Auf der CES 2026 in Las Vegas hat LG Electronics mit dem „LG CLOiD“ einen neuen Haushaltsroboter vorgestellt. Das Gerät soll dank generativer KI und zwei Greifarmen komplexe Aufgaben im Haushalt übernehmen – vom Kochen bis zur Wäschepflege. LG setzt dabei auf eine fahrbare Plattform statt auf zweibeiniges Gehen.

Mit dem heute vorgestellten LG CLOiD zeigt der südkoreanische Technologiekonzern seine neueste Interpretation eines „Zero Labor Home“. Anders als reine Saugroboter oder stationäre Smart-Home-Hubs soll dieses System physisch in die häuslichen Abläufe eingreifen.

Rollen statt Laufen

Technisch betrachtet handelt es sich beim CLOiD um einen sogenannten mobilen Manipulator. LG verzichtet auf eine menschenähnliche Fortbewegung auf zwei Beinen – wie sie etwa bei Teslas „Optimus“ oder den Robotern von Boston Dynamics zu sehen ist – und setzt stattdessen auf eine Räderbasis.

Dieser Ansatz, der technologisch auf den Erfahrungen mit Saugrobotern basiert, soll laut Hersteller für mehr Stabilität sorgen und das Risiko des Umkippens minimieren, was besonders in Haushalten mit Kindern oder Haustieren relevant ist.

LG will den Roboter in das Smart Home bringen

Der Aufbau im Detail:

  • Torso & Arme: Der Roboter verfügt über zwei Arme mit je sieben Freiheitsgraden, die der Beweglichkeit eines menschlichen Arms nachempfunden sein sollen. Die Hände besitzen fünf einzeln steuerbare Finger.
  • Höhenverstellung: Der Torso ist neigbar, um Objekte in verschiedenen Höhen (ab Kniehöhe) erreichen zu können.
  • Kopf & Sensorik: Der „Kopf“ fungiert als zentraler Hub mit Display, Kameras und Sprachinteraktion.

KI-Modelle übersetzen Bild in Bewegung

Damit der Roboter nicht nur ferngesteuert, sondern autonom agieren kann, setzt LG auf eine Kombination aus visueller und sprachlicher KI (Vision Language Model, VLM). Das System soll Nutzeranweisungen und Kamerabilder in konkrete physische Aktionen übersetzen (Vision-Language-Action, VLA).

In den auf der Messe gezeigten Szenarien holt der Roboter Zutaten aus dem Kühlschrank, bedient den Backofen oder faltet Wäsche zusammen. Wie zuverlässig diese komplexen feinmotorischen Aufgaben in einer unstrukturierten, echten Wohnung im Vergleich zur kontrollierten Messeumgebung funktionieren, muss die Praxis zeigen. Die Integration in das LG-eigene ThinQ-Ökosystem soll dabei helfen, auch andere vernetzte Geräte (wie Waschmaschinen) direkt zu steuern.

Welche Fähigkeiten der Roboter letztendlich genau besitzen wird, ist allerdings noch unklar.

LG CLOiD: Unsere Einschätzung

Mit dem CLOiD positioniert sich LG in einem wachsenden Marktfeld zwischen spezialisierten Haushaltsgeräten und den noch weitgehend experimentellen humanoiden Robotern. Der Verzicht auf Beine zugunsten von Rädern ist ein pragmatischer Ansatz, der die Komplexität und den Energieverbrauch reduzieren dürfte, jedoch die Einsatzfähigkeit in Häusern mit vielen Treppen einschränken könnte.

Preis und Verfügbarkeit

Zu Preisen oder einem konkreten Marktstart machte LG im Rahmen der Ankündigung noch keine Angaben. Angesichts der verbauten Hardware und Sensorik dürfte sich das Gerät jedoch deutlich im oberen Preissegment bewegen.

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Author

Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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