Mit iOS 27 bekommt die Home-App neue Funktionen, die auf Apple Intelligence aufsetzen. An die kommt ihr allerdings nur heran, wenn ihr ein iCloud+-Abo ab 2 TB bucht. Damit koppelt Apple erstmals zentrale Smart-Home-Features direkt an eine kostenpflichtige Cloud-Stufe – ausgerechnet der Anbieter, der sein Zuhause-Ökosystem bisher als das datensparsame und unabhängige verkauft hat.

Apple Smart Home mit Bezahlschranke

Konkret geht es um die neuen KI-Funktionen rund um HomeKit Secure Video. Die Home-App fasst Bewegungsmeldungen eurer Kameras künftig in Textform zusammen, bündelt Aufnahmen mehrerer Kameras zu einem Überblick, hebt auffällige Clips hervor und lässt euch per natürlicher Sprache in den Aufzeichnungen suchen. Diese Funktionen laufen über Apples Cloud und stehen laut Apple nur Abonnenten der 2-TB-Stufe zur Verfügung.

Der Haken liegt im Preis: Das 2-TB-Paket kostet in Deutschland rund 10 Euro im Monat.

Zwei Punkte relativieren das zwar – der Videospeicher der Kameras zählt weiterhin nicht auf euer iCloud-Kontingent, und wer schon viele Kameras betreibt, brauchte diese Stufe ohnehin. Neu ist aber, dass Apple grundlegende Auswertungsfunktionen an das teuerste Consumer-Abo bindet, statt sie allen Kamerabesitzern bereitzustellen.

Enshittification: Apple folgt einem Branchentrend

Die Meldung steht nicht für sich. Samsung verlangt ab Oktober für den SmartThings-API-Zugriff rund 5 Euro im Monat, Google zieht bei Google Home vormals kostenlose Funktionen hinter eine Bezahlschranke, und Dienste wie Vera oder die Roost-Sensoren werden kostenpflichtig oder abgeschaltet.

Für dieses Muster hat sich der Begriff „Enshittification“ eingebürgert, geprägt vom Autor Cory Doctorow. Er beschreibt, wie Plattformen zunächst mit gutem, günstigem Angebot Nutzer anlocken, dann nach und nach Funktionen einschränken oder verteuern, um mehr Geld herauszuholen.

Aus einem Produkt, das man einmal kauft, werden so Schritt für Schritt wiederkehrende Kosten – und Apple reiht sich mit dieser Entscheidung ein. Wie sich Apples Smart-Home-Kurs 2026 insgesamt entwickelt, lest ihr in unserer Übersicht zu Apple im Smart Home.

Für euch als Nutzer bedeutet das vor allem eines: Der Funktionsumfang eurer Hardware hängt zunehmend davon ab, welches Abo ihr fahrt, nicht davon, was das Gerät technisch kann. Wer maximale Kontrolle und dauerhaft kostenlose Auswertung will, landet früher oder später bei lokalen Lösungen wie Home Assistant, die solche Analysen ohne Cloud und ohne Monatsgebühr erledigen.

Die neuen Home-Funktionen kommen mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 „Golden Gate“. Voraussetzung bleibt das iCloud+-Abo ab 2 TB für rund 10 Euro im Monat; ohne diese Stufe fehlen die KI-Features in der Home-App.

Mehr zum Thema Apple und weitere exklusive Smart-Home-News, spannende Deals & Tests – jetzt kostenlosen Newsletter anfordern!

    Author

    Ich bin Nico und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Smart Home. Im Jahr 2013 habe ich mit HouseControllers eines der ersten deutschsprachigen Smart Home Magazine gegründet. Mehr über mich.