Arlo hat die Essential Solar Security Camera vorgestellt, die erste Kamera des Herstellers mit fest eingebautem Solarpanel. Das 1,2-Watt-Panel soll laut Arlo mit zwei Stunden Sonnenlicht am Tag auskommen, und der 14.790-mAh-Akku hält bei voller Ladung bis zu sechs Monate ohne Sonne durch. Die Kamera filmt in 2K und kostet in den USA rund 100 US-Dollar.

Arlo Essential Solar: Zwei Stunden Sonne am Tag sollen reichen

Mit zwei Stunden Sonnenlicht pro Tag versorgt sich die Kamera nach Angaben von Arlo das ganze Jahr über selbst. Bei zu wenig Licht springt der Akku ein, Arlo nennt bis zu sechs Monate Laufzeit und verweist auf die dunklen Wintermonate. Alle Werte stammen vom Hersteller, der selbst einschränkt, dass die Laufzeit je nach Einstellungen, Nutzungsintensität, Anzahl der Aufnahmen und Umgebung schwankt. Aus unserer Sicht ist offen, wie viel ein 1,2-Watt-Panel im deutschen Winter bei Wolken und kurzen Tagen nachlädt; das muss ein Test zeigen.

Aufgenommen wird mit 24 Bildern pro Sekunde und einem Blickfeld von 130 Grad. Nachts liefert ein weißer LED-Spot Farbnachtsicht, dazu kommen Zwei-Wege-Audio und eine Sirene, die ihr per Arlo-Secure-App aus der Ferne auslöst. Das Gehäuse ist nach IP65 gegen Regen, Schnee, Hitze und Kälte geschützt, und das Dual-Band-WLAN wechselt automatisch zum stärkeren Netz. Befestigt wird die Kamera über drei Montagelöcher; der Standort braucht Sonne für das Panel, guten WLAN-Empfang und freie Sicht auf die Fläche.

Arlo Secure: Ohne Abo bleibt nur die Live-Ansicht

Bei Arlo ist ein Cloud-Abo (ab 8 Euro / Monat) in der Praxis fast Pflicht: Ohne Abo gibt es nur die Live-Ansicht, Videos zeichnet die Kamera nicht auf, und die KI-Funktionen entfallen. Dazu zählen Threat Assessment, Event Captions und Arlo Summary aus dem Arlo Secure Early Warning System, die erkannte Ereignisse einordnen und Alltagsvorgänge von Notfällen trennen sollen. Zur Wahl stehen die Pläne Smart Aware, Smart Secure und Ultra Secure, deren Preise Arlo in der Mitteilung nicht nennt.

Threat Assessment erkennt dringende Situationen wie Einbrüche, Feuer, bewaffnete Bedrohungen oder Diebstahl. Je nach Schwere löst das System laut Arlo Sirene oder Spotlight der Kamera aus, schickt eine Benachrichtigung oder alarmiert einen Überwachungsdienst. Die Funktion gibt es nur in den Plänen Smart Secure und Ultra Secure.

Event Captions liefern zu jedem Clip eine kurze Textbeschreibung. Arlo Summary fasst die Aufnahmen der letzten 24 Stunden auf Abruf im Arlo Feed zusammen und lässt Unwichtiges weg. Arlo hat die Funktionen am 16. September mit Arlo Secure 7 angekündigt und rollt sie innerhalb eines Monats aus.

Aus unserer Sicht relativiert das den günstigen Preis, denn zu den 100 US-Dollar kommt das Abo. Andererseits: Die Kameras von Arlo konnten in unseren bisherigen Testberichten mit einem hohen Funktionsumfang und einer robusten Bauweise punkten.

Die Essential Solar Security Camera arbeitet mit Amazon Alexa, Google Home, IFTTT und Samsung SmartThings zusammen. Apple Home und Matter werden nicht unterstützt. In den USA kostet sie 99,99 US-Dollar (UVP) und kommt in Schwarz und Weiß. Vorbestellungen laufen bereits, ausgeliefert wird ab Mitte Oktober. Preis und Starttermin für Deutschland nennt Arlo bislang nicht – wir informieren in unserem Newsletter über den Verkaufsstart hierzulande.

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    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.