Homematic Ip hat seinem Türschlossantrieb ein „Pro“-Upgrade verpasst und bringt das neue Modell nun offiziell auf den Markt. Das Ziel ist klar: Ihr sollt euren Schlüsselbund öfter mal zu Hause vergessen können, ohne euch Gedanken um die Sicherheit zu machen. Der Fokus liegt bei dieser Version nicht nur auf dem reinen Aufschließen, sondern vor allem auf einer erweiterten Sensorik im Gehäuse.

Im Gegensatz zu vielen einfachen Nachrüstlösungen setzt Homematic Ip auf integrierte Lage- und Erschütterungssensoren. Diese sollen laut Hersteller sofort erkennen, wenn sich jemand gewaltsam an der Tür zu schaffen macht. In so einem Fall schickt das System eine Push-Nachricht auf euer Smartphone oder löst – falls vorhanden – die Alarmsirene des Systems aus. Auch die Sabotageerkennung ist ein wichtiges Detail: Manipuliert jemand direkt am Gerät, bekommt ihr sofort Bescheid.

Über die zugehörige App könnt ihr individuelle Zutrittsberechtigungen erstellen. Das ist praktisch, wenn ihr Reinigungskräfte oder Handwerker ins Haus lassen müsst, während ihr nicht da seid. Ihr legt einfach fest, wer an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit die Tür öffnen darf. Ein interessantes Feature für die Protokoll-Fans unter euch: Das Schloss unterscheidet im Logbuch, ob die Tür per Motor, manuell am Drehrad oder von außen mit einem physischen Schlüssel geöffnet wurde.

Die Installation erfolgt laut Hersteller ohne Bohren, was das Gerät besonders für Mietwohnungen interessant macht. Der Antrieb wird auf der Innenseite einfach auf den vorhandenen Zylinder geklemmt, geschraubt oder geklebt. Voraussetzung ist allerdings ein Zylinder mit Not- und Gefahrenfunktion.

Mit einem Satz Batterien soll das Schloss bei normaler Nutzung (etwa vier Schließvorgänge pro Tag) rund anderthalb Jahre durchhalten. Im Vergleich zu Modellen, die auf stromhungriges Wlan setzen, nutzt Homematic Ip ein eigenes Funkprotokoll, was erfahrungsgemäß die Batterielaufzeit schont.

Preise und Verfügbarkeit 

Den Homematic Ip Türschlossantrieb – pro gibt es ab sofort in vier verschiedenen Farbkombinationen, darunter Varianten in Weiß, Anthrazit und Silber-Optik. Preislich liegt das Smart Lock bei rund 250 Euro. Damit bewegt sich das Gerät in einem ähnlichen Preissegment wie die Konkurrenz von Nuki, bietet aber durch die tiefe Integration in das restliche Homematic-Ökosystem einen klaren Vorteil für alle, die bereits Sensoren oder Heizkörperthermostate der Marke nutzen.

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Ich bin Nico Zorn und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.

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