Mit der Navimow H-Serie ist Segway seit letztem Jahr im Segment der Mähroboter ohne Begrenzungsdraht aktiv. Mit der i-Serie gibt es nun noch günstigere Mähroboter, der standardmäßig mit einer integrierten Kamera zur Hinderniserkennung (Vision Vence) ausgestattet sind. Der von uns getestete Navimow i105E eignet sich für Flächen bis 500 Quadratmeter und hat uns durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und seinen großen Funktionsumfang beeindruckt.
Ein Hinweis vorweg: Das von uns getestete Gerät Navimow i105E ist nahezu baugleich mit dem Navimow i108E. Die Geräte unterscheiden sich lediglich in der Akkugröße und damit in der maximalen Rasengröße. Die Testergebnisse gelten daher für beide Geräte.
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So testen wir Mähroboter
Für diesen Testbericht haben wir den Segay Navimow i105E über einen Zeitraum von drei Monaten in unserem Garten eingesetzt. Die Wiesenfläche ist abgerundet und hat in einigen Bereichen eine leichte Steigung – keine einfachen Bedingungen für einen Mähroboter und somit ideal, um die Mähleistung und die Navigationsleistung auszuprobieren.
Nach Abschluss der ersten Testphase wird der Navimow für weitere sechs Monate getestet, um zu prüfen, wie gut sich das Gerät über einen längeren Zeitraum und bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen schlägt. Die Ergebnisse des Langzeit-Tests lassen wir in diesen Bericht einfließen.
Lieferumfang und Inbetriebnahme
Das Paket enthält neben dem Mähroboter die Ladestation, die Bedienungsanleitung, Ersatzmesser und eine kleine schwarze Antenne. Letztere wird im Garten aufgestellt und über ein Kabel mit der Ladestation verbunden. Der Navimow i105E arbeitet ähnlich wie der kürzlich getestete Ecovacs Goat G1 mit GPS und nutzt zusätzlich die aufgestellte Antenne, um sich im Garten zu orientieren. Positiv: Im Gegensatz zum Goat G1 erfolgt die Stromversorgung der Antenne über das Kabel und nicht wie beim Goat über Batterien, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Außerdem ist die in schwarz gehaltene Antenne schön dezent, während die „Beacons“ getauften Antennen des Goat G1 in weiß gehalten sind.
Nachdem die Ladestation aufgestellt und die Antenne in die Erde gesteckt wurde, kann es schon losgehen und der Navimow i105E seine erste Erkundungsfahrt durch Euren Garten starten. Dafür steuert Ihr das Gerät mit der App einmalig wie ein ferngesteuertes Auto an der Rasenkante entlang. Das hat in unserem Test problemlos funktioniert, zumal man problemlos eine Strecke mit einem Radierer in der App wieder löschen kann, wenn man sich „verfahren“ hat.

Der gesamte Einrichtungsvorgang ist in ungefähr 30 Minuten erledigt. Gut gefällt uns, dass wir nicht aufwendig ein Begrenzungsdraht im Garten verbuddeln müssen, zumal der Draht des alten Mähroboters regelmäßig bei Gartenarbeiten beschädigt wurde und der Roboter anschließend so lange seinen Dienst verweigert hat, bis der Draht geflickt wurde.
Der robust wirkende und optisch modern gehaltene Navimow i105E kommt auf ein Gewicht von absolut akzeptablen 11 kg – das ist relevant, wenn Ihr den Mähroboter gelegentlich manuell in einen anderen Gartenbereich tragen wollt.

Bedienung und Funktionsumfang
Die Navimow-App ermöglicht die Bearbeitung der Mähkarte, flexible Zeitplanung, Fernsteuerung des Roboters und bietet Sicherheitsfunktionen wie die Lokalisierung im Falle eines Diebstahls – letzteres funktioniert allerdings nur dann, wenn Ihr das optionale Mobilfunkmodul erworben habt, für das rund 100 Euro fällig werden. Das Mobilfunkmodul solltet Ihr unbedingt mitbestellen, wenn Eure Rasenfläche nicht (vollständig) von Eurem WLAN-Signal abgedeckt wird.
Mit der schön gestalteten und vernünftig lokalisierten App macht es regelrecht Spaß, den Roboter einzurichten und zu bedienen. Der Roboter kann grundsätzlich auch aus der Ferne über das Mobilfunknetz bedient werden, lediglich für die Kartenverwaltung müsst Ihr Euch in Bluetooth-Reichweite des i105E befinden.

