Google kauft das Home Automation Start Up Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar und zahlt in bar

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Die Meldung ging gestern schon über unseren Twitter-Newsticker: Google hat das Hausautomatisierungs-Unternehmen Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar gekauft.

Nest bietet ein intelligentes Thermostat an, das die Temperatur in der Wohnung automatisch regelt und beispielsweise erkennt, ob sich Personen im Haushalt befinden. Mit „Nest Protect“ hat das Unternehmen kürzlich zudem einen Rauch- und Kohlenmonoxid Melder auf den Markt gebracht.

Das Start Up wurde im Jahr 2010 von dem ehemaligen Apple-Mitarbeiter Tony Fadell und Matt Rogers gegründet. Anfang des Jahres hat das Unternehmen eine Finanzierungsrunde in dreistelliger Millionenhöhe abgeschlossen, wodurch der Wert des Unternehmens auf zwei Milliarden US-Dollar kletterte.

nest-thermostat

Das intelligente Thermostat von Nest

Google hat nun sogar 1,2 Milliarden US-Dollar mehr auf den Tisch gelegt und das Unternehmen für 3,2 Milliarden US-Dollar übernommen, wobei der Kaufpreis angeblich in barer Münze und nicht in Form von Aktien bezahlt wird. Damit steigt Google in den Markt der Hausautomatisierung ein, der laut der Unternehmensberatung Deloitte in Europa bis 2017 auf einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro kommen soll (Deloitte Studie: Licht ins Dunkel – Erfolgsfaktoren für das Smart Home).

In den letzten Monaten verdichteten sich die Gerüchte, dass Google vor einem Einstieg in den Smart Home-Markt steht. So hat das Unternehmen zuletzt eine App getestet, mit der sich Heizungsthermostate steuern lassen (siehe hierzu unsere Meldung „Intelligente Heizungsthermostate: Plant Google den Einstieg in die Hausautomatisierung?„).

Hierzulande sind die Nest-Produkte bislang allerdings noch nicht erhältlich. Das Unternehmen hat sich jedoch bereits vor der Google-Übernahme mit einer Europa-Expansion beschäftigt, wie Focus Online berichtet:

Das kalifornische Unternehmen will als erstes mit seinen Rauchmeldern in neue Märkte vorstoßen, weil es in diesem Bereich weniger regionale Unterschiede gebe. Aber auch auf europäische Systeme zugeschnittene Thermostate sollen schnell folgen.

Mit der nun erfolgten Übernahme durch Google dürften ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, um die Expansion zu beschleunigen.

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