das Glas mit einem Mikrofasertuch abfährt. Für Rahmen und Fensterbänke seid weiterhin ihr zuständig.
Der Winbot W2S Omni ist der Nachfolger des W2 Pro Omni. Ecovacs behält das Konzept mit dem Koffer bei, der Ladestation, Akku, Kabeltrommel und Bedienfeld in einem ist. Neu sind die TruEdge-Schrubber, die sich am Rahmen automatisch absenken, eine Haftkraft von 8.000 statt 5.500 Pa und ein Tank mit 80 statt 60 Millilitern.
Gedacht ist das Gerät für Haushalte mit vielen oder großen Glasflächen – bodentiefe Fenster, Wintergärten, Terrassentüren. Wer zwei kleine Fenster im Flur hat, braucht keinen Roboter für 370 Euro. Wer dagegen jedes Frühjahr einen halben Samstag auf der Leiter steht, für den rechnet sich die Anschaffung schnell.
Zum Marktstart lag die UVP bei rund 600 Euro. Bei Amazon kostet der W2S Omni inzwischen rund 370 Euro, und das verschiebt unsere Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses deutlich.
Lieferumfang und Einrichtung: Roboter, Akku und Zubehör stecken im Koffer
Im Karton liegen der Roboter, die Multifunktionsstation in Kofferform, zwei Mikrofasertücher, 230 Milliliter Reinigungslösung, ein Sicherungsseil mit Karabiner und das Netzteil. In der Station stecken der Akku mit 4.500 mAh, eine automatische Kabeltrommel mit 5,5 Metern Kabel und ein Staufach für Tücher und Flüssigkeit. Mit Roboter wiegt der Koffer rund 7,3 Kilogramm, bei Fenstern auf mehreren Etagen tragt ihr also einiges die Treppe hoch.
Zur Einrichtung kommt die Station ans Netz, der Roboter wird per QR-Code in der Ecovacs-Home-App angemeldet. Danach wird der 80-Milliliter-Tank mit Reinigungslösung befüllt und das leicht angefeuchtete Tuch auf die Unterseite gedrückt. Der Tank fasst 20 Milliliter mehr als beim W2 Pro Omni, bei großen Scheiben fällt damit seltener ein Nachfüllstopp an.
Reinigungsleistung: Der W2S Omni besteht die Zahnpasta-Probe
Ein besonders dankbares Testfenster hat uns unsere Tochter geliefert. Sie hat sich extra direkt vor dem Badezimmerfenster die Zähne geputzt, damit wir den Roboter testen konnten. Zugegeben: Gebeten haben wir sie darum eigentlich nicht, sie schaut beim Zähneputzen aber offenbar gern in den Garten 😉 Sogar die Zahnpastaflecken hat der W2S Omni vollständig entfernt, auch der Rest der Scheibe war danach tadellos sauber.
Neben dem Badfenster haben wir den Roboter an normal großen Fenstern, an großen Fensterfronten und an gläsernen Schiebetüren eingesetzt. Probleme gab es dabei an keiner Scheibe, auch die breiten Glasflächen hat der W2S Omni ohne Abbruch durchgezogen.

Die Reinigungslösung kommt aus drei Düsen pro Seite. Zur Auswahl stehen unter anderem Schnell-, Tiefen-, Intensiv- und Randreinigung, nach getaner Arbeit kehrt der Roboter zum Startpunkt zurück. Ganz ohne Nacharbeit ging es im Test nicht: An einzelnen Stellen haben wir mit dem Tuch manuell nachgewischt.
Folgekosten: Glasreiniger von Frosch tut es auch
Ecovacs legt 230 Milliliter Reinigungslösung bei. Beim W2 Pro Omni war die Flasche in unserem Test schnell leer, und für Nachschub vom Hersteller haben wir damals rund 9 Euro bezahlt.

Die Lösung muss nicht von Ecovacs kommen. Gute Erfahrungen haben wir mit dem deutlich günstigeren Glas-Reiniger von Frosch gemacht. Wichtig ist nur, dass das Mittel dünnflüssig ist, dickflüssige Reiniger können die Düsen zusetzen. Weitere laufende Kosten fallen nicht an, ein Abo braucht der Roboter nicht.