In der App kann auch die „Wetteranpassung“ aktiviert werden, um zu verhindern, dass der Navimow bei Regen den Garten mäht. Der Roboter wird dadurch zwar nicht beschädigt (das Gerät ist natürlich wetterfest), aber das Schnittgut setzt sich schneller unter dem Gerät fest und muss dann von Hand entfernt werden. Der Mähroboter verlässt sich dabei nicht auf einen Regensensor, sondern auf Wetterdaten aus dem Internet – alles in allem hat das gut funktioniert, aber ein Regensensor würde die Funktion zuverlässiger machen.
Die gewünschte Schnitthöhe (zwischen 20 bis 60 mm) kann hingegen nicht in der App, sondern nur an einem großen Rad direkt am Roboter eingestellt werden. Eine Einschränkung, die aus unserer Sicht nicht weiter ins Gewicht fällt, schließlich dürfte kaum jemand regelmäßig die Höhe verändern wollen.

Praktisch: Ihr könnt Euren Garten in Zonen aufteilen und für jede Zone unterschiedliche Zeitpläne hinterlegen (Multi-Zonen-Management). So könnt Ihr beispielsweise den Bereich, in dem Ihr Euch am Wochenende aufhaltet, ausschließlich während der Woche mähen lassen. Zwischen den Zonen kann der Roboter selbstständig wechseln. Clever: Auf Wunsch könnt Ihr das Gerät sogar so konfigurieren, dass ein Hindernis im Übergang zwischen den beiden Zonen selbstständig umfahren wird. Die Funktion nennt sich „Channel Sense“ und kann unter dem Menüpunkt „VisionFence“ aktiviert werden.
Die Funktion zeigt beispielhaft, dass der Hersteller bei der Entwicklung viele Szenarien berücksichtigt hat, die den Nutzen eines Mähroboters im Alltag erhöhen und das Gerät zu einem nahezu „vollautonomen“ Helfer machen.

Navigation und Mähergebnis
Der Mähroboter arbeitet beeindruckend effizient – Bahn für Bahn wird der Rasen gemäht. Kein Vergleich zu unserem bisherigen Mähroboter, der nach dem Zufallsprinzip mähte. Das Mähergebnis ist perfekt. Für eine Fläche von 115 Quadratmetern benötigte der Mähroboter rund 30 Minuten. Positiv ist auch, dass das Gerät im Betrieb kaum zu hören ist. So kann man den Mähroboter bedenkenlos auch in der Mittagspause seine Arbeit verrichten lassen, ohne die Nachbarn zu stören.

Der Kantenschnitt hat in unserem Test insgesamt gut funktioniert, hier und da ist aber weiterhin eine gelegentliche manuelle Nacharbeit notwendig. Ein Beispiel: Wenn eine Mauer direkt an die Rasenfläche grenzt (in unserem Fall ist das bei einer Treppe der Fall), kann der Roboter natürlich nicht den Rasen randlos mähen. Das gilt aber fairerweise auch für alle anderen Mähroboter und ist somit kein spezifischer Nachteil des Navimow i105E.
Update (20.03.2025): Ind der Navimow-App könnt Ihr bei Bedarf einstellen, dass der Mähroboter leicht über den Rand der Rasenfläche hinaus mäht, damit die Kanten ebenfalls sauber geschnitten werden.

Nach ca. 60 Minuten muss der Navimow i105E zur Ladestation zurückkehren und ca. 80 bis 90 Minuten aufgeladen werden, bevor er seine Arbeit fortsetzen kann. Aufgrund der sehr effizienten Arbeitsweise sollten jedoch die meisten Rasenflächen ohne Ladepausen gemäht werden können.

