RayNeo hat gleich zwei AR-Brillen-Linien angekündigt: die Alltagsbrille RayNeo iO und die Entertainment-Reihe GT (RayNeo GT und RayNeo GT Max). Beide sollen am 4. September 2026 in den Handel kommen, verkauft über die RayNeo-Website und Amazon*.
RayNeo iO: der Assistent im Blickfeld
Die iO ist als leichte Alltagsbrille gedacht und wiegt laut Hersteller nur 33 Gramm; das Gestell besteht aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung, die beiden Bügel aus Titan. Das Display arbeitet mit einem monochrom-grünen Waveguide, der eine Transparenz von 97 Prozent erreichen und für Außenstehende unsichtbar bleiben soll. Der eingeblendete Text erreicht laut RayNeo eine Helligkeit von 1.300 Nits.
Ein „Ambient AI Life Log“ läuft im Hintergrund mit, erfasst Termine und Gesprächskontext und soll nach Besprechungen Aufgaben herausziehen, die ihr per Kopfnicken bestätigt. Bei der KI legt sich RayNeo nicht auf ein Modell fest: Neben der hauseigenen KI und Gemini könnt ihr in der App zwischen ChatGPT, Claude, Gemini und DeepSeek wechseln.
Dazu kommen eine Live-Übersetzung in 55 Sprachen und ein automatischer Teleprompter. Den Akku gibt der Hersteller mit bis zu zwei Tagen bei typischer Nutzung an. Das sind allerdings Herstellerangaben, die sich in einem unabhängigen Test erst bestätigen müssen.
GT und GT Max: Kino für unterwegs
Die GT-Serie ist dagegen für das Entertainmentprogramm gedacht und erstellt einen großer virtueller Bildschirm für Filme und Serien vor euren Augen. Die GT Max kommt laut RayNeo auf ein Sichtfeld von 59 Grad und projiziert einen Bildschirm, den ihr in drei Stufen bis auf umgerechnet 307 Zoll aufziehen könnt; die kleinere GT bleibt bei 46 Grad. Beim Ton hat sich RayNeo mit Bang & Olufsen zusammengetan und verbaut ein Vier-Lautsprecher-System mit kopffolgendem Raumklang. Mit 68 Gramm (GT) und 78 Gramm (GT Max) sind beide schwerer als die iO, für eine Videobrille aber weiterhin leicht.
Technisch hebt RayNeo zwei Punkte hervor: Ein eigener Zone-360-Chip fürs 3DoF-Tracking bietet mehrere Modi, darunter einen „Steady-Modus“ gegen Erschütterungen etwa im Zug und einen „Pinned-Modus“, der den Bildschirm fest im Raum verankert. Außerdem sei die GT-Serie zusammen mit dem RayNeo Pocket TV Pro das nach Herstellerangabe weltweit erste AR-Brillensystem mit nativer Dolby-Vision-Wiedergabe und einer Echtzeit-Umrechnung von SDR zu HDR.
Warum uns vor allem die GT-Serie reizt
Bei uns steht bislang eine Meta Quest 3, die uns schlicht zu klobig ist und deshalb seit einiger Zeit im Regal verstaubt. Eine leichtere, kompaktere Videobrille fürs Reisegepäck finden wir dagegen durchaus spannend: Im Hotel seid ihr damit nicht auf den oft winzigen Fernseher angewiesen, und auch die Stunden im Zug oder Flugzeug lassen sich angenehmer überbrücken. Ob RayNeo den Tragekomfort dafür hinbekommt, muss die GT im Alltag allerdings erst beweisen.
Einen Preis nennt RayNeo zum Start am 4. September 2026 noch nicht. Die iO kommt in den Farben „Polar Night“ und „Dune“, die GT-Serie lässt sich mit Korrekturgläsern bestellen. Anschauen könnt ihr alle drei Modelle vom 4. bis 8. September auf der IFA 2026 in Berlin, Halle 21A. Mehr Informationen gibt es auf der Website des Herstellers.
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