TruEdge-Schrubber: Der W2S Omni reinigt die Ecken gründlicher als der W2 Pro Omni
An den Seiten des Roboters sitzen zwei rotierende Schrubber. Erkennen die Sensoren einen Rahmen, senken sich die Schrubber ab, drehen mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute und heben sich wieder, sobald der Rand abgefahren ist. Laut Ecovacs reichen sie dabei bis knapp an den Rahmen heran.

Im Vergleich zum W2 Pro Omni reinigt der W2S Omni die Ecken in unserem Test noch etwas gründlicher. Gerade dort hatten wir beim Vorgänger öfter mit dem Lappen nachgeholfen.
Auch das Fahrverhalten auf der Scheibe wirkt auf uns weiter verbessert. Ecovacs verweist dafür auf einen neuen bürstenlosen Motor. Ob unser Eindruck stimmt, können wir aber nicht mit Gewissheit sagen.
W2S Omni oder W2 Pro Omni: Beim aktuellen Preis spricht nichts mehr für den Vorgänger
Der W2 Pro Omni ist weiterhin erhältlich und kostet bei Amazon derzeit rund 375 Euro, also etwa so viel wie der W2S Omni. Zum Marktstart lagen die UVPs noch 100 Euro auseinander. Beim aktuellen Preis bekommt ihr mit dem W2S die Randschrubber, 2.500 Pa mehr Haftkraft, den größeren Tank und die Prozentanzeige ohne Aufpreis.
| Winbot W2 Pro Omni | Winbot W2S Omni | |
|---|---|---|
| Randschrubber (TruEdge) | nein | ja, absenkbar, bis 200 U/min |
| Haftkraft | 5.500 Pa | 8.000 Pa |
| Tank | 60 ml | 80 ml |
| Akkulaufzeit | bis 110 Minuten | bis 110 Minuten |
| Akkustand an der Station | ohne Prozentanzeige | in Prozent |
| UVP | 499 Euro | 599 Euro |
| Aktueller Preis (Amazon) | rund 375 Euro | rund 370 Euro |
Wer neu kauft, sollte deshalb zum W2S Omni greifen. Für Besitzer eines W2 Pro Omni lohnt der Wechsel aus Sicht der Redaktion nicht, die Verbesserungen betreffen Details.
Einen ähnlichen Weg geht die MOVA T1 Station. Sie erwärmt das Wischwasser auf bis zu 40 Grad, hat an allen vier Ecken rotierende Bürsten und hält laut Hersteller mit 10.000 Pa an der Scheibe. Regulär kostet sie rund 500 Euro, also gut 130 Euro mehr als der W2S Omni. Getestet haben wir die T1 Station bislang aber noch nicht.
Station und App: Der Akkustand steht jetzt in Prozent auf dem Display
Die Station lädt den Roboter, versorgt ihn im Netzbetrieb mit Strom, wickelt das Kabel auf Knopfdruck auf und dient als Tragekoffer. Start, Pause, Moduswahl und Rückruf lassen sich direkt an der Station bedienen, das Smartphone braucht ihr dafür nicht.
Anders als beim W2 Pro Omni zeigt das Display der Station den Akkustand jetzt als Prozentwert an. Vor dem Einsatz auf dem Balkon seht ihr damit sofort, ob die Ladung für die restlichen Scheiben reicht.
Ecovacs gibt bis zu 110 Minuten Akkulaufzeit an. Wo eine Steckdose erreichbar ist, läuft der Roboter im Netzbetrieb ohne Ladepause durch, das schont zudem den Akku. In der App lassen sich die Modi wählen und der Roboter für einzelne Stellen manuell steuern.
Eine Smart-Home-Anbindung spielt bei einem Fensterputzroboter aus unserer Sicht keine Rolle. Der Roboter muss ohnehin von Hand ans Fenster gesetzt werden, eine Automation nach dem Muster „putze die Fenster, wenn niemand zu Hause ist“ ergibt deshalb keinen Sinn.