Wie gut erkennt der Mähroboter Hindernisse?
Der Navimow i105E nutzt die eingebaute Kamera und den „Stoßdämpfer“ zur Hinderniserkennung. Dies funktionierte in unserem Test einwandfrei, Objekte wie Pflanzen, Bälle und vor allem Personen wurden zuverlässig erkannt und umfahren. Dennoch empfehlen wir, den Zeitplan in der App so einzustellen, dass sich keine (kleinen) Kinder unbeaufsichtigt auf der Wiese aufhalten, wenn der Roboter seine Arbeit verrichtet. Auch sollte der Mähroboter nicht nachts eingesetzt werden, da trotz Hinderniserkennung unter Umständen Igel verletzt werden könnten.
Navimow i105E im Test: Unser Fazit
Mit der Navimow H-Serie ist Segway seit letztem Jahr im Segment der Mähroboter ohne Begrenzungsdraht aktiv. Mit der i-Serie gibt es nun noch günstigere Mähroboter, die standardmäßig mit einer integrierten Kamera zur Hinderniserkennung (Vision Vence) ausgestattet sind. Der von uns getestete Navimow i105E eignet sich für Flächen bis 500 Quadratmeter und hat uns durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und seinen großen Funktionsumfang beeindruckt.
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Häufig gestellte Fragen zum Navimow i105E
Nein. Der i105E orientiert sich über GPS und eine mitgelieferte Antenne, die ihr im Garten aufstellt und per Kabel mit der Ladestation verbindet. Einen Begrenzungsdraht müsst ihr nicht verlegen. Die Rasenkante lernt der Roboter einmalig an, indem ihr ihn per App wie ein ferngesteuertes Auto an der Kante entlangführt.
Der i105E ist für Flächen bis 500 Quadratmeter ausgelegt. Für 115 Quadratmeter hat er in unserem Test rund 30 Minuten gebraucht. Nach etwa 60 Minuten Mähen kehrt er für 80 bis 90 Minuten zur Ladestation zurück. Dank der effizienten Bahn-für-Bahn-Mähweise kommen die meisten Gärten aber ohne Ladepause aus.
Beide Geräte sind nahezu baugleich und unterscheiden sich nur in der Akkugröße und damit in der maximal möglichen Rasenfläche. Unsere Testergebnisse gelten deshalb für beide Modelle.
Nein. Die Schnitthöhe zwischen 20 und 60 Millimeter stellt ihr nur manuell an einem großen Rad direkt am Roboter ein, nicht in der App. Im Alltag fällt das kaum ins Gewicht, da die wenigsten die Höhe regelmäßig ändern.
Für die Hinderniserkennung nutzt der i105E eine Kamera und einen Stoßdämpfer. In unserem Test hat er Pflanzen, Bälle und vor allem Personen zuverlässig erkannt und umfahren. Trotzdem solltet ihr ihn nicht nachts mähen lassen, da sonst Igel verletzt werden könnten, und kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt auf der Wiese spielen lassen.
Das Mobilfunkmodul kostet rund 100 Euro extra und ist für den Betrieb nicht zwingend nötig. Es lohnt sich aber, wenn eure Rasenfläche nicht vollständig von eurem WLAN abgedeckt wird oder ihr die Diebstahl-Ortung nutzen möchtet, denn diese funktioniert nur mit dem Modul.
Navimow i105E
0.00Vorteile
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Effiziente Bahn-für-Bahn-Mähweise & perfektes Mähergebnis
- Kein Begrenzungsdraht nötig (RTK/GPS + Antenne) – Einrichtung in ~30 min
- Hoher Funktionsumfang inkl. Multizonen-Management & „Channel Sense“
- Gute Hinderniserkennung per Kamera (VisionFence) – erkennt auch Personen
- Leiser Betrieb; dezente, kabelversorgte Antenne (keine Batterien)
Nachteile
- Schnitthöhe (20–60 mm) nur manuell am Gerät, nicht in der App
- Diebstahl-Ortung / volle Fernsteuerung nur mit optionalem Mobilfunkmodul (~100 €)
- Kein echter Regensensor (nutzt Online-Wetterdaten)
- Schutzgarage gegen Regen nur als Zubehör; Kantenschnitt ggf. minimale Nacharbeit
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