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Der Sugr Cube ist ein kleiner Lautsprecher aus Holz, der Apple Airplay unterstützt und mit einem integrierten Akku ausgestattet ist. In unserem Test erläutern wir die Vor- und Nachteile des rund 200 Euro teuren WLAN-Lautsprechers, der ursprünglich über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert wurde.

Erster Eindruck

Der Cube macht auf dem ersten Blick einen guten Eindruck: Der Lautsprecher ist hochwertig verarbeitet und wirkt mit seinem Holzgehäuse und den abgerundeten Ecken durchaus elegant – ein kleiner Holzwürfel, der sich gut etwa auf dem Wohnzimmerregal oder dem Nachttisch macht und sich in das Zuhause unserer Meinung nach besser einfügt als die meisten Alternativen aus Kunststoff. Der Würfel misst 10,5 x 10,6 x 10,9 Zentimeter und wiegt 400 Gramm.

 

WLAN Lautsprecher im Test
Das Holzdesign des Sugr Cube fügt sich gut in die Einrichtung ein.

Auch die Rückseite des Lautsprechers ist angenehm schlicht gehalten: Hier befindet sich lediglich ein Regler für die Lautstärke, mit dem der Cube gleichzeitig ein- und ausgeschaltet wird. Für die weitere Bedienung kommen Gesten zum Einsatz: Der aktuelle Song pausiert, wenn die Hand auf den Lautsprecher gelegt wird. Wird der Cube nach links oder rechts gekippt, spielt der Lautsprecher den vorherigen, beziehungsweise den nächsten Song ab.

Sugr Cube im Test
Auf der Rückseite befinden sich der Lautstärkeregler und der USB-Anschluss.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Lautsprecher eine kruze Anleitung sowie das USB-Kabel inklusive Netzteil, mit dem der Akku des Lautsprechers aufgeladen, beziehungsweise der Cube im Betrieb mit Strom versorgt wird.

Sugr Cube Lieferumfang
Ein WLAN-Lautsprecher mit integriertem Akku: Der Lieferumfang des Sugr Cube.

Einrichtung des Sugr Cube

Den Einrichtungsvorgang hat der Hersteller vorbildlich gelöst: Die notwendigen Konfigurationsdaten (das eigene WLAN-Netz samt Passwort) werden in wenigen Schritten in der Smartphone App abgefragt und anschließend mit  akustischen Signalen auf den Lautsprecher übertragen. Hierfür muss das Smartphone kurz rückseitig an den Lautsprecher gehalten werden. In unserem Test hat die Konfiguration reibungslos funktioniert und war innerhalb einer Minute erledigt – anschließend ist der Cube direkt einsatzbereit.

Sugr Cube: Einrichtung des WLAN-Lautsprechers (Sreenshot)
Die Konfigurationsdaten werden mittels akustischer Signale auf den WLAN-Lautsprecher übertragen.

Funktionen und Praxiserfahrungen

Nach der unkomplizierten Einrichtung haben wir uns die Sugr Cube App (erhältlich für iOS und Android Geräte) genauer angesehen. Die App punktet mit einer aufgeräumten Oberfläche und bietet dieverse Möglichkeiten, um den Lautsprecher mit Musik zu versorgen:

  • „Cube Music“ ermöglicht es, den 4 GB großen Speicher des Cubes mit Musik zu befüllen. In unserem Test hat dieser Bereich nur eingeschränkt funktioniert und regelmäßig zu abstürzen der App geführt. Hier muss der Hersteller noch nachbessern.
  • „Pandora“ ist ein Online-Musikdienst, der hierzulande leider nicht zur Verfügung steht. Diese Option kann also aktuell nicht genutzt werden.
  • „Radio“ bietet Zugriff auf ausgewählte Internet-Radiosender, wie beispielsweise BBC, Classic FM, Absolute Radio und Jazz FM. Diese Option funktioniert einwandfrei, es wäre jedoch schön, wenn sich weitere Radiosender hinzufügen ließen, was aktuell leider (noch) nicht unterstützt wird.
  • „Relax Radio“ ermöglicht es, drei Sounds (Wellen, Regen, Vogelgezwitscher) auf dem Cube abzuspielen. Weitere Sounds sollen laut dem Hersteller in Kürze folgen.

Wir gehen davon aus, dass der Hersteller weitere Musikdienste mit künftigen Updates der App nachreichen wird. Schön wäre beispielsweise eine direkte Integration von Spotify, wenngleich sich der Lautsprecher auch unkompliziert über die Airplay-Funktion von iOS-Geräten ansprechen lässt. Auf diesem Weg können sämtliche Apps, wie beispielsweise Spotify, Youtube oder Deezer, die Musik direkt zum Lautsprecher streamen – ohne den „Umweg“ über die Sugr Cube App gehen zu müssen. Selbige bietet noch einen Sleep-Timer und eine Alarmfunktion. Wer möchte, kann sich so von seinem Lieblingskünstler in den Schlaf singen und auch wieder wecken lassen.

