Der Deutsche Städtetag setzt sich aktuell für ein bundesweites Nachtfahrverbot von Mährobotern ein. Der Grund ist simpel: Die Geräte sind eine Bedrohung für Igel und andere kleine Wildtiere, die vor allem in der Dämmerung und nachts auf Rasenflächen unterwegs sind.
Das Problem liegt im natürlichen Verhalten der Tiere. Während viele andere Lebewesen vor den herannahenden Klingen flüchten, rollen sich Igel bei Gefahr instinktiv zusammen.
Laut Städtetag führt das bei nächtlichen Mähvorgängen regelmäßig zu schweren Verletzungen oder zum Tod der Tiere. Da Städte durch den schwindenden natürlichen Lebensraum immer wichtigere Rückzugsorte für die Artenvielfalt werden, sei ein konsequenter Schutz in den Wohngebieten nun unumgänglich.
Neben der Politik nimmt der Städtetag auch die Produzenten in die Pflicht. Marken wie Husqvarna, Worx oder Gardena sollen laut den Forderungen verstärkt technische Lösungen entwickeln, die Kleintiere zuverlässig erkennen. Bisherige Sensoren und KI-Kameras stoßen bei kleinen Hindernissen im hohen Gras oft noch an ihre Grenzen.
Das Problem lässt sich einfach lösen, indem die Zeitpläne der Mähroboter so angepasst werden, dass die Roboter ausschließlich bei Tageslicht unterwegs sind.
Ein konkretes Datum für ein bundesweites Gesetz steht noch aus, der Vorstoß des Städtetages erhöht jedoch den Druck auf die Gesetzgebung.