OpenAI wagt laut einem Bericht von The Information den Schritt in Eure Wohnzimmer. Gemeinsam mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive arbeitet das Unternehmen an eigener Hardware, die künstliche Intelligenz physisch greifbar machen soll. Das erste Ergebnis dieser Kooperation könnte ein smarter Lautsprecher sein, dessen Markteinführung für das Jahr 2027 angestrebt wird.
Ein Smart Speaker ohne Display – aber mit Kamera
Der Clou an dem geplanten Speaker soll laut The Information eine integrierte Kamera sein. Damit soll das Gerät nicht nur Sprachbefehle entgegennehmen, sondern seine Umgebung und die Nutzer per Gesichtserkennung aktiv wahrnehmen können. Ziel ist eine personalisierte Assistenz: Die KI soll laut den Plänen Euer Verhalten analysieren und proaktiv Vorschläge machen – etwa eine frühere Schlafenszeit, wenn für den nächsten Morgen ein wichtiger Termin im Kalender steht. Auf ein klassisches Display will das Team dabei bewusst verzichten, um die Interaktion so natürlich wie möglich zu gestalten.
Damit begibt sich OpenAI auf direkten Kollisionskurs mit Apple, Amazon und Google. Apple arbeitet die Gerüchten zufolge ebenfalls an einem neuen Home-Hub mit Kamera und KI-Anbindung. Während Apple auf die tiefe Integration in das eigene Ökosystem setzen dürfte, will OpenAI durch eine besonders kontextbasierte Assistenz punkten, die ständig dazulernt.
Auch weitere Gadgets wie eine smarte Lampe oder eine KI-Brille werden intern bei OpenAI wohl schon geprüft, dürften aber laut dem Bericht von The Information nicht vor 2028 marktreif sein.
Der Marktstart für den smarten Lautsprecher ist laut den aktuellen Informationen für 2027 geplant. Preislich soll sich das Gerät zwischen rund 200 Euro und rund 300 Euro bewegen, womit es preislich ähnlich positioniert wäre wie aktuelle High-End-Speaker der Konkurrenz.
Einschätzung: Ein schwerer Stand gegen die Platzhirsche
Ich bin skeptisch, ob dieser Plan aufgehen wird. OpenAI verfügt im Gegensatz zu Google, Apple oder Amazon über kein gewachsenes Ökosystem und hat keinerlei Erfahrung mit der Produktion und dem Vertrieb von Hardware.
Zwar ist die KI von OpenAI technologisch extrem weit, doch dem Gerät fehlen die entscheidenden Kontextinformationen für eine echte Personalisierung – etwa der direkte Zugriff auf Kalender, E-Mails und private Daten. Hier haben Google und Apple weitaus mehr Möglichkeiten, wenngleich man sich gerade bei Apple fragt, wann sie diesen Heimvorteil endlich konsequent nutzen. Es wird ein spannendes Rennen, aber ohne diese Datenbasis dürfte es OpenAI schwer haben.
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Titelfoto: Symbolfoto (KI-generiert)