Handarbeit und Zeitersparnis: Rahmen putzen, während der Roboter wischt
Die Rahmen und Fensterbänke reinigt ihr weiterhin selbst, und den Roboter tragt ihr von Fenster zu Fenster. Für Scheiben unter 30 mal 40 Zentimetern ist der W2S Omni zu groß, runde Fenster und Flächen mit mehr als 45 Grad Neigung schafft er ebenfalls nicht.
Die Zeitersparnis ist trotzdem enorm, weil zwei Arbeiten gleichzeitig laufen: Während der Roboter die Scheibe wischt, putzen wir den Rahmen am nächsten Fenster. Wer in der Zeit lieber die Füße hochlegt, kann das natürlich auch tun.
Im Betrieb haben wir in einem Meter Abstand 65 Dezibel gemessen, das entspricht etwa einem Staubsauger. Die Nachbarn dürfte das Geräusch kaum stören.
Ecovacs Winbot W2S Omni im Test: Unser Fazit
Der Winbot W2S Omni reinigt die Ecken in unserem Test gründlicher als der W2 Pro Omni, hält mit 8.000 Pa fester an der Scheibe und zeigt den Akkustand direkt an der Station in Prozent. Normale Fenster, große Glasfronten und Schiebetüren hat er ohne Probleme gereinigt. Sogar das Badezimmerfenster mit den Zahnpastaflecken war nach dem Durchgang einwandfrei sauber.
Die UVP von rund 600 Euro hielten wir für zu hoch. Die aktuell aufgerufenen rund 370 Euro halten wir für fair, zumal der ältere W2 Pro Omni derzeit genauso viel kostet. Wer viele oder große Fenster hat und noch keinen Fensterputzroboter besitzt, bekommt mit dem W2S Omni das Modell, das wir derzeit empfehlen. Wer schon einen W2 Pro Omni nutzt, kann dabei bleiben.
Für wenige kleine Fenster, Dachschrägen oder runde Scheiben lohnt die Anschaffung nicht. Rahmen, Tragen und gelegentliches Nachwischen bleiben in jedem Fall bei euch, die Glasflächen nimmt euch der Roboter ab.
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Häufige Fragen zum Ecovacs Winbot W2S Omni
Der W2S Omni hat absenkbare TruEdge-Schrubber für Ränder und Ecken, hält mit 8.000 statt 5.500 Pa an der Scheibe, hat einen 80- statt 60-Milliliter-Tank und zeigt den Akkustand an der Station in Prozent an. In unserem Test reinigte er die Ecken gründlicher als der W2 Pro Omni. Bei Amazon kosten beide Modelle derzeit etwa gleich viel.
Ecovacs hat den W2S Omni mit einer UVP von 599 Euro eingeführt. Bei Amazon kostet er aktuell rund 370 Euro (Stand: Oktober 2026).
Ja. Gute Erfahrungen haben wir mit dem Glas-Reiniger von Frosch gemacht, der deutlich günstiger ist als die Originallösung. Achtet darauf, dass das Mittel dünnflüssig ist, sonst können die Düsen verstopfen.
Wir haben im Betrieb in einem Meter Abstand 65 Dezibel gemessen. Das entspricht etwa einem Staubsauger.
Laut Ecovacs reicht eine Akkuladung für bis zu 110 Minuten, das vollständige Aufladen dauert bis zu drei Stunden. Steht eine Steckdose zur Verfügung, läuft der Roboter im Netzbetrieb ohne Ladepause weiter.
Die Scheibe muss flach und mindestens 30 mal 40 Zentimeter groß sein, geneigte Glasflächen sind bis 45 Grad möglich. Runde Fenster schafft der Roboter nicht. In unserem Test hat er normale Fenster, große Fensterfronten und gläserne Schiebetüren ohne Probleme gereinigt.
Vor jedem Einsatz wird ein Sicherungsseil an der Station eingehängt, das den Roboter auffängt, falls er sich von der Scheibe löst. Fällt der Strom aus, hält der Akku in der Station den Roboter laut Ecovacs noch bis zu 30 Minuten an der Scheibe.
Ein Abo ist nicht nötig. Start, Pause, Moduswahl und Rückruf lassen sich direkt an der Station bedienen, die Ecovacs-Home-App ergänzt unter anderem die manuelle Steuerung einzelner Stellen.
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