Aqara hat den Spatial Multi-Sensor FP400 in den Handel gebracht. Der Präsenzmelder arbeitet mit 60-GHz-mmWave-Radar, teilt einen Raum in bis zu acht frei definierbare Zonen auf und erfasst laut Aqara bis zu zehn Personen gleichzeitig samt Position. Bei Amazon kostet er rund 80 Euro und wird direkt vom Hersteller verkauft.

Zonen: Acht Bereiche auf einem Raster von 0,5 Metern

Der FP400 rastert seinen Erfassungsbereich in Felder von 0,5 mal 0,5 Metern, aus denen ihr in der Aqara Home App bis zu acht Zonen zusammensetzt. Der Essplatz bekommt damit andere Automationen als die Kochinsel oder die Sofaecke. Als Beispiel nennt Aqara eine Klimaanlage, die nach der Personenzahl im Raum regelt.

Wie viele Personen sich gerade im Raum aufhalten, ermittelt der Sensor nach Herstellerangabe lokal und in Echtzeit. Ein Lichtsensor sitzt ebenfalls im Gehäuse, die Empfindlichkeit lässt sich in drei Stufen einstellen, und auch die Wartezeit bis zur Abwesenheitsmeldung ist anpassbar. Bewegungen von Haustieren oder Saugrobotern soll die Auswertung aussortieren – geprüft ist das bislang nicht.

Matter over Thread: Die Zonen kommen nur über die Aqara-App bei euch an

Der FP400 spricht Thread und Zigbee. Über Thread lässt er sich als Matter-Gerät einbinden, ein Aqara-Hub ist dafür nicht nötig: Ein Thread Border Router einer anderen Marke genügt, die Zonen richtet ihr trotzdem in der Aqara Home App ein. Anschließend übergibt Aqara laut eigener Aufstellung einen Sensor für den Gesamtraum, bis zu acht Zonen-Belegungssensoren und einen Lichtsensor an die Matter-Plattform. Die Echtzeit-Personenzahl taucht in dieser Liste nicht auf.

Aber: Koppelt ihr den Sensor direkt per Matter, ohne Umweg über die Aqara-App, entfallen die eigenen Zonen komplett. Wer den Zigbee-Weg wählt, braucht einen Aqara-Hub M3, M200 oder M100, alternativ den Camera Hub G5 Pro oder die Doorbell G410; ältere Modelle wie M1S, M2, G2H oder G3 unterstützt Aqara nicht.

Montage: Magnetfuß für Wand, Ecke und Decke, Strom kommt per USB-C

Das Sichtfeld gibt Aqara mit 120 Grad an. Seitlich an der Wand montiert deckt der FP400 laut Hersteller bis zu 10 mal 8 Meter ab, in der Raumecke 7 mal 7 Meter, unter der Decke in drei Metern Höhe noch 5 bis 6 Meter. Ein Magnetfuß hält das Gehäuse in allen drei Positionen.

Der Sensor misst 64 mal 64 mal 29,5 Millimeter, wiegt 133 Gramm und ist nach IPX5 gegen Strahlwasser geschützt, zugelassen für minus 10 bis 50 Grad. Strom zieht er über USB-C mit 5 Volt und 1 Ampere, ein passendes Kabel liegt bei. Eine Steckdose oder ein freier USB-Port muss also in Reichweite des Montageorts sein.

Einordnung: Der FP400 kostet doppelt so viel wie der FP1E

Der FP400 ist der teuerste Präsenzsensor im Aqara-Programm. Der FP1E liegt aktuell bei rund 40 Euro, der FP300 bei rund 50 Euro, der ältere FP2 bei rund 68 Euro. Wenn ihr nur wissen wollt, ob jemand im Raum ist, reicht das kleinere Modell und ihr spart die Hälfte.

Der Aufpreis rechnet sich aus unserer Sicht erst, wenn ihr mehrere Zonen einrichtet – etwa in einem offenen Wohn-Ess-Bereich, in dem heute drei einzelne Melder hängen. Der Sensor kommt ohne Kamera und ohne Abo aus, und über Thread bleiben die Automationen lokal. Kritisch sehen wir die Bindung an die Aqara-App, ohne die von den acht Zonen nichts auf anderen Plattformen ankommt. Wie zuverlässig die automatische Zoneneinrichtung Raumgrenzen erkennt, muss der Praxistest zeigen.

Preis und Verfügbarkeit

Der FP400 ist ab sofort lieferbar und kostet rund 80 Euro auf der Amazon-Produktseite*. Zum Verkaufsstart gewährt Aqara nach eigenen Angaben zehn Prozent Rabatt über den Code AQARAFP400, gültig bis zum 28. September.

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 22.09.2026 um 20:10 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

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    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.