Xreals neue Display-Brille 1 Pro+ kostet rund 650 Euro und leuchtet mit 1.200 Nits rund 70 Prozent heller als die One Pro mit 700 Nits. Per USB-C an Mac, iPhone oder Steam Deck angeschlossen, zeigt sie deren Bild auf einer großen virtuellen Leinwand vor euren Augen. Das macht sie vor allem für lange Bahnfahrten und Flüge interessant, aber auch für Wohnungen ohne Platz für einen großen Fernseher. Neu sind außerdem eine KI-HDR-Funktion, eine schnellere 3D-Umrechnung und eine überarbeitete Nasenauflage.
Bild und 3D: Die Sony-Panels bleiben, die 3D-Umrechnung läuft jetzt mit 60 fps
An der Bildtechnik selbst ändert sich wenig. Zwei 0,55 Zoll große Micro-OLED-Panels von Sony zeigen pro Auge 1.920 × 1.080 Pixel bei bis zu 120 Hz. Das Sichtfeld von 57 Grad entspricht wie bei der One Pro laut Xreal einem 171 Zoll großen Bildschirm aus sechs Metern Entfernung. Die KI-HDR-Funktion soll bei passenden Inhalten Lichter und Schatten detailreicher darstellen, dazu kommen die Bildmodi Standard, Movie und Reading.
Die Funktion Real 3D rechnet Fotos, Videos und Spiele direkt in der Brille in eine räumliche Darstellung um, jetzt mit 60 statt 30 Bildern pro Sekunde. Zusätzliche Software oder Zubehör braucht ihr dafür nicht. So lassen sich auch normale 2D-Filme ohne Umweg in 3D anschauen.

Upgrade von der One Pro: Die schnellere 3D-Umrechnung kommt per Update
Habt ihr bereits eine Xreal One, One Pro oder 1S, bekommt ihr die 60-fps-Umrechnung im November per Firmware-Update. Die 1.200 Nits gibt es dagegen nur mit der neuen Hardware. Wenn ihr schon eine One Pro nutzt, bringt euch der Neukauf also vor allem die hellere Anzeige und die neue Nasenauflage.
Gegenüber der One Pro, die Xreal weiterhin für rund 600 Euro anbietet, zahlt ihr für die 1 Pro+ rund 50 Euro mehr. Aus Sicht der Redaktion ist das für die deutlich hellere Anzeige ein fairer Aufpreis. Ist euch die Helligkeit weniger wichtig, reicht beim Neukauf auch die One Pro.
Anschluss und Passform: Ohne Zuspieler bleibt die Brille dunkel
Einen eigenen Rechner hat die 1 Pro+ nicht an Bord. Bild und Strom kommen über ein USB-C-Kabel mit DisplayPort-Alt-Mode vom angeschlossenen Gerät, etwa von einem Mac, einem iPhone mit USB-C-Buchse oder einem Steam Deck. Der X1-Chip in der Brille hält den virtuellen Bildschirm wahlweise fest an einer Stelle im Raum oder lässt ihn mit euren Kopfbewegungen mitlaufen. Für räumliches 6DoF-Tracking braucht ihr die separat erhältliche Kamera Xreal Eye.
Für mehr Tragekomfort hat Xreal die Nasenauflage neu gestaltet. Sie liegt großflächiger auf und soll so das Gewicht besser verteilen und die Brille stabiler vor den Augen halten. Die Bügel sind verstellbar, und es gibt weiterhin zwei Größen. Größe M deckt einen Augenabstand zwischen 57 und 66 Millimetern ab, Größe L 66 bis 75 Millimeter. Tragt ihr eine Brille, könnt ihr bei Xreal passende Korrekturgläser dazubestellen.
Einschätzung: Die Brille bringt den großen Bildschirm in Zug, Flieger und kleine Wohnungen
Wir finden das Konzept durchaus spannend. Im ICE oder auf einem Langstreckenflug könnt ihr damit Filme auf einem großen virtuellen Bildschirm anschauen oder am Mac arbeiten, ohne euch über ein kleines Notebook- oder Tablet-Display zu beugen. Zuhause kann die Brille eine Lösung sein, wenn für einen großen Fernseher kein Platz ist, etwa in einer kleinen Wohnung oder im Arbeitszimmer.
Ob die neue Nasenauflage auch über einen ganzen Spielfilm oder einen Arbeitstag bequem sitzt, muss ein Test zeigen. Aber: Die Brille hängt immer am Kabel, ein Zuspielgerät muss also stets in Reichweite sein.
Die Xreal 1 Pro+ ist ab sofort im europäischen Onlineshop von Xreal für rund 650 Euro erhältlich, im Paket mit der Kamera Xreal Eye für rund 710 Euro. Am iPhone funktioniert die Brille nur mit Modellen mit USB-C-Anschluss.
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