Die Energie-Visualisierung Helios für Home Assistant ist in Version 2026.7.1 erschienen und steht ab sofort direkt im HACS (Home Assistant Community Store) bereit. Entwickler Jérôme hat die Karte dafür komplett neu geschrieben und gleichzeitig ein neues Versionsschema eingeführt. Helios stellt euren Energiehaushalt räumlich dar: Es zeigt euer Haus mitsamt Sonnenstand und den Energieflüssen zwischen Erzeugung, Netz und Speicher.

Weg von LiDAR, hin zur lernenden Prognose

Die größte Änderung betrifft die Datengrundlage. Die Vorgängerversion nutzte LiDAR-Daten, um echte Verschattungen rund ums Haus zu berechnen. Das funktionierte allerdings nur in Ländern mit entsprechender Abdeckung, und diese Ungleichbehandlung war dem Entwickler nach eigener Aussage der Grund, LiDAR komplett zu streichen.

An seine Stelle tritt eine separate Integration namens Helios-Forecast, die aus dem Verlauf eurer Entitäten lernt, wann und wo Schatten auf die Module fallen. Laut Entwickler baut die Prognose daraus einen Trend auf und liefert einen Konfidenzwert, der mit der Zeit besser wird – pro konfiguriertem Modulfeld eine eigene Instanz. Die Integration stellt 39 Entitäten bereit, die ihr für eigene Automationen nutzen könnt, etwa um das Laden eines E-Autos an die Solarprognose zu koppeln.

2,5D statt 3D und drei Ansichten für eure Daten

Auch beim Rendering geht Helios einen neuen Weg. Statt einer rechenintensiven 3D-Engine setzt die Karte jetzt auf einen 2,5D-Ansatz: ein drehbarer Hintergrund plus per SVG gezeichnete Elemente. Das soll laut Entwickler auch auf schwacher Hardware flüssig laufen. Die Gebäude im Bild stammen aus dem offenen Kartenprojekt OpenStreetMap; fehlt euer Haus dort, könnt ihr es selbst ergänzen.

Für die Auswertung gibt es drei Wege. Über anklickbare Chips ruft ihr eine scrollbare Zeitleiste auf, die bis zu ein Jahr zurückreicht. Der neue Modus Energy Clock legt die Werte als gestapelte Histogramme rund ums Haus, der Modus Delta vergleicht zwei Zeiträume direkt miteinander. Zusätzliche Verbraucher wie einen Warmwasserspeicher oder ein E-Auto bindet ihr über eine eigene Entität ein.

Einrichten müsst ihr wenig: Helios zieht seine Konfiguration direkt aus dem Energie-Dashboard von Home Assistant, Standort und Daten übernimmt die Karte automatisch.

Helios ist quelloffen und kostenlos über den HACS installierbar, eine Spende an den Entwickler ist optional. Wer die Karte vorher testen will, findet auf der neuen Projektseite von Helios eine Live-Demo und die Roadmap. Die nächste Version 2026.8 ist laut Entwickler bereits als Beta in Arbeit.

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    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.