Roborock hat mit dem Qrevo 2 Pro ein neues Mittelklasse-Modell auf den Markt gebracht. Der Saug- und Wischroboter kostet rund 690 Euro, als Set rund 700 Euro- Wir haben uns angeschaut, was das Gerät auf dem Papier bietet und für wen es interessant sein könnte.
Für wen ist das Gerät gedacht?
Der Qrevo 2 Pro zielt auf Haushalte mit gemischten Böden – also die typische Wohnung mit Parkett oder Fliesen und einzelnen Teppichen. Genau hier scheitern viele günstigere Kombigeräte: Entweder schieben sie den nassen Mopp über den Teppich oder lassen ihn ganz aus. Roborock löst das anders. Erkennt der Roboter einen Teppich, fährt er zunächst zur Dockingstation und legt die Mopps dort ab. Teppiche bleiben also trocken, ohne dass ihr manuell eingreifen oder Zonen konfigurieren müsst.
Auch Haushalte mit Haustieren gehören zur Zielgruppe. Das Dual Anti-Tangle System an Haupt- und Seitenbürste soll verhindern, dass sich Haare aufwickeln. Ob das in der Praxis funktioniert, muss ein Test zeigen – falls ja, würde das eine der lästigsten Wartungsaufgaben bei Saugrobotern entschärfen: das regelmäßige Herausschneiden verhedderter Haare aus der Bürste.
Das leistet die Reinigungsstation
Der eigentliche Komfortgewinn steckt weniger im Roboter selbst als in der Dockingstation. Sie wäscht die Mopps mit bis zu 75 Grad heißem Wasser, trocknet sie mit 45 Grad Warmluft, saugt den Staubbehälter leer und befüllt den Wassertank. Der 2,5-Liter-Staubbeutel soll laut Datenblatt bis zu 65 Tage halten – ihr müsst euch also grob alle zwei Monate darum kümmern.
Ganz wartungsfrei wird es trotzdem nicht: Frischwasser nachfüllen, Schmutzwasser entsorgen und die Station selbst reinigen bleibt an euch hängen. Immerhin lässt sich der Stationssockel herausnehmen und im Waschbecken abspülen – ein Detail, das den Aufwand spürbar reduzieren dürfte, denn festgetrocknete Schmutzränder in der Waschwanne sind bei vielen Stationen ein bekanntes Ärgernis.
Reinigungsleistung: die Eckdaten
Roborock gibt die Saugkraft mit 25.000 Pa an – ein Wert, der im Laborbetrieb gemessen wird und sich nur bedingt mit dem Alltag vergleichen lässt, aber im aktuellen Marktumfeld hoch angesetzt ist. Auf Teppichen kann das Gerät die Saugleistung automatisch erhöhen und stark verschmutzte Flächen optional in zwei Richtungen abfahren. Gewischt wird mit zwei rotierenden Mopps (bis zu 200 Umdrehungen pro Minute), für Sockelleisten und Möbelfüße gibt es einen ausfahrbaren FlexiArm-Mopp, die Seitenbürste soll tiefer in Ecken reichen.
Mit 63 dB(A) im Standardmodus (Saugen und Wischen) ist der Roboter nicht flüsterleise – wer ihn laufen lässt, während er im Homeoffice telefoniert, sollte den Zeitplan entsprechend legen.
Smart-Home-Anbindung: Matter ist an Bord
Mit der Matter-Unterstützung lässt sich der Qrevo 2 Pro herstellerübergreifend in das Smart Home einbinden – etwa in eine Automation, die die Reinigung startet, sobald alle Bewohner das Haus verlassen haben. Daneben werden Amazon Alexa, Google Home und Siri unterstützt.
Die Navigation übernimmt Roborocks PreciSense-LiDAR-System. Über die App könnt ihr Reinigungspläne anlegen, einzelne Räume ansteuern oder Sperrzonen definieren. Zusätzlich soll der Roboter Saugleistung, Wasserfluss und Strategie eigenständig an Raum und Gewohnheiten anpassen.
Technische Daten
Der Qrevo 2 Pro misst 35,2 x 35,0 x 9,66 Zentimeter und wiegt 3,9 Kilogramm. Mit 9,66 Zentimetern Bauhöhe passt er unter viele, aber nicht alle Möbel – messt vorher nach, ob eure Sofas und Sideboards genug Bodenfreiheit bieten. Der Akku fasst 5.200 mAh, die Laufzeit gibt Roborock mit 253 Minuten im Ruhemodus an. Neben Saugen, Wischen und dem Kombibetrieb gibt es einen KI-gesteuerten Reinigungsmodus.
Preis und Verfügbarkeit
Der Roborock Qrevo 2 Pro ist seit dem 3. August 2026 verfügbar, zunächst als weißes Set. Die schwarzen Varianten sollen in Kürze folgen. Das Einzelgerät kostet rund 690 Euro, das Set rund 700 Euro. Erhältlich ist der Roboter bei Amazon und im Roborock-Onlineshop. Preislich liegt das Gerät im gehobenen Mittelfeld – deutlich unter den Flaggschiffen der Branche, aber klar über Einsteigergeräten. Die Kombination aus automatischer Mopp-Ablage, Heißwasser-Moppwäsche und Matter-Unterstützung deckt die wichtigsten Komfort-Anforderungen ab, die man in dieser Preisklasse erwarten darf.
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