Meross erweitert sein Matter-Sortiment um einen Präsenzmelder, der drei Sensoren kombiniert und sich direkt über Thread ins Smart Home einbinden lässt. Der MS615 setzt auf mmWave-Radar, einen klassischen PIR-Infrarotsensor und einen Lichtsensor. Damit registriert das Gerät laut Meross, ob wirklich jemand im Raum ist – auch wenn diese Person regungslos sitzt und nur die feinen Bewegungen beim Atmen übrig bleiben.
Drei Sensoren für weniger Fehlauslösungen
Herzstück des MS615 ist das Zusammenspiel aus mmWave-Radar und PIR. Klassische Bewegungsmelder schalten ab, sobald ihr euch eine Weile nicht mehr bewegt – das Radar soll genau diese Lücke schließen und auch stillsitzende Personen weiter erfassen. Der zusätzliche Lichtsensor liefert die Helligkeit als weitere Bedingung für eure Automationen.
Den Erfassungsbereich könnt ihr in drei unabhängige Zonen aufteilen, die jeweils eigene Szenen auslösen. So lässt sich am Schreibtisch ein anderes Licht schalten als im Rest des Raums. Über gezielte Ausblendzonen blendet der Sensor laut Meross Störquellen aus, und ein einstellbarer Erfassungswinkel soll Fehlalarme durch Haustiere oder Saugroboter reduzieren. Eine selbstlernende KI soll die Erkennung mit der Zeit verbessern – das ist bislang eine Herstellerangabe.
Matter over Thread ohne Bridge
Für die Smart-Home-Fraktion ist die Anbindung das eigentliche Argument. Der MS615 spricht Matter over Thread und verbindet sich über einen kompatiblen Thread-Border-Router direkt mit Apple Home, Alexa, Google Home, SmartThings und Home Assistant. Eine eigene Bridge oder eine 2,4-GHz-WLAN-Verbindung braucht es dafür nicht.
Die Einrichtung läuft laut Meross zunächst über die hauseigene App, die euch anschließend Schritt für Schritt zur jeweiligen Plattform weiterleitet. Weil Matter die Befehle lokal verarbeitet, funktionieren eure Automationen auch ohne Internetverbindung. Bilder, Audio oder Standortdaten speichert der Sensor laut Hersteller nicht.
Einordnung: So schlägt sich der MS615 im Umfeld
mmWave-Präsenzmelder sind kein neues Thema – populär ist etwa der Aqara FP2, der sich in vielen Setups findet. Der Unterschied liegt in der Anbindung: Der FP2 hängt an einer 2,4-GHz-WLAN-Verbindung und der Aqara-Cloud, während der MS615 über Thread und Matter lokal arbeitet und sich herstellerübergreifend einbinden lässt.
Beim Formfaktor geht Meross einen eigenen Weg. Mit 90 Grad Neigung, 360 Grad Drehung und IP67-Schutz ist der MS615 auch für Feuchträume oder den Außeneinsatz gedacht. Statt am Netzteil läuft er über eine CR123A-Batterie, die laut Meross bis zu drei Jahre durchhält – das erspart euch die Kabelverlegung, die viele fest verdrahtete Präsenzmelder voraussetzen. Die Reichweite gibt Meross mit bis zu sechs Metern an, das Gewicht mit 85 Gramm.
Verfügbarkeit und Preis
Den Präsenzmelder gibt es in zwei farblich unterschiedlichen, ansonsten baugleichen Varianten: den grauen MS615 und den weißen MS605. Auf der Amazon-Produktseite* wird der MS615 aktuell als nicht verfügbar geführt. Sobald sich Preis und Liefertermin konkretisieren, ergänzen wir die Angaben an dieser Stelle.
Anzeige / Letzte Aktualisierung am 8.08.2026 um 22:14 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon
Mehr zum Thema Matter und weitere exklusive Smart-Home-News, spannende Deals & Tests – jetzt kostenlosen Newsletter anfordern!