Meross erweitert seine Palette vernetzter Rauchwarnmelder um ein Modell, das im Ernstfall mehr tut als nur Krach zu machen. Neben dem üblichen Alarmton schaltet der Melder ein rotes LED-Licht ein, das euch die Orientierung im Raum erleichtern soll. Genau dieses Detail unterscheidet ihn von den bisherigen Meross-Geräten.
Fluchtlicht als eigentliche Neuerung
Der Melder trägt eine rote LED, die beim Auslösen automatisch angeht. Sie ist als Hilfe für den Moment gedacht, in dem die Sicht durch Rauch eingeschränkt ist oder zusätzlich der Strom ausfällt – ein rot leuchtender Punkt an der Decke gibt dann einen Anhaltspunkt, an dem ihr euch entlanghangeln könnt. Meross sieht das Gerät vor allem für Flure, Schlafzimmer und Kinderzimmer vor, also für die Wege, die ihr nachts im Zweifel im Halbschlaf zurücklegt.
Aus unserer Sicht ist das ein durchdachter Zusatz. Rauchmelder warnen bisher rein akustisch, doch im entscheidenden Moment hängt viel an der Orientierung: Wer nachts vom Alarm geweckt wird, muss sich im dunklen, verrauchten Raum zurechtfinden und den Weg nach draußen finden.
Ein Fixpunkt an der Decke hilft dabei, und dass Meross auf rotes statt weißes Licht setzt, ergibt Sinn – es blendet die an die Dunkelheit gewöhnten Augen weniger. Zu hoch hängen dürft ihr die Erwartungen trotzdem nicht: Eine vollwertige Notbeleuchtung ersetzt die LED nicht, und bei dichtem Rauch bleibt die Sicht ohnehin knapp. Als kleines Extra, das in ohnehin vorhandene Technik wandert, kann sie im richtigen Augenblick aber den Unterschied machen.
Zwei Sensoren gegen Fehlalarme
Bei der Erkennung bleibt Meross beim Aufbau des bereits erhältlichen Matter-Melders MA151H und arbeitet mit zwei optischen Sensoren. Die Kombination soll Rauch zuverlässiger von Wasserdampf trennen und damit die Zahl der Fehlalarme etwa beim Kochen senken. Ein feines Schutzgitter hält laut Hersteller zusätzlich Staub und Insekten aus der Messkammer, die sonst gern Fehlauslösungen provozieren.
Im Alarmfall gibt der Melder einen 85 Dezibel lauten Ton ab. Habt ihr mehrere Geräte über den Meross-Hub gekoppelt, schlagen sie gemeinsam Alarm – laut Meross auch dann, wenn WLAN oder Internet gerade streiken. Der zugehörige Hub MSH450 bringt außerdem eine eigene Sirene mit, die mit 110 Dezibel deutlich lauter ausfällt.
Matter läuft nur über den Hub MSH450
Wichtig für die Einordnung: Die reine Warnfunktion arbeitet eigenständig und braucht kein Internet. Wollt ihr den Melder dagegen ins Smart Home holen, mehrere Geräte vernetzen oder eine Push-Meldung aufs iPhone bekommen, führt kein Weg am separat erhältlichen Hub MSH450 vorbei. Erst über ihn kommt der Melder per Matter ins Netz und lässt sich dann herstellerübergreifend mit Apple Home, Amazon Alexa, Google Home, SmartThings und Home Assistant nutzen.
In der Meross-App liegen zusätzlich ein Selbsttest, Statusangaben und ein Ereignisprotokoll, das bis zu zehn Jahre zurückreicht. Löst ein Melder aus, zeigt euch die App, welches Gerät es war – in größeren Wohnungen eine praktische Sache. Auch Automationen sind möglich, etwa das Einschalten der Beleuchtung oder das Abschalten einer vernetzten Steckdose im Ernstfall. Betrieben wird der Melder mit vier wechselbaren AA-Batterien, montiert wahlweise per Schraube oder Klebepad.
Alternative aus unserem Test: Sensereo MS-1
Wer einen vernetzten Rauchmelder ohne zusätzlichen Hub sucht, sollte einen Blick auf den Sensereo MS-1 werfen, den wir bereits ausführlich getestet haben. Er nutzt Matter over Thread und bindet sich damit ohne Bridge und ohne Herstellerkonto direkt in Apple Home, Homey, Home Assistant und weitere Matter-Plattformen ein – vorausgesetzt, ihr habt einen Thread-Border-Router im Haus, etwa einen Apple HomePod mini oder ein Apple TV 4K. Beim Meross führt der Weg ins Matter-Netz dagegen zwingend über den separaten Hub MSH450, dafür erreicht ihr darüber zusätzlich Amazon Alexa, Google Home und SmartThings.
Beim Preis liegen beide auseinander. Den Sensereo MS-1 gibt es für rund 55 Euro, den einzelnen Meross-Melder für rund 35 Euro und mit aktivem Coupon zum Start für rund 25 Euro. Der Meross ist damit die günstigere Wahl, sofern ihr den Hub ohnehin einplant oder gleich zum Set greift; der Sensereo spielt seine Stärke aus, wenn ihr schon ein Thread-Netzwerk betreibt und euch den Hub sparen wollt. Auch beim Strom gehen die beiden getrennte Wege: Meross setzt auf vier wechselbare AA-Zellen, der Sensereo auf eine fest verbaute Batterie mit rund sieben Jahren Laufzeit plus eine austauschbare CR123A für die Funkanbindung.
Verfügbarkeit und Preis
Den einzelnen Melder* listet Amazon mit rund 35 Euro. Auf der Produktseite lässt sich zum Start ein 30-Prozent-Coupon aktivieren, der den Preis auf rund 25 Euro drückt. Damit liegt das neue Modell mit aktivem Coupon sogar unter dem Vorgängermodell ohne Fluchtlicht, das mit rund 30 Euro gelistet ist – das rote Licht gibt es zum Start also praktisch obendrauf.
Für größere Wohnungen und Häuser bietet Meross ein Set aus sechs Meldern samt Hub MSH450* an. Regulär kostet es rund 170 Euro; mit einem Startcoupon über 40 Euro sinkt der Preis auf rund 130 Euro, was rechnerisch etwa 22 Euro pro Melder entspricht – Hub inklusive. Wer mehrere Räume ausstatten und ohnehin Matter nutzen will, fährt mit dem Set günstiger als mit Einzelkäufen plus separatem Hub. Der Rabatt greift allerdings nur, wenn ihr den Coupon vor dem Kauf auf der Amazon-Produktseite aktiviert; ob die Aktion dauerhaft bleibt oder nur zum Marktstart gilt, ist offen.
Anzeige / Letzte Aktualisierung am 24.07.2026 um 21:15 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon
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