Wir reichen noch schnell eine spannende IFA-Meldung nach: Aiper hat auf der Messe das Smart Yard Ecosystem vorgestellt: eine Plattform, in der Poolroboter, Bewässerungssysteme, Mähroboter, Bodensensoren, Wetterstationen und Solarpanels der Marke in einer App zusammenlaufen und ihre Einsätze untereinander abstimmen. Zwei neue Geräte hat der Hersteller gleich mitgebracht – das Bewässerungssystem IrriSense 2 SE und den Poolroboter Scuba V3 Ultra.
Was das Smart Yard Ecosystem übernehmen soll
Technische Basis ist Aipers hauseigene Vernetzung, die der Hersteller AIoT nennt. Die Geräte geben Messwerte und Zeitpläne untereinander weiter, ziehen Wetterdaten und Bodensensorik hinzu und legen daraus die Reihenfolge ihrer Einsätze fest. Aiper beschreibt dafür drei Szenarien: Daily Care sortiert Mähen, Bewässern, Bodenmessung und Poolreinigung in eine Abfolge, Climate Care pausiert bei Regen etwa die Bewässerung und Vacation Care hält Garten und Pool während eurer Abwesenheit in Betrieb.
Wie viel euch das bringt, hängt davon ab, wie viele Aiper-Geräte bei euch im Garten stehen. Mit einem einzelnen Poolroboter merkt ihr vom Ökosystem wenig, interessant wird die Sache erst mit Sprinkler, Mähroboter und Sensorik derselben Marke. Dass der Rasen nicht gewässert wird, während der Mäher darüberfährt, ist eine überfällige Abstimmung. Ob die Automatik bei wechselhaftem Wetter die richtigen Entscheidungen trifft, muss die Praxis zeigen.
Das Konzept klingt interessant, wobei wir grundsätzlich offene Standards wie Matter bevorzugen, um die Geräte in ein übergreifendes Smart Home-System wie Home Assistant einbinden zu können.
Aiper IrriSense 2 SE: Smarte Bewässerung für bis zu 445 Quadratmeter
Das smarte Bewässerungssystem IrriSense 2 SE fasst Steuereinheit, Sprenger und elektrisches Ventil in einem Gehäuse zusammen, das 30 Zentimeter hoch ist und 2,6 Kilogramm wiegt. Rohre müsst ihr dafür nicht verlegen, Aiper gibt die Einrichtung mit rund zehn Minuten an. Das Gerät bewässert Flächen bis 445 Quadratmeter bei einer Wurfweite von maximal zwölf Metern und lässt sich in bis zu sechs Zonen mit eigenen Zeitplänen aufteilen. Über die so genannte „EvenRain“-Technologie soll das Wasser gleichmäßig verteilt und der Verbrauch gegenüber fest verlegten Systemen um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Mit dem optionalen Solarpanel läuft der Sprinkler laut Aiper bis zu neun Stunden ohne Netzstrom.
Das Kürzel SE führt dabei etwas in die Irre. Bei der Fläche liegt das neue Modell mit 445 Quadratmetern praktisch gleichauf mit dem IrriSense 2, für den Aiper 446 Quadratmeter angibt. Sechs Bewässerungszonen sind beim SE vorgesehen, beim IrriSense 2 legt ihr in der App bis zu zehn Bewässerungskarten an.
Das Vorgängermodell, den IrriSense 2, haben wir kürzlich ausführlich getestet und mit 8,1 von 10 Punkten bewertet. Überzeugt haben uns die werkzeuglose Einrichtung ohne Grabungen, die präzise Kartierung auch bei verwinkelten Flächen, die Wetterautomatik mit einstellbaren Wind- und Regenschwellen sowie die App, in der ihr Wassermengen zwischen 3 und 23 Millimetern pro Zone festlegt.
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Poolroboter Aiper Scuba V3 Ultra mit zwei Kameras für die Schmutzerkennung
Der Scuba V3 Ultra ist Aipers neues Spitzenmodell unter den Poolrobotern. Zwei Kameras erfassen Tiefeninformationen und sollen Hindernisse auf bis zu zwei Meter Entfernung erkennen, mehr als 20 Schmutzarten unterscheidet das System laut Hersteller.
Gereinigt werden Boden, Wände, Wasserlinie, Oberfläche und flache Poolbereiche ab 20 Zentimetern Wassertiefe, dafür sorgt unter anderem eine JellyFloat genannte Auftriebsmechanik. Aiper nennt eine Saugleistung von bis zu 32.200 Litern pro Stunde, bis zu 240 Minuten Laufzeit beim Bodensaugen und eine zweistufige Filterung mit 180 Mikrometern sowie einem wechselbaren MicroMesh-Filter mit drei Mikrometern.
Die Kamerabilder werden laut Aiper weder gespeichert noch in die Cloud übertragen.
Auch hier hatten wir das Vorgängermodell bereits im Test: Aiper Scuba V3 im Test: Poolroboter mit Schmutzerkennung, 3-Mikron-Filter und systematischer Reinigung
Unser Fazit:
Der Aiper Scuba V3* (rund 900 €, UVP 1.299 €) ist ein kabelloser Akku-Poolroboter, der per frontseitiger KI-Kamera und Sensoren seine Reinigungsroute in Echtzeit berechnet – statt nach Zufallsprinzip zu fahren. Sein zweistufiger MicroMesh-Filter hält selbst Sand, Pollen und feinste Schwebstoffe zurück. Er reinigt Boden, Wände und Wasserlinie systematisch, dank zwei integrierter LED-Leuchten auch bei Dunkelheit. Im mehrwöchigen HouseControllers-Praxistest arbeitete er zuverlässig. Klare Empfehlung für alle, die ihren Pool regelmäßig nutzen und die Reinigung wirklich automatisieren wollen.
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Preis und Verfügbarkeit
Preise und einen Marktstart nennt Aiper in der Mitteilung zur IFA nicht, weder für den IrriSense 2 SE noch für den Scuba V3 Ultra. Zu sehen waren beide Geräte auf der Messe, die vom 4. bis 8. September in Berlin lief.
Zur Einordnung: Der IrriSense 2 startete mit einer UVP von rund 600 Euro und ist inzwischen regelmäßig für rund 400 Euro zu haben.
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