Die von dem Hersteller angegebene Akkulaufzeit von sieben Stunden hat sich in unserem Test bestätigt. Wer möchte, kann den Cube mit dem USB-Kabel und dem Netzteil natürlich auch direkt an eine Steckdose hängen.

Sugr Cube App
Die Sugr Cube App bietet u.a. Zugriff auf ausgewählte Radiostationen.

Zu Verbindungsabbrüchen oder sonstigen Problemen mit der WLAN-Verbindung kam es in unserem Test nicht. Aufgrund der hohen Reichweite von WLAN lässt sich das iPhone während der Musikwiedergabe auch problemlos mit in einen anderen Raum nehmen. Ein vorhandenes WLAN-Netz ist natürlich die Voraussetzung für den Einsatz des Cubes – der Würfel lässt sich somit nicht beim Camping oder anderen Aktivitäten unter freiem Himmel verwenden. Die Integration eines zusätzlichen Bluetooth-Moduls wäre unter diesem Gesichtspunkt sicherlich sinnvoll und würde noch mehr Anwendungsmöglichkeiten eröffnen.

Die Gestensteuerung des Cubes ist ein klares Abgrenzungsmerkmal zu seinen Konkurrenten und hat uns in unserem Test überzeugt: Für die Steuerung der Musik mal eben die Hand auf den Lautsprecher zu legen oder den Würfel zu kippen macht einfach mehr Spaß als nerviges Gefummel mit kleinen Knöpfen und Bedienelementen. In unserem Test haben wir lediglich eine Geste vermisst, um schnell und unkompliziert – etwa durch ein zweimaliges Klopfen auf den Würfel – einen favorisierten Radiosender auszuwählen. Weitere Gesten sollen laut dem Hersteller jedoch mit Firmware-Updates nachgereicht werden. So soll es bald auch möglich sein, einen Song mit einer Geste auf Facebook zu teilen.

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Gesten statt Knöpfe: Statt einem Play/Pause Button zu drücken wird die Hand auf den Cube gelegt.

Klangqualität des WLAN-Lautsprechers

Kommen wir zu einem Aspekt, der bei einem Lautsrecher sicherlich im Vordergrund steht: Kann die Klangqualität des Sugr Cubes überzeugen? Unserer Meinung nach ja, wenngleich man von so einem kleinen Würfel natürlich keine akustischen Wunder erwarten darf. Im direkten Klangvergleich mit den Sonos Play:1 schneidet Sonos allerdings besser ab: Die Konkurrenz bietet einen volleren, „satteren“ Sound. Wirklich fair ist der Vergleich aber nicht, da der Play:1 deutlich größer ist und keinen integrierten Akku besitzt. Und dennoch bietet der Cube einen relativ klaren Klang und einen angesichts der geringen Größe vollen Bass.

Für die dauerhafte Beschallung von größeren Räumen würden wir fest installierte (und größere) Lautsprecher vorziehen. Der Cube eignet sich hingegen hervorragend, um Musik beispielsweise ins Büro, in die Küche oder ins Schlafzimmer zu bringen. Dank des integrierten Akkus lässt sich der WLAN-Lautsprecher zudem flexibel aufstellen und eignet sich somit auch für die musikalische Untermalung der nächsten Gartenparty. Insgesamt lassen sich bis zu 16 Sugr Cubes miteinander koppeln, somit lässt sich mehrere Sugr Cubes auch als Multiroom-System einsetzen.

Sugr Cube im Test: Unser Fazit

Der WLAN-Lautsprecher bietet trotz seiner geringen Abmessungen eine vernünftige Klangqualität. Überzeugt hat uns auch die hochwertige Verarbeitung und das schöne Design des kleinen Holzwürfels. Der momentan noch etwas eingeschränkte Funktionsumfang der App hat uns nicht sonderlich gestört, da wir überwiegend die Airplay-Schnittstelle genutzt haben, um den Lautsprecher drahtlos mit Musik zu versorgen. Dennoch sollte der Hersteller hier mit Updates nachbessern – auch um vorhandene Bugs zu beseitigen. Wir halten euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden und werden an dieser Stelle über Updates berichten.

Mit seiner Gestensteuerung und dem integrierten Akku in Kombination mit dem ansprechenden Design gränzt sich der Sugr Cube von Konkurrenzprodukten ab. Empfehlen können wir den WLAN-Lautsprecher für diejenigen, die einen kompakten Lautsprecher suchen, um Musik flexibel in (kleinere) Räume zu bringen. Der Preis von 199 Euro für einen Lautsprecher ist aus unserer Sicht jedoch etwas zu hoch angesetzt.

Der Sugr Cube kann auf Sugr-cube.eu bestellt werden und wird innerhalb Europas versandkostenfrei verschickt. Der Lautsprecher ist in Schwarz, Weiß und mit Kirsch- oder Ahornholzmuster erhältlich.

Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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