Roborock hat auf der IFA 2026 in Berlin sein Mähroboter-Portfolio erweitert. Der neue RockNeo Q2 LiDAR soll ganz ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Station auskommen – für die Navigation reicht der Sentisphere-LiDAR-Sensor in Kombination mit Bilderkennungstechnik.
Navigation ohne Kabelsalat
Bisher mussten Nutzer bei vielen kabellosen Mährobotern entweder ein Begrenzungskabel im Rasen verlegen oder eine RTK-Antenne installieren, die GPS-Signale empfängt. Der RockNeo Q2 LiDAR verzichtet laut Roborock komplett auf diese Hilfsmittel und erstellt sich seine Karte der Gartenumgebung selbst. Das soll die Einrichtung deutlich vereinfachen, gerade für Gärten mit verwinkelten Ecken, Blumenbeeten oder Hecken.
Bei der Fläche gibt Roborock eine Kapazität von bis zu 800 Quadratmetern an. Steigungen von bis zu 45 Prozent und Durchgänge ab 60 Zentimeter Breite sollen laut Hersteller ebenfalls kein Problem darstellen.
Jetzt sollen auch Kanten zuverlässig gemäht werden
Ein Dauerthema bei Rasenrobotern ist der ungemähte Rand entlang von Wegen, Mauern oder Beeten. Roborock will das mit einer Funktion namens PreciEdge lösen, die die Klinge bis auf etwa 3 Zentimeter an Hindernisse heranführen soll. Wer bisher nach jedem Robotereinsatz noch mit dem Kantenschneider nacharbeiten musste, könnte sich diesen Schritt laut Hersteller künftig sparen. Für die Mäharbeit selbst kommt ein Drei-Klingen-System zum Einsatz, das auf einem beweglichen Schneidwerk montiert ist und sich so an Unebenheiten im Boden anpassen soll.
Die Steuerung läuft über die Roborock App, in der sich Mähzonen und Zeitpläne festlegen lassen. Eine WLAN-Verstärkung in der Ladestation soll für stabile Verbindung sorgen, dazu kommen Diebstahlschutz und die Schutzklasse IPX6 für den Dauereinsatz im Freien. Auch eine Anbindung an Alexa und Google Home ist vorgesehen.
Teil einer größeren Outdoor-Offensive
Der RockNeo Q2 LiDAR ist nicht die einzige Neuheit, mit der Roborock auf der IFA 2026 den Außenbereich ins Visier nimmt: Parallel zeigt die Marke mit dem RockAqua P1 auch ihren ersten Poolroboter, der Boden, Wände und Wasserlinie reinigen soll. Damit erweitert Roborock sein Ökosystem über die Wohnung hinaus.
Zu Preis und konkretem Verkaufsstart hat Roborock bislang noch keine Angaben gemacht. Weitere Details sollen laut Unternehmen zur Markteinführung folgen. Wer sich das Gerät vorab ansehen möchte, kann das auf der IFA in Berlin noch bis zum 8. September in Halle 9, Stand 111.
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