Keine Lust auf klobige Sensoren am Fensterrahmen? Der Eve Window Guard wird im Fensterrahmen versteckt und ist somit im Alltag nicht sichtbar. Wir haben ausprobiert, wie zuverlässig der 146 Euro teure Fenstersensor für Apple HomeKit im Alltag funktioniert.

Einrichtung und Konfiguration des Fenstersensors

Der wesentliche Vorteil von Apple HomeKit ist die Einfachheit des Smart Home-Systems: Während beispielsweise der Kopplungsvorgang bei Z-Wave Geräten oftmals etwas nervenaufreibend sein kann („Drücken Sie viermal hintereinander innerhalb von drei Sekunden die winzige Taste auf der Unterseite des Geräts“), muss bei den HomeKit-Geräten lediglich mit der Smartphone-Kamera ein kleiner Code fotografiert werden – schon ist das System einsatzbereit. Der Eve Window Guard bildet hier keine Ausnahme und dementsprechend schnell ist die Einrichtung abgeschlossen:

  1. Eve-App (oder die offizielle Home-App von Apple) öffnen und „Gerät hinzufügen“ auswählen.
  2. HomeKit-Code fotografieren, der auf dem Fenstersensor aufgeklebt ist.
  3. Namen für den Sensor eingeben und den gewünschten Raum auswählen – fertig.
Eve Window Guard Einrichtung
Einrichtung des Eve Window Guard: Zuerst den HomeKit-Code scannen…
Eve HomeKit Fenstersensor

…und dann einen Namen vergeben und einen Raum auswählen – fertig.

Eve Window Guard Test
Eve Window Guard im Test: Der relativ kompakte Fenstersensor wird im Rahmen montiert und ist somit im Alltag nicht sichtbar.

Montage

Das Wichtigste vorab: Der Eve Window Guard setzt einen Eurofalz-Fensterrahmen kompatibel. Laut dem Hersteller lässt er sich zudem in „viele Türen“ integrieren – im Zweifel müsst ihr ausprobieren, ob der Sensor am gewünschten Einsatzort montiert werden kann und bei Bedarf das Widerrufsrecht nutzen. Der Fenstersensor wird in den Fensterrahmen geschraubt. Für unseren Test haben wir stattdessen starkes doppelseitiges Klebeband verwendet, was – zumindest für den Zeitraum unseres Test von rund drei Wochen – keine Probleme bereitet hat.

Pro Fenstergriff wird ein Eve Window Guard benötigt – bei einem zweiflügeligen Fenster mit einem Griff wird dementsprechend nur ein Sensor benötigt.

Die Abmessungen des HomeKit-Fenstersensors.

Funktionsumfang und Zuverlässigkeit

Der Eve Window Guard bringt alle Funktionen mit, um ein Alarmsystem mit HomeKit aufzubauen:

  • Der Sensor registriert, ob ein Fenster geöffnet, gekippt oder geschlossen ist
  • Der Eve Window Guard erkennt Manipulation und Glasbruch

In unserem Test hat der Eve Window Guard absolut zuverlässig und schnell reagiert. Prämisse ist allerdings, dass sich ein Apple TV oder der Apple HomePod in (Bluetooth-) Reichweite befinden. Dabei solltet ihr bedenken, dass durch die Montage im Rahmen etwas Funkreichweite eingebüßt wird. Sollte sich keine HomeKit-Zentrale in der Nähe des Sensors befinden, kann mit dem Range Eve Extend die Funkreichweite vergrößert werden. Das rund 50 Euro teure Gerät wird mit dem WLAN verbunden und spannt anschließend ein Bluetooth-Netzwerk für die HomeKit-Geräte von Eve auf.

Für die Nutzung der „Kipperkennung“ muss der Sensor mit der Eve App zunächst kalibriert werden. Der Prozess ist schnell abgeschlossen: Einfach die Kalibrierung in den Geräteeinstellungen anstoßen und anschließend das Fenster öffnen, schließen und kippen. Nach der Kalibrierung hat auch die Kipperkennung anstandslos funktioniert. Wie gut die Erkennung von Glasbruch funktioniert, konnten wir aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen leider nicht testen.

Neben der Einrichtung eines Alarmsystems (Wenn das Fenster bei Abwesenheit der Bewohner geöffnet oder beschädigt wird, soll die Beleuchtung und eine Sirene eingeschaltet werden) eignet sich der Eve Window Guard natürlich auch für weitere Automatisierungen. So kann beispielsweise die Temperatur eines HomeKit-kompatiblen Heizkörperthermostats automatisch reduziert werden, sobald das Fenster geöffnet oder gekippt wird – eine einfache Möglichkeit, um Heizkosten einzusparen.

Eve Window Guard Batterien
Knopfzellen sorgen für die Stromversorgung des HomeKit-Fenstersensors.

Die Stromversorgung des 2.6 x 13.5 x 0.9 Zentimeter großen Sensors wird von zwei Knopfzellen übernommen, die sich im Lieferumfang befinden. Angaben zur Batterielaufzeit reichen wir nach, sobald uns Praxiswerte vorliegen.

Eve Window Guard im Test: Unser Fazit

Der Eve Window Guard hat in unserem Test einwandfrei funktioniert. Die Montage ist unkompliziert, setzt allerdings einen kompatiblen Fensterrahmen (Eurofalz) voraus. Ein Alleinstellungsmerkmal unter den HomeKit-Fenstersensoren ist die „unsichtbare“ Montage im Fensterrahmen – die Konkurrenzprodukte werden auf den Rahmen geklebt. Mit einem Verkaufspreis von stolzen 146 Euro (Amazon*) wird dieser Vorteil aber teuer bezahlt.

Angesichts dieser Summe dürften die meisten Interessenten doch eher zu den deutlich günstigeren Alternativen greifen, auch wenn diese nicht im Rahmen versteckt werden können. Zum Vergleich: Mit dem Eve Door & Window bietet der gleiche Hersteller einen HomeKit-Fenstersensor im „klassischen“ Design für rund 35 Euro an (Amazon*). Eine noch günstigere (allerdings auch klobigere) Alternative kommt von Koogeek: Der Koogeek Tür/Fenster-Sensor geht für rund 27 Euro über die Ladentheke (Amazon*).

Anzeige / Letzte Aktualisierung am 5.08.2020 um 14:34 Uhr / Affiliate Links* / Bilder: Amazon

Eve Window Guard

7.7

Einrichtung und Montage

9.0/10

Funktionsumfang

8.0/10

Preis-Leistung

6.0/10

Vorteile

  • zuverlässig im Betrieb
  • hoher Funktionsumfang
  • lässt sich unsichtbar montieren
  • einfache Einrichtung

Nachteile

  • hoher Preis
  • setzt Fenster mit Eurofalz voraus
Author

Nico berichtet seit 2013 über Smart Home-Themen und ist Herausgeber von Housecontrollers.de